Ausgangssituation
Schaltanlagen im Mittelspannungsnetz basieren bislang auf etablierten Materialien und Konstruktionsprinzipien, die unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten (Ressourceneinsatz, Umweltverträglichkeit) bisher unzureichend optimiert sind. Zudem fehlt es an einer systematischen Verknüpfung von Design- und Materialentscheidungen mit wissenschaftlichen Methoden der Nachhaltigkeitsforschung.
Lösungsweg
Das Konsortium unter Führung von ABB verfolgt einen integrierten Ansatz, der Design- und Materialauswahl eng mit wissenschaftlichen Nachhaltigkeitsmethoden verknüpft. Der gemeinsame Wissens- und Datengewinn der beteiligten Institute (FIR, Wuppertal Institut, INATECH, elenia) wird dabei in einer gemeinsamen digitalen Optimierungsplattform gebündelt, um die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und Netzbetreibern zu verbessern.
Erwartetes Ergebnis
Erwartet wird eine nachhaltigere Infrastruktur für das deutsche Mittelspannungsnetz durch ressourcenschonendere und umweltfreundlichere Schaltanlagen. Die im Projekt entwickelten Design-Szenarien und die digitale Optimierungsplattform sollen als übertragbare Grundlage für zukünftige Produktentwicklungen in der Branche dienen.
Nutzen für die Zielgruppe
Von nachhaltigeren, ressourcenschonenderen Mittelspannungsschaltanlagen profitieren sowohl Verteilnetzbetreiber als auch Industrieunternehmen mit eigener Mittelspannungsversorgung, da beide regulatorische Anforderungen frühzeitig erfüllen und langfristig Betriebs- sowie Lebenszykluskosten senken können. Die Industrie, insbesondere Hersteller wie ABB, erhält zusätzlich einen strategischen Wettbewerbsvorteil bei der Entwicklung zukunftsfähiger, nachhaltiger Produkte.
Forschungspartner
- ABB AG Forschungszentrum Deutschland, Mannheim
- elenia Institut für Hochspannungstechnik und Energiesysteme | Technische Universität Braunschweig, Braunschweig
- Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) | Albert Ludwigs-Universität Freiburg, Freiburg
- Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH, Wuppertal