goetzpartners Analyse: "Rentenwelle" bei Energieversorgern - was kommt danach?

München, (PresseBox) - Der demografische Wandel wird massiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Energieversorgungsunternehmen (EVU) ausüben. In einigen sind heute bereits bis zu 45 Prozent der Belegschaft älter als 50 Jahre, etwa 33 Prozent werden bis 2025 in Rente gehen. Die Rekrutierung qualifizierten Nachwuchses und somit eine gesunde Altersstruktur bei den Mitarbeitern wird aufgrund der demografischen Entwicklung immer schwieriger. Gerade in der traditionellen Welt der Energieversorger, die von langen Betriebszugehörigkeiten geprägt ist, wird das Problem akut. Um die Erosion an Wissen und Erfahrung zu stoppen und somit auf lange Sicht die Existenz der betroffenen Unternehmen nicht zu gefährden, muss gehandelt werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse von goetzpartners.

Neben der Verankerung des Themas Ressourcenplanung auf der Managementagenda gilt es, die personellen Herausforderungen transparent zu machen und den Personalbedarf in Menge und Qualität entlang der Unternehmensstrategie zu planen.

Der demografische Wandel macht auch vor den Toren der EVU nicht halt. Die Analysen des Beratungshauses haben ergeben, dass über ein Drittel der Belegschaft bei Energieversorgungsunternehmen bis 2025 in Rente gehen. Hinzu kommt, dass das Wissen aufgrund der überdurchschnittlich langen Betriebszugehörigkeit von 18 Jahren (Bundesdurchschnitt liegt bei knapp 11 Jahren) stark mit den Mitarbeitern verkettet ist. Ein in sich geschlossenes Gesamtkonzept, wie die mit der Verrentung verbundene Abwanderung an Kompetenz und Wissen zu füllen ist, fehlt in den meisten Unternehmen. "Das Hauptproblem ist oftmals die mangelnde Transparenz über die Struktur der Belegschaft, vor allem in Bezug auf qualitative Informationen", sagt Eberhard Hübbe, Partner bei goetzpartners und verantwortlich für den Bereich "HR Strategy" in der Service Line Business Transformation. Somit lässt sich das Thema Personal nicht effizient steuern, eine valide mittelfristige Planung ist quasi unmöglich. Dies kann mittelfristig die Leistungsfähigkeit einzelner Unternehmensbereiche signifikant bedrohen, wenn innerhalb weniger Jahre z.B. 50 Prozent der Belegschaft ausgetauscht werden müssen.

Integrierte Planung und valide betriebswirtschaftliche Modelle als Ausweg

Um dem entgegenzuwirken, müssen Stadtwerke ihr Personal qualitativ und quantitativ so planen und in ein betriebswirtschaftliches Modell integrieren, dass Menge und Wissen der Ressourcen den strategischen Erfordernissen und Zielen des Unternehmens angepasst sind. Konkret sind hierbei folgende Fragen zu beantworten:

- Wie kann die Personalplanung mit der strategischen Planung und den Zielen der Organisation in Einklang gebracht werden?
- Wie kann eine mittelfristige Personalplanung entstehen, die gewährleistet, dass die Leistungsfähigkeit der Organisation auch in Zukunft erhalten bleibt?
- Wie können Arbeitsmodelle geschaffen werden, die die Erfahrungen und das Know-how der Älteren berücksichtigen, aber möglicherweise Verantwortung und Belastung reduzieren?
- Wie kann eine intelligente Qualifizierungslandschaft aussehen, die den schneller wechselnden Anforderungen gerecht wird?
- Wie kann die Attraktivität der Organisationen beispielsweise durch Karriere- und Laufbahnmodelle gesteigert werden, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen?

"Da dieses Thema die ganze Branche betrifft, muss es auf die Managementagenda eines jeden Energieversorgers gesetzt werden, um die Rentenwelle in Form von teils verwaisten Abteilungen nicht Wirklichkeit werden zu lassen", so Günter Schermer, Partner und Mitverantwortlicher der Industry Line Energy/Utilities.

Industry Line Energy/Utilities

goetzpartners begleitet Unternehmen bei ihrem Wandel hin zu erneuerbaren Energien, der Steigerung ihrer Effizienz z. B. durch die Kombination von Wärme und Elektrizität, bei ihren Dezentralisierungsstrategien und auf ihrem Weg hin zur klimaneutralen Nutzung fossiler Brennstoffe.

Im Mittelpunkt steht dabei ein integrierter Ansatz, der strategische, operative und transaktionsbezogene Fragestellungen verbindet. Mit seinem tiefen Verständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge gibt goetzpartners Energieerzeugern, Stadtwerken, Investoren und Anlagenherstellern neue Impulse.

Service Line Business Transformation

Die Service Line Business Transformation begleitet ihre Klienten bei der ganzheitlichen Transformation ihrer Unternehmen oder von Unternehmensteilen. Gemeinsam mit dem Management werden strategische, organisatorische und kulturelle Eckpfeiler entwickelt und unter enger Einbindung der Mitarbeiter umgesetzt. Zielsetzung der Transformationsprojekte ist nicht nur eine einmalige Neuausrichtung, sondern die Schaffung von Strukturen und einer Kultur, die eine kontinuierliche Veränderung fördert. Hierbei greift goetzpartners auf ein umfangreiches Toolset zurück, das einen reibungslosen Transformationsprozess sicherstellt.

goetzpartners

goetzpartners ist ein führendes unabhängiges europäisches Beratungsunternehmen, das M&ABeratung (Mergers & Acquisitions) und Management Consulting unter einem Dach kombiniert. Mit diesem einzigartigen Angebot berät goetzpartners Unternehmen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette und schafft für sie nachhaltige Werte. Die Gruppe ist mit Büros in München, Düsseldorf, Frankfurt, London, Madrid, Moskau, Paris, Prag, Shanghai und Zürich sowie internationalen Kooperationen vertreten. goetzpartners Management Consultants berät schwerpunktmäßig in den Bereichen Strategie, Operational Excellence und Business Transformation. Fokus von goetzpartners Corporate Finance ist die Beratung bei Unternehmenskäufen, -verkäufen und Fusionen.

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