EHLEBRACHT-Konzern: Plus bei Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten 2008

(PresseBox) ( Enger, )
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- Umsatzsteigerung von 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Konzernumsatz wächst auf 48,0 Millionen Euro (Vorjahr: 43,0 Millionen Euro)
- Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro) mehr als verdoppelt
- Konzern bestätigt trotz rückläufiger Konjunktur Umsatz- und Ergebnisziele für 2008

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Mehrere Faktoren haben zum Abschwung der Weltwirtschaft im Laufe des Jahres beigetragen: der weltweite rohstoffbedingte Inflationsschub, die von den USA ausgehenden Probleme auf den Immobilienmärkten sowie die globale Finanzmarktkrise. Deren dramatische Zuspitzung in jüngster Zeit trübte den konjunkturellen Ausblick zusätzlich. Zum Ende der ersten neun Monate 2008 mehrten sich die Anzeichen für eine Ausdehnung der Finanzmarktturbulenzen auf die Realwirtschaft und die Konjunktur. Deutschland droht im kommenden Jahr zumindest eine Stagnation der Wirtschaft. In ihrem Herbstgutachten sehen die acht führenden Forschungsinstitute die deutsche Volkswirtschaft 2009 in einem Basisszenario bei einem Plus der Wirtschaftsleistung von 0,2 Prozent. Im Risikoszenario ist von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent auszugehen.

Geschäftsentwicklung Januar bis September 2008

Der EHLEBRACHT-Konzern bestätigte nach den ersten neun Monaten 2008 seine positive Geschäftsentwicklung mit deutlichen Steigerungen sowohl der Umsatzerlöse als auch des Ertrags. Die im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse sowie den Börsen in Berlin und Düsseldorf notierte EHLEBRACHT AG verzeichnete mit ihren in der Kunststoffund Möbelfunktions-Technik tätigen Gesellschaften zum 30. September 2008 ein zweistelliges Umsatzwachstum und mehr als eine Verdoppelung des Ergebnisses vor Steuern.

Von Januar bis September erzielte die Unternehmensgruppe Umsatzerlöse in Höhe von 48,0 Millionen Euro (Vorjahr: 43,0 Millionen Euro). Das ist ein Plus von 5,0 Millionen Euro oder 11,6 Prozent. Trotz der sich immer weiter eintrübenden Konjunkturaussichten und den immer neuen Negativschlagzeilen im Zuge der weltweiten Finanzkrise hielt das Geschäft des EHLEBRACHT-Konzerns robust seinen Wachstumskurs. Im letzten Monat der Berichtsperiode baute der Konzern sein Umsatzvolumen von 4,5 Millionen Euro im Vorjahr um 1,0 Million Euro auf 5,5 Millionen Euro aus.

Wesentlicher Grund für die insgesamt gute Entwicklung sind die Zuwachsraten im Geschäft mit inländischen Kunden. Die Inlandsumsätze legten auf 30,8 Millionen Euro (Vorjahr: 25,3 Millionen Euro) zu. Das entspricht einer Steigerung um 5,5 Millionen Euro oder 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Exportumsätze erreichten das Vorjahresniveau nicht. Sie lagen mit 17,2 Millionen Euro um 0,5 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 17,7 Millionen Euro.

Wachstumstreiber im EHLEBRACHT-Konzern war die Kunststoff-Technik. Der Geschäftsbereich baute sein Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Millionen Euro auf 27,1 Millionen Euro aus. Das ist ein Wachstum von 24,3 Prozent. Die EHLEBRACHTKunststoff- Technik hat ihr Geschäft im Inland um 4,7 Millionen Euro auf 17,6 Millionen Euro und im Ausland um 0,6 Millionen Euro auf 9,5 Millionen Euro ausgebaut. Alle Unternehmen der Kunststoff-Technik haben zu diesem Aufbau beigetragen. Den größten Anteil steuerte Ehlebracht Berlin mit einem Umsatzplus von rund drei Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr bei.

Die Möbelfunktions-Technik erreichte nach neun Monaten 2008 nahezu das Geschäftsvolumen der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Umsätze lagen mit 20,7 Millionen Euro (Vorjahr: 20,9 Millionen Euro) knapp unter dem Vorjahreswert. Im Inland erwirtschaftete die Möbelfunktions-Technik Umsätze von 12,9 Millionen Euro (Vorjahr: 12,1 Millionen Euro) und im Exportgeschäft von 7,8 Millionen Euro (Vorjahr: 8,8 Millionen Euro).

Die Möbelfunktions-Technik bekam die negativen Einflüsse aus der Immobilien- und Finanzkrise deutlich zu spüren. Geringere Nachfrage der Verbraucher nach Küchen- und Badmöbeln führte zu rückläufigen Erlösen im umsatzstärksten Geschäftsfeld "Lichtsysteme Möbel". Nach aktueller Einschätzung ist mit einer kurzfristigen Belebung dieses Geschäfts aufgrund der immer noch schwachen Nachfrage der Verbraucher nach Möbeln nicht zu rechnen. Positiv entwickelte sich 2008 das Geschäft mit Industriekunden. Ebenso zeigte die Entwicklungs- und Vertriebsinitiative im Geschäftsfeld "Licht und Objekt" Erfolg. Durch den Aufbau von Neukunden entwickelte sich das Geschäftsfeld umsatzmäßig noch unterrepräsentierte Geschäftsfeld mit den höchsten Wachstumsraten.

Ergebnissituation

Der EHLEBRACHT-Konzern hat seine Ergebnisse kontinuierlich verbessert. Nach den ersten drei Quartalen im Geschäftsjahr 2008 liegt die Unternehmensgruppe mit den erzielten Ergebnissen im Plankorridor und über dem Vorjahr. Positiv wirkte sich das gestiegene Geschäftsvolumen aus. Es führte zu höheren Roherträgen sowohl aus Menge als auch beim Wert. Ferner realisierten sich positive Effekte aus der 2007 abgeschlossenen finanzwirtschaftlichen Restrukturierung. Durch die Entschuldung des Konzerns haben sich die Belastungen aus dem Zinsergebnis auf 0,7 Millionen Euro gegenüber 1,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum halbiert.

Das EBT (Ergebnis vor Steuern) der ersten neun Monate 2008 hat der Konzern gegenüber der Referenzperiode 2007 mehr als verdoppelt. Es liegt mit 2,5 Millionen Euro um 1,4 Millionen Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres von 1,1 Millionen Euro. Der Konzern bestätigt auf dieser Ergebnisstufe seine für 2008 angestrebte EBT-Marge von rund 5 Prozent.

Nach Steuern erwirtschaftete die Unternehmensgruppe ein Neunmonatsergebnis von 1,9 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr mit 0,7 Millionen Euro repräsentiert dieses Wachstum um 1,2 Millionen Euro ebenfalls mehr als eine Verdoppelung.

Vermögenslage/Finanzierung

Per 30. Juni 2008 betrug die Eigenkapitalausstattung des EHLEBRACHT-Konzerns 30,7 Millionen Euro. Das entsprach einer Eigenkapitalquote von 61,3 Prozent. Die Nettoverschuldung des Konzerns gegenüber Banken war mit 8,2 Millionen Euro (16,4 Prozent der Bilanzsumme 30.06.2008) vergleichsweise gering. Wesentliche Veränderungen haben sich in diesen Positionen zum 30. September 2008 nicht ergeben.

Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist aufgrund der bestehenden Verträge solide und als gesichert einzustufen.

Risiken der künftigen Entwicklung

Gegenüber dem Risikobericht im Geschäftsbericht 2007 sind im Geschäftsjahr 2008 bisher keine erheblichen Änderungen eingetreten, die inhaltlich über die aufgezeigten Risiken hinausgehen und über die hier zu berichten wäre. Allerdings hat die Finanzkrise in den letzten Wochen über eine größere Verunsicherung hinaus zu einer deutlich schlechteren Einschätzung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geführt. Eine Rezession ist nicht mehr vollkommen auszuschließen. Eine Eintrübung der Konjunktur erhöht die Risiken der künftigen Entwicklung von Unternehmen, auch des EHLEBRACHT-Konzerns. Ein wirtschaftlicher Abschwung könnte Wachstum und Ergebnis der Unternehmensgruppe belasten.

Wichtige Ereignisse nach Quartalsende

Darüber hinaus sind im Zeitraum zwischen dem Ende der Berichtsperiode und Erstellung der zweiten Zwischenmitteilung 2008 keine den EHLEBRACHT-Konzern betreffenden nennenswerten Ereignisse aufgetreten.

Entwicklung Aktienkurs

Der Aktienkurs der Stämme zeigte im Geschäftsjahr 2008 eine nicht zufrieden stellende Entwicklung. Die Kursrutsche an den globalen Börsenmärkten infolge der Krise der Finanzmärkte belastete die Entwicklung der EHLEBRACHT-Stammaktie erheblich. Der Kurs fiel im laufenden Jahr unter den rechnerischen Nominalwert einer Aktie von 1,50 Euro. Das Wertpapier konnte das Kursniveau von mehr als zwei Euro zu Jahresbeginn nicht halten. Zwischenzeitlich notierte die EHLEBRACHT-Stammaktie bei nur rund einem Euro. Der Kurs am 30. September 2008 notierte bei 1,20 Euro.

Ausblick

Der EHLEBRACHT-Konzern hat die Weichen klar auf organisches Wachstum und Ergebnisverbesserung gestellt. Hierfür hat die Unternehmensgruppe gezielt in den Ausbau der Produktionsstandorte investiert. Alle Werke in Deutschland, der Slowakei und China werden davon profitieren. Einschließlich geleaster Maschinen wird der Wert der 2008 zugegangenen neuen Maschinen, Anlagen und Einrichtungen ein Volumen von rund 5 Millionen Euro erreichen. Zur Ausweitung der Fertigungskapazitäten ist Elektra VEM China bereits gegen Jahresmitte 2008 in größere Räumlichkeiten mit neuen Spritzgießanlagen umgezogen. Für Ehlebracht Slowakei steht der Umzug in neue Räumlichkeiten gegen Jahresende 2008 an. An den deutschen Standorten hat der Konzern gezielt in Ersatz- und Erweiterungsmaßnahmen zur Rationalisierung investiert. Mit Abschluss dieser investiven Phase 2008 hat die EHLEBRACHT-Gruppe die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung geschaffen.

Unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten und der aktuellen Auftragslage hält der EHLEBRACHT-Konzern an seiner Prognose für 2008 mit einem Konzernumsatz von rund 60 Millionen Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro fest.

In Anbetracht der Turbulenzen auf den globalen Finanzmärkten, der allseits großen Verunsicherung, die bereits heute zur Kaufzurückhaltung der Verbraucher geführt hat, bis hin zu den rezessiven Wirtschaftsprognosen hat sich die Einschätzung des Geschäftsverlaufs 2009 für den EHLEBRACHT-Konzern erschwert. Sofern keine außergewöhnlichen belastenden Veränderungen eintreten sollten, ist das Erreichen des für 2009 festgesetzten Umsatzziels von 60 bis 65 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern von rund 3 Millionen Euro weiterhin realistisch.

Sonstige Angaben

Die in der vorstehenden Zwischenmitteilung getroffenen Angaben und Aussagen zu zukunftsgerichteten Entwicklungen und Ergebnissen des EHLEBRACHT-Konzerns beruhen auf Annahmen, Erfahrungswerten und auch Einschätzungen des Vorstands der EHLEBRACHT AG. Für ihren Eintritt kann nicht garantiert werden. Letztlich bergen diese Annahmen auch Risiken und Unsicherheiten, die zu einer deutlichen Abweichung der tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Resultaten führen können.
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