BioInstrumente in Thüringen: erfolgreicher Bereich der Biotechnologie mit langjähriger Tradition

(PresseBox) ( Jena, )
Die Meldung der Mitteldeutschen Zeitung und des MDR Radio beleuchteten heute einen Teil der mitteldeutschen Biotechnologie, nämlich die Pflanzenbiotechnologie in Sachsen-Anhalt.

Die unvollständig wiedergegebenen Äußerungen des neuen Wirtschaftsministers in Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, werden in der MZ missverständlich dargestellt und erwecken so den Eindruck, dass die Biotechnologie in Sachsen-Anhalt insgesamt in Frage gestellt werden könnte. Auch wenn die Akzeptanz der Forschung an gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln für den Menschen, in Deutschland bekannt als „grüne Biotechnologie“, derzeit gering ist, so betrifft die biotechnologische Forschung insgesamt deutlich mehr Bereiche der Wissenschaft und Wirtschaft.

Die moderne Biotechnologie nutzt biologische Strukturen und Verfahren für technologische Anwendungen. Sie wird daher heute in der „roten Biotechnologie“, also für die Medizin und die Pharmazeutische Industrie, zur Herstellung von Wirkstoffen und bei der Suche nach den genetischen Ursachen für Krankheiten eingesetzt. Sie schafft damit die Grundlagen für eine personenbezogene Diagnose und Behandlung. Sie hilft, Nebenwirkungen aufgrund überhöhter Dosierung oder unwirksamer Drogen zu vermeiden. Die sog. „weiße“ Biotechnologie stellt der chemischen Industrie biologische Enzyme, Katalysatoren, zur Verfügung, um ansonsten hochenergetische Reaktionen bei niedrigen Temperaturen zu ermöglichen und Endprodukte mit einer hohen Reinheit herzustellen. Sie hilft so Ressourcen zu schonen und Abfälle zu minimieren. Zu diesem Bereich der Biotechnologie gehört weiterhin die Nutzung von Enzymen und Bakterien zur Revitalisierung verseuchter Böden und Gewässer. Diese bisher sog. „graue“ Biotechnologie hat gerade in Mitteldeutschland, z.B. in der Region Bitterfeld, eine massive Beschleunigung der Beseitigung von Industrieschäden ermöglicht.

In Thüringen fokussieren die Biotechnologen seit 1995 auf den Bereich BioInstrumente, basierend auf den über 150 Jahren gewachsenen Traditionen in der optischen Industrie und Glasherstellung. Die Firmen Carl Zeiss AG und Schott Jenaer Glas GmbH, zwei prominente Mitglieder des BioInstrumente Jena e.V., bedienen heute Schlüsseltechnologien in dem Wachstumsmarkt der photonischen Technologien (Volumen >125 Mrd. €).

Beide Firmen haben sich in den letzten Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt. So stellt die Carl Zeiss MicroImaging GmbH heute z.B. hoch-technologische Mikroskope für Mediziner, Biologen, Pharmazeuten und Landwirte her. Die Carl Zeiss Meditec AG versorgt den Markt der Augenhelikunde, Schott Nexterion GmbH, eine Tochter der Schott AG, stellt spezielle Objektträger für die Biotechnologen her. Diese Beispiele, wie auch die der jüngeren BioInstrumente-Unternehmen in Jena, z.B. die CyBio AG oder die Clondiag Chip Technologies GmbH, also Start-ups der Jenaer Forschungseinrichtungen, belegen, dass die Investitionen der letzten Jahre schon heute Früchte, in Form einer konkurrenzfähigen Wirtschaft und sicheren Arbeitsplätzen, tragen.
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