Tracking: EU-Datenschützer erläutern Cookie-Erlaubnis

(PresseBox) (Eppishausen, ) Nur mit Erlaubnis: Surfer sollen künftig über den Einsatz von Cookies informiert werden. Erfassen Unternehmen mit diesen Dateien außerdem Surf-Verhalten, sollen die Nutzer dem zumindest einmal ausdrücklich zustimmen - über eine vorgeschaltete Seite oder ein Pop-up.

Cookies, die kleinen Datenpakete, die besuchte Webseiten auf dem eigenen Rechner ablegen, können eine feine Sache sein. Sie machen das Surfen im Netz komfortabler und oft auch schneller. Kein Online-Shop würde ohne sie reibungslos funktionieren. Aber Cookies können auch missbraucht werden. Mit ihrer Hilfe lassen sich die Surfgewohnheiten ausforschen. Diesen unschönen Seiten der Datenkekse will die EU mit strengen Regeln beikommen. Sie bestimmen, wann überhaupt ein Cookie gesetzt werden darf.

Prinzipiell ist jedesmal die Zustimmung des betroffenen Users erforderlich, bevor ein Cookie gespeichert werden darf. Diese Opt-in-Pflicht entfällt allerdings, wenn wesentliche Service-Funktionen ermöglicht werden sollen. Wie die "Artikel 29"-Gruppe der europäischen Datenschutzbeauftragten ausführt, ist ein Hinweis und eine einmalige Einwilligung aber unbedingt notwendig. Danach dürfte etwa ein Werbenetzwerk ohne nochmalige Nachfrage Cookies setzen.

Das umfasst auch die Auswertung von individuellen Daten. Die sei erlaubt, wenn der betreffende Web-Auftritt selbst nur zu Beginn dem eigentlichen Inhalt eine Info-Seite vorschalte. Besser sei laut der Gruppe, so berichtet Heise.de, eine Standard-Voreinstellung, die die Weiterleitung persönlicher Daten erst nach einer manuellen Freigabe zulässt. Ein Verfahren, das inzwischen bei sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Google+ zur Anwendung komme, die ja zugleich auch immer immense Datenspeicher sind. Besonders sympathisch ist der "Artikel 29"-Gruppe das "Do not track"-Verfahren, bei dem Webseiten freiwillig anbieten, keine personenbezogenen Daten zu sammeln.

Die Datenschutzbeauftragten der Gruppe erläutern in dem Dokument, was eine Richtlinie, die die EU bereits verabschiedet hat, genau bedeuten soll. Umgesetzt ist die Richtlinie in vielen EU-Ländern noch gar nicht - auch in Deutschland nicht.

Dass Reklamefirmen sich hier viel lieber ein Opt-out-Verfahren wünschen, liegt auf der Hand. Sie könnten bis zum Widerspruch des Betroffenen erst einmal fleißig Informationen sammeln und auswerten. Ein entsprechender, von den Interessenverbänden der Reklameindustrie vorgebrachter Vorschlag sei jedoch von der Gruppe als nicht rechtmäßig eingeschätzt worden.

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