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„Ein MBA ist ein Signal“

(PresseBox) (Potsdam, )
Für den Naturwissenschaftler Dr. Hauke Wulf waren es besonders die Begegnungen und Kontakte, die den Wert seines MBA-Studiums ausgemacht haben. Was er darüber hinaus aus dem berufsbegleitenden Studium an der Universität Potsdam mitgenommen hat, berichtet er im Interview.

Welche Beweggründe haben dazu geführt, dass Sie sich für ein MBA-Studium entschieden haben?

H.W.: Ich hatte schon immer ein großes Interesse an betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, aber irgendwann muss man sich ja für ein Studium entscheiden, und dann ging es für mich erstmal Richtung Naturwissenschaften, was ich auch immer noch sehr spannend finde. Nun wollte ich das nachholen, und mich ökonomisch weiterbilden; auch um zu verstehen was es bedeutet, eine Firma aufzubauen und am Laufen zu halten. Das sind Dinge, die man im naturwissenschaftlichen Studium nicht vermittelt bekommt. Mir war bei der Suche nach dem passenden Studiengang die universitäre Einbettung wichtig, und dass es sich um ein Präsenz-Studium handelt. Außerdem spielte natürlich auch der Standort-Faktor eine Rolle: Ich wohne in Potsdam. Die spezielle MBA-Vertiefungsrichtung Biotechnologie & Medizintechnik passt darüber hinaus ideal zu meinem Profil.

Wie haben Sie Ihr Studium erlebt? Was war schwierig und was ist in guter Erinnerung geblieben?

H.W.: Was die menschliche Komponente betrifft, so habe ich viele neue Kontakte machen, und sogar Freundschaften schließen können, die teils bis heute andauern. Der Besuch der Lehrveranstaltungen und Kurse war für mich wie ein Herausbrechen aus dem beruflichen Alltag; das halte ich im Rückblick auch für unschätzbar wertvoll. Man fühlt sich als Studierender gleich etwas jünger und lernt extrem spannende Leute kennen. Aber natürlich muss ich hier auch erwähnen, dass es die ein oder andere Nachtschicht gab, oder dass manchmal ganze Wochenenden draufgingen, um Seminararbeiten zu schreiben. Das muss man vorher eben auch wissen. Highlights waren einzelne Seminare, besonders dann, wenn die Dozierenden- oft Praktiker- herausragend und eindrücklich Inhalte vermitteln konnten.

Wie lässt sich ein berufsbegleitendes Studium Ihrer Meinung nach mit dem Alltag vereinbaren? Haben Sie diesbezüglich Ratschläge?

H.W.: Man muss schon ein wirklich gutes Zeitmanagement betreiben, und eine Familie haben, die einem den Rücken freihält. Man muss sich Zeiträume schaffen können. Ich bin zum Beispiel eher der Typ „Nachteule“, der abends aktiv wird. Mit seinem Arbeitgeber sollte man im Vorfeld klären, wie die Freitage mit Lehrveranstaltungen bestmöglich organisiert werden können.

Welchen Mehrwert hat der MBA-Abschluss für Ihre Zukunft?

H.W.: Es ist ein klares Upgrade vom Wissen her. Für mich als Naturwissenschaftler war fast alles ein Zugewinn. Die Menschen, denen man im Rahmen des Studiums begegnet ist, waren eine große Bereicherung für mich selbst. Der Drive und die Energie, die manche hatten, waren faszinierend und motivierend. Es haben sich neue und andere Perspektiven auf mein Berufsleben eröffnet: Nach einer langen Zeit im Labor ist so ein Studium natürlich absolut erfrischend, wertvoll und gleichzeitig auch richtungsgebend. Seit dem Abschluss habe ich einen Jobwechsel gehabt. Ich kann nicht sagen, ob der MBA-Abschluss da ausschlaggebend war, aber es war sicherlich ein Faktor. Ein MBA ist ein Signal, hinter dem Lernfähigkeit, Leistungsvermögen, Durchhaltewille und vieles mehr stehen…

Wie zufrieden sind Sie rückblickend mit dem Verlauf Ihres MBA-Studiums?

H.W.: Sehr zufrieden. Der MBA lebt besonders vom Erfahrungsschatz der Dozierenden. Davon konnte ich ausreichend profitieren. Mir fiel es allerdings etwas schwer, ein Thema für meine abschließende Masterarbeit zu finden. Daher hätte ich mir rückblickend noch mehr Anregung und Unterstützung gewünscht, um diese große Hürde leichter nehmen zu können. Ich konnte vergleichsweise besser für Klausuren lernen. Der größte Brocken war tatsächlich die Masterarbeit.

Wem würden Sie ein MBA-Studium empfehlen?

H.W.: Jedem, der sich wirtschaftlich weiterbilden möchte, und der das Gefühl hat, dass er auf diesem Gebiet noch Nachholbedarf hat. Man erhält einen guten Rundumblick. Ich wollte zum Beispiel wissen: Was macht eigentlich jemand im Controlling? Man muss auf jeden Fall sehr offen und neugierig sein. Und wenn man dann noch Lust hat, sich da durchzubeißen, dann ist ein MBA das Richtige. Auch wenn man sich selbstständig machen oder gründen möchte, ist dieses Studium sehr zu empfehlen. Man springt in eine Unternehmersicht rein, erschließt sich neue Themenfelder. Man bekommt viele hilfreiche Impulse, und ist gut gewappnet, um weitere Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen.

Vielen Dank für das Gespräch!
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