Wovon die Entscheidung für die Solaranlage abhängt:
Startkapital: Steckersolargeräte ermöglichen mit 400 bis 1.000 Euro einen sehr günstigen Einstieg. Dachanlagen inklusive Speicher erfordern hingegen 10.000 bis 25.000 Euro an Kapital.
Ertragsmenge: Mini-Systeme fangen vor allem die Dauerlast des Haushalts ab. Komplettanlagen können einen großen Teil des Jahresbedarfs decken und speisen Überschüsse gegen Vergütung ins Netz.
Umsetzung: Balkonkraftwerke lassen sich unkompliziert selbst anschließen. Für große Dachanlagen braucht es Fachbetriebe und eine formelle Netzanmeldung.
Förderung: Es gibt für beide Varianten eine Photovoltaik-Förderung in unterschiedlicher Höhe und Verfügbarkeit.
Balkonkraftwerk: Die Lösung für kleine Flächen und überschaubares Budget
Steckersolargeräte bestehen aus ein bis vier Modulen und speisen die erzeugte Energie direkt über eine Steckdose in den eigenen Stromkreis ein. Bei Anschaffungskosten von wenigen hundert Euro amortisiert sich das Balkonkraftwerk nach drei bis sechs Jahren. Laufen in deinen Räumen tagsüber durchgehend Stromabnehmer wie Kühlschrank, Internet-Router oder Homeoffice-Equipment, deckt das Mini-Kraftwerk diesen Sockelbedarf direkt ab. Bezahlst du für Netzstrom etwa 35 Cent pro Kilowattstunde, sparst du pro Jahr rund 100 bis 200 Euro ein.
Tipp: Für dein E-Auto oder eine Wärmepumpe ist der relativ geringe Stromertrag eines Balkonkraftwerks allerdings weniger relevant. Es unterstützt dabei, den Grundbedarf an Strom zu decken.
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Dachanlage: Mehr Strom gewinnen, unabhängiger verbrauchen
Eine große Photovoltaik-Anlage nutzt das volle Potenzial freier Dachflächen aus. Mit 5 bis 15 Kilowatt-Peak (kWp) Leistung gewinnst du aufs Jahr gesehen einen großen Anteil des Stroms für Haushalt, Wärmepumpe und Elektroauto. Pro kWp gewinnst du im Schnitt 1.000 Kilowattstunden (kWh) im Jahr. Nutzt du eine Solaranlage mit Speicher, kannst du im Sommer bis zu 80 Prozent deines Eigenbedarfs decken. Die höhere Investition zahlt sich über die lange Lebensdauer der Module durch die Ersparnis beim teuren Netzstrom aus. Mit einer Anlage mit 10 kWp Leistung und Speicher machst du nach 20 Jahren etwa 17.000 Euro Gewinn.
=> Unser Tipp: Wenn du mehr willst als ein Balkonkraftwerk, dein Budget aber derzeit bei 10.000 Euro endet, planen unsere Partnerbetriebe dir eine passende Dachanlage. Brauchst du später mehr eigenen Strom, kannst du die Anlage um weitere Module aufstocken.
Direktes Szenario: Welche Lösung passt zu deinem Alltag?
Welches Konzept unterm Strich die beste Bilanz aufweist, hängt stark von deiner Wohnsituation ab:
Fokus auf schnelle Amortisation oder kein Platz: Sind Fläche und Budget klein, ist ein Balkonkraftwerk optimal. Es eignet sich auch für Mieter oder Wohnungseigentümer.
Fokus auf Gesamtersparnis im Einfamilienhaus: Möchtest du tausende Euro an Stromkosten einsparen, spielt die große Dachanlage ihre Stärken voll aus.
In unserem Ratgebertext auf TapTapHome.com stellen wir beide Wege für dein Gebäude sachlich gegenüber:
=> Balkonkraftwerk oder PV-Anlage: dein Ratgeber
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