Ausklink-Pin greifen und einführen, Backe lösen und auswechseln. Auf dieses einfache Handling hat SMW-AUTOBLOK den Backenwechsel mit seinem Kraftspannfutter KNCS-matic-2G reduziert. Dadurch ist nun auch ein Roboter in der Lage, per End-of-Arm-Tooling den Vorgang Backe für Backe vollautomatisch durchzuführen. Die Werkzeugmaschine kann so in Sekundenschnelle mannlos auf das nächste Werkstück eingerichtet werden.
SMW-AUTOBLOK und SMW-electronics unterstützen gemeinsam Maschinenbetreiber darin, den Automationsgrad im Werkstückwechsel weiter zu optimieren und Rüstzeiten einzusparen. Die Spezialisten für Spanntechnik, Digitalisierung und Automation liefern neben dem Spannfutter auch die Peripherie rund um den Backenschnellwechsel.
Sicheres Greifen und Identifizieren der Spannbacken
Mit seiner Produktreihe MOTIACT steuert SMW die mechatronischen Greifsysteme für das Roboter-Handling bei. Sie verfügen über ein integriertes Wegmesssystem. Durch dieses können Position und Greifkraft stufenlos auf das Werkstück eingestellt werden. Anwender sind damit in der Lage, die Greifer für eine vollautomatische Fertigung vorzupositionieren.
Auf Wunsch stattet SMW die Spannbacken mit RFID-Tags aus. Anwender können diese mit Parametern beschreiben, zum Beispiel mit Vorgaben zum Einsatzbereich oder der Wechselzyklen. Vor dem Wechsel lässt der Roboter den RFID-Tag über eine Schreib-/Lesestation auslesen und identifiziert die entsprechende Backe genau. Das erhöht die Sicherheit und gibt unter anderem Auskunft über Einsatz und Standzeiten der Backen.
Digitaler Werkstückanschlag und induktives Koppelsystem
Der digitale Werkstückanschlag e-sensing ergänzt das Spannfutter um eine sensorische Kontrolleinheit. Sie stellt die Prozesssicherheit in der vollautomatischen, mannlosen Fertigung sicher. Sensoren ermitteln, ob ein Werkstück vorhanden und korrekt im Futter eingespannt ist. Erst bei korrekter Anlage und Position des Werkstücks startet der Bearbeitungsvorgang. Fehlerhaftes Zerspanen und Schleifen werden dadurch vermieden.
Die Energie- und Signalübertragung der Sensorik erfolgt dabei über die Drehzuführung. Mit der HRU 1 hat SMW für diese ein hybrides Konzept entwickelt. HRU steht für Hybrid Rotary Unit. Sie stellt nicht nur die Versorgung mit den klassischen Medien Luft, Öl oder Kühlmittel sicher. Zugleich beinhaltet sie ein induktives Koppelsystem, das über einen Luftspalt Energie und Signale verschleißfrei übermittelt. Zusammen mit e-sensing wird die automatische Werkstückbearbeitung auch mit konventionellen Spannfuttern möglich.
SMW präsentiert sich mit diesem Portfolio als Systempartner, der die Automation des Backenschnellwechsel über das Spannfutter hinausdenkt. Anwender unterstützt SMW so auf ihrer Entwicklung weiter in Richtung digitale Fabrik.