Da KI zunehmend von der Assistenz in die laufende Lagerverwaltung vordringt, benötigen Unternehmen einen klaren Ansatz, um festzulegen, welche Berechtigung KI-Agenten in welchem Kontext erhalten sollen. Ohne eindeutige Kriterien kann die Einführung ins Stocken geraten oder zusätzliche Risiken für die operativen Teams mit sich bringen. Das Ziel besteht darin, Agenten genau die Befugnis zu geben, die zur jeweiligen Aufgabe passt. Dass ein Agent handeln kann, bedeutet noch nicht, dass er es auch darf.
Das „LEA AI Agent Authority Model“ begegnet dieser Herausforderung, indem es zwei Dimensionen verbindet: die KI-Reife des Unternehmens und die kontextabhängige Befugnis der Agenten. Es kombiniert vier Reifegrade – vom frühen Einstieg bis zur ausgereiften Nutzung – mit fünf Freigabestufen: „Inform“, „Recommend“, „Act“, „Coordinate“ und „Governed Autonomy“. Das Framework hilft Unternehmen zu erkennen, wo KI bereits heute einen Mehrwert schafft, und auf Basis von Kontext, Anwendungsfall und Risiko festzulegen, welche Aufgaben Agenten übernehmen sollen und unter welchen Leitplanken dies geschieht. Mit wachsender operativer Erfahrung und zunehmendem Vertrauen kann die Befugnis anschließend schrittweise erweitert werden.
Zur praktischen Umsetzung des Frameworks bietet „LEA Dynamic Intelligence“ vorgefertigte Agenten sowie einen „Agent Builder“, mit dem sich Agenten passgenau für die Anforderungen der Kunden entwickeln und produktiv einsetzen lassen. So verbindet die Lösung die Leitlinien des Modells zu Reifegrad und Befugnis mit konkreten Anwendungen im Lagerbetrieb.
Ab dem 5. Oktober 2026 stehen fünf einsatzbereite Agenten zur Verfügung, die wiederkehrende Aufgaben im Lager abdecken – ganz ohne individuelle Entwicklung. Jeder Agent verfügt über einen eigenen Datenvertrag und Integrationsansatz und arbeitet mit einem Maß an delegierter Befugnis und menschlicher Kontrolle, das zu seiner Aufgabe und seinem operativen Umfeld passt:
- Der „Out of Stock Agent“ ermittelt die Ursachen für die Nichtverfügbarkeit von Beständen und unterscheidet tatsächliche Engpässe von vorübergehenden Problemen. Dadurch lassen sich Verzögerungen und manuelle Prüfungen reduzieren.
- Der „Labor Distribution Agent“ unterstützt die Auslastungssteuerung in Echtzeit. Er identifiziert Engpässe, schätzt den Aufwand zur Einhaltung von Cut-off-Zeiten ab und gibt Empfehlungen für die Umverteilung von Personal.
- Der „ABC Rebalancer Agent“ berechnet die ABC-Klassifizierung auf Basis von Bewegungsdaten neu und erstellt einen Umklassifizierungsbericht. Nach Freigabe schreibt er die aktualisierten Klassen in den Artikelstamm des Warehouse-Management-Systems (WMS) zurück.
- Der „Dock Scheduling Agent“ ermöglicht es Disponenten und Transportunternehmen, Zeitfenster für Verladetore über eine Konversation in natürlicher Sprache zu suchen und zu buchen. Der geführte Dialog berücksichtigt dabei die geltenden Planungsregeln.
- Der „Lost & Found Agent“ wird aktiv, sobald sich eine Aufgabe verzögert. Er kann die Umgebung per Kameraeingabe beurteilen, Ursachen für Verzögerungen identifizieren und Störungen erkennen, beispielsweise wenn ein Artikel den Weg eines autonomen mobilen Roboters (AMR) blockiert.
Mit dem „LEA AI Agent Authority Model“ und „LEA Dynamic Intelligence“ eröffnet Logistics Reply seinen Kunden einen praxisnahen Weg zu agentenbasierter KI in der Lagerverwaltung. Weitere Informationen: www.reply.com/logistics-reply/de
Logistics Reply
Logistics Reply bietet innovative Softwarelösungen für die effiziente und vernetzte digitale Supply Chain, in der verschiedene Partner, Systeme, Mensch und Maschine nahtlos zusammenarbeiten und dabei die neuesten technologischen Konzepte wie KI, Robotik, Wearables und IoT nutzen. Logistics Reply begleitet seine Kunden bei ihrer Transformation und bringt über 20 Jahre Erfahrung und fundiertes Wissen zu Technologien und Supply-Chain-Prozessen ein, um Time-to-Value zu beschleunigen und Qualität nachhaltig zu sichern. www.reply.com/logistics-reply/de