Der Oracle-Support ist optional, die Lizenz bleibt bestehen. Ein Supportvertrag läuft über eine feste Supportperiode und endet mit ihrem Ablauf. In vielen Fällen ist deshalb gar keine Kündigung nötig, der Support läuft schlicht aus. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Ob das so funktioniert, steht im Vertrag. ProLicense, die unabhängige Lizenzberatung, erklärt, worauf es vor dem Ausstieg ankommt.
Auto Renew: es kommt auf den Vertrag an
Entscheidend ist, ob im Vertrag eine automatische Verlängerung vereinbart ist. Ist Auto Renew aktiv, verlängert sich die Supportperiode von selbst, samt der üblichen jährlichen Preissteigerung, und der Ausstieg ist nur innerhalb eines engen Zeitfensters vor dem Beginn der neuen Periode möglich. Manche Verträge enthalten zusätzlich eine ausdrückliche Mitteilungsfrist. Ist beides nicht vereinbart, endet der Support mit dem Ablauf der Periode, ohne dass etwas zu tun wäre. Beide Fälle kommen vor, und genau deshalb muss der Vertrag geprüft werden, bevor Fristen verstreichen. Oracle wird sich ohnehin frühzeitig melden und den Support verlängern wollen, meist Monate vor dem Ablauf.
„Pauschal gilt weder das eine noch das andere. In manchen Verträgen läuft der Support einfach aus, in anderen verlängert er sich automatisch, und dann ist das Zeitfenster für den Ausstieg schmal. Wer erst kurz vor Ablauf hinschaut, zahlt ein weiteres Jahr. Deshalb prüfen wir den Vertrag rechtzeitig“, sagt Sören Reimers, Rechtsanwalt und Geschäftsführer der ProLicense.
Die eigentliche Falle: Matching Service Levels
Selbst wenn ein Supportvertrag ohne automatische Verlängerung ausläuft, ist die Sache nicht erledigt. Oracle wird genau hinschauen, denn es gibt die Regelung der Matching Service Levels. Sie verlangt, dass innerhalb eines Lizenzsets alle Lizenzen auf demselben Supportniveau bleiben. Läuft der Support also für einen Teil der Datenbank-Lizenzen aus, während er für andere weiterläuft, wird Oracle wissen wollen, wie der Kunde diese Umgebung tatsächlich betreibt. Ist das noch vertragskonform, oder liegt eine Verletzung der Regel vor? Oracle wird daraus in der Regel ein Thema machen, im schlimmsten Fall folgt ein Audit.
Die Frage danach: wie geht es weiter?
Wer aus dem Oracle-Support aussteigt, braucht eine Antwort auf die Frage, wer ab dem ersten Tag danach unterstützt. Oracle Drittsupport ist dafür eine sehr gute Lösung. Ein Drittanbieter übernimmt den Support für die eingesetzten Versionen, zu deutlich niedrigeren Kosten, und der Umfang lässt sich an die tatsächliche Nutzung anpassen. Wichtig ist nur, dass der Übergang ohne Lücke gelingt und der Wechsel vertraglich sauber vorbereitet ist.
„Der Ausstieg aus dem Oracle-Support ist kein Verwaltungsakt, sondern ein Projekt. Wir sehen uns den Supportvertrag genau an, klären Fristen, Lizenzsets und Matching Service Levels und führen den Kunden anschließend sauber in den Drittsupport, ohne Lücke und ohne Angriffsfläche für ein Audit“, sagt Markus Oberg von ProLicense.
Ziel bleibt in jedem Fall dasselbe: minimale Kosten bei voller Compliance. Wer seinen Supportvertrag rechtzeitig prüfen lassen will, bevor Fristen laufen oder ein Oracle-Audit droht, erreicht ProLicense unter +49 (0) 40-228 6828-0.