Faktenupdate: 50% weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle während der COVID-19-Pandemie

Dabei wurden doch nur die planbaren Operationen verschoben, oder ?

Analyse Krankenhausstandorte (PresseBox) ( Hannover, )
Um Behandlungskapazitäten für schwer kranke COVID-19-Patienten freizuhalten wurden seit Mitte März alle planbaren Operationen in Krankenhäuser verschoben. Die Belegungszahlen sind seitdem in vielen Kliniken drastisch gesunken. Der Rückgang der Patientenzahlen betrifft dabei aber nicht nur elektive Behandlungen, wie anfangs angenommen. So berichtet die Deutsche Krankenhaus Gesellschaft: „Neben den planbaren Eingriffen sehen die Krankenhäuser vor allen Dingen eine problematische Situation bei Notfällen, da es offensichtlich Patienten gibt, die aus Angst vor Corona sich nicht trauen, ein Krankenhaus zu betreten, um sich dort behandeln zu lassen.“ Und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat darauf hingewiesen, dass die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Patienten mit akuten Herzbeschwerden vielerorts in den letzten Wochen dramatisch zurückgegangen ist.


Die aktuellen Auswertungen der MEDIQON zu den Leistungsverschiebungen seit Beginn der COVID-19-Maßnahmen bestätigen diese Aussagen eindrücklich und datenbasiert. Insgesamt sind die Belegungszahlen in den Krankenhäusern um bis zu 50% und mehr zurückgegangen. Nur etwa ein Drittel davon lässt sich jedoch elektiven Behandlungen zuordnen, die verschoben wurden. Zwei Drittel dieses Rückgangs betrifft akute Erkrankungen. Während sich in diesem Rückgang an akuten Erkrankungen auch viele leichte Erkrankungen finden, ist ebenfalls eine drastische Abnahme an Erkrankungen zu registrieren, die unter normalen Umständen medizinisch eindeutig einer stationären Behandlung bedürften.


Die Analysen der MEDIQON, Know-how- und Technologieführer im Bereich der Visuellen Analytik von Gesundheitsdaten, belegen die Aussagen der Deutschen Kardiologischen und der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft. So wurden seit Mitte März in den ausgewerteten Krankenhäuser 50 % weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle behandelt als im Vergleichszeitraum von 2019.
Experten diskutieren in den Medien derzeit unterschiedliche mögliche Gründe für dieses Phänomen. „Wir sind gerade dabei die Informationen weiter auszuwerten und werden diese in Kürze veröffentlichen“, so die Geschäftsführung der MEDIQON, „so dass eine faktenbasierte Bewertung möglich wird.“


Die Abbildung zeigt beispielhaft einige ausgewählte elektive und akute Erkrankungen und deren Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für die Analyse wurden die Daten von ca. 100 Krankenhausstandorten ausgewertet.
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