Das Wichtigste in Kürze:
- Am 2. und 3. Dezember 2026 findet in München erstmals die Software-in-the-Loop Konferenz statt. Veranstalter ist das Haus der Technik e. V. (HDT).
- Initiiert haben die Konferenz zwei Wettbewerber: Die Anbieter von Entwicklungs- und Testlösungen dSPACE und Vector stellen gemeinsam die Konferenzleitung.
- Software-in-the-Loop beschreibt das frühe Testen von Software in einer virtuellen Umgebung. Das spart Zeit und Kosten.
- Ein Webinar, in dem die Organisatoren über Chancen und Herausforderungen der Technologie sprechen, ist ab sofort online verfügbar.
Früh testen zahlt sich aus: Software-in-the-Loop gewinnt an Bedeutung
Bei Software-in-the-Loop wird Seriensoftware nicht auf echten Steuergeräten getestet, sondern in einer simulierten Umgebung auf normalen PCs oder in der Cloud. Entwicklerinnen und Entwickler erhalten so früh Feedback zu ihren Änderungen, noch bevor Hardware-Prototypen verfügbar sind. Das spart Zeit und Kosten. „Hardwaretests sind der teuerste Weg, Fehler zu finden. In einem unserer jüngsten Projekte haben wir 86 Prozent aller Fehler bereits in frühen Software-in-the-Loop-Tests entdeckt“, sagt Dr. Karsten Krügel, Head of Business Development bei dSPACE.
Mit dem Wandel zu autonomem Fahren und softwaredefinierten Fahrzeugen (SDV) gewinnt die Methode an Bedeutung. „Ab einer gewissen Komplexität führt kein Weg mehr an Software-in-the-Loop vorbei“, betont Dr. Christian Köllner, Vice President SiL und Virtualization Tools bei Vector. „Wer seine Entwicklung auf Tausende Entwicklerinnen und Entwickler skaliert, braucht virtuelle Validierung – sonst bringt er schlicht kein Produkt auf den Markt.“
Vom Pilotprojekt zur Plattform: SiL ist Chefsache und Teamarbeit
Trotzdem kommt SiL in vielen Unternehmen bislang nicht über Pilotprojekte hinaus. Dabei sei die technische Umsetzung längst nicht mehr das Problem, sagt Karsten Krügel: „Die wichtigste Frage lautet heute: Wie verankere ich SiL in meinen Prozessen – und wie überzeuge ich mein Management?“ Christian Köllner ergänzt: „Software-in-the-Loop gehört auf die Management-Agenda.“ Die Führungsebene müsse sich des Themas annehmen und bestehende Silos im Unternehmen aufbrechen. „Im DevOps-Denken gibt es keine getrennte Entwicklungs- und Testseite. Systemarchitekten, Entwickler und Tester gehören in einen gemeinsamen Prozess.“
Auch innerhalb der Branche plädieren Köllner und Krügel für enge Abstimmung und Zusammenarbeit: „OEMs, Zulieferer, Engineering-Dienstleister, Tool-Anbieter und Halbleiterhersteller müssen ihre Kräfte bündeln.“ Dabei gehen die beiden Konferenzausrichter mit gutem Beispiel voran. „Dass zwei Wettbewerber wie Vector und dSPACE diese Konferenz gemeinsam ins Leben rufen, zeigt, wie wichtig das Thema ist“, betont Karsten Krügel. „Wir wollen die Menschen auf die Bühne holen, die Software-in-the-Loop in der Praxis umsetzen.“
Software-in-the-Loop Konferenz 2026: Ein Webinar bietet erste Einblicke
Und das Interesse am Erfahrungsaustausch ist groß: Zahlreiche Anwender aus der Industrie nutzen die Konferenz, um zu zeigen, wie sie Software-in-the-Loop einsetzen. Die Fachvorträge kommen unter anderem von BMW, Daimler Truck, Mercedes-Benz, Porsche, Renault, Stellantis, Volkswagen und ZF. Die Themen reichen von Standardisierung und Skalierung über die KI-gestützte Entwicklung virtueller Steuergeräte bis zur Szenariengenerierung für autonomes Fahren.
Die Software-in-the-Loop Konferenz 2026 findet am 2. und 3. Dezember 2026 in München statt, die Konferenzsprache ist Englisch. Programm und Anmeldung unter www.software-in-the-loop.de.
Einen Vorgeschmack bietet das Webinar „From Pilot to Platform: dSPACE and Vector on the Next Era of Software-in-the-Loop“, in dem die Konferenzleiter über Chancen und Hürden der Technologie diskutieren. Die Aufzeichnung ist online abrufbar. Alle Infos hier: https://software-in-the-loop.de/de/#c466
Über das Haus der Technik
Das Haus der Technik e.V. (HDT) mit Sitz in Essen ist einer der führenden Anbieter technischer Fachkonferenzen und Fortbildungen in Deutschland. Gemeinsam mit Experten aus Industrie und Wissenschaft schafft das HDT Plattformen für den Wissensaustausch über neue Technologien und praktische Innovationen. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Veranstaltungsorganisation wollen wir dazu beitragen, die Software-in-the-Loop-Community zu vernetzen.
Über dSPACE
dSPACE ist ein weltweit führender Anbieter von Simulations- und Validierungslösungen für die Entwicklung vernetzter, autonomer und elektrisch betriebener Fahrzeuge. Die durchgängigen Lösungen des Unternehmens werden insbesondere von Automobilherstellern und ihren Zulieferern eingesetzt, um die Software- und Hardware-Komponenten ihrer neuen Fahrzeuge zu testen, lange bevor ein neues Modell auf die Straße kommt. dSPACE ist nicht nur ein gefragter Partner in der Fahrzeugentwicklung, auch in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Landwirtschaft und Industrieautomation setzen Ingenieure auf das dSPACE Know-how. Das Portfolio reicht von End-to-End-Simulations- und Validierungslösungen bis hin zu Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen, Schulungen und Support. Mit weltweit über 2.900 Mitarbeitern hat dSPACE seinen Stammsitz in Paderborn, vier Projektzentren in Deutschland und betreut Kunden über seine Regionalgesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, Japan, China, Kroatien, Südkorea, Indien, Schweden und Italien.
Über Vector
Vector ist ein führender Ecosystem-Partner für die Entwicklung und den Betrieb softwaredefinierter Systeme. Vector verbindet offene Plattformen, KI-gestützte Engineering-Workflows, Werkzeuge, Referenzlösungen und Services zu einer modularen Grundlage über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Hersteller und Zulieferer aus Automotive, MedTech, Aerospace, Industrial, Agriculture und Railway setzen auf Vector, um intelligente softwaredefinierte Systeme schneller und sicherer zu entwickeln sowie zu betreiben und sich dabei auf die Funktionen zu konzentrieren, die ihre Produkte im Markt differenzieren. Kunden nutzen Technologien und Lösungen von Vector, um ihr eigenes Ecosystem aufzubauen oder bestehende Ecosystems gezielt um neue Fähigkeiten zu erweitern. Darüber hinaus bringt Vector seine Expertise aktiv in führende Partner- und Standard-Ecosystems ein. Das unabhängige Stiftungsunternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart und weiteren Standorten in Europa, Nord- und Südamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum beschäftigt weltweit rund 4.500 Mitarbeitende und erzielte 2025 einen Umsatz von 930 Millionen Euro.
Bildmaterial: Porträtfotos der Konferenzleiter Dr. Karsten Krügel (dSPACE); Foto: dSPACE und Dr. Christian Köllner (Vector); Foto: Vector
Pressekontakt: Katharina Röder, Haus der Technik e.V.
k.roeder@hdt.de | tel. +49 (0) 201/18 03-234 | mobil: 0170-8170204