Die technische Inbetriebnahme des Wärmenetzes ist für Ende 2026 geplant. Voraussetzung dafür ist der reibungslose Ablauf des Baus der Heizzentrale sowie des Wärmenetzes. Der Bau des Wärmenetzes ist auf dem Feldweg nördlich der Bahnhofstraße in vollem Gang. Im Neubaugebiet Gablingen-Siedlung sind die Wärmeleitungen bereits verlegt. Der Standort der Heizzentrale liegt nördlich der Bahnhofstraße.
„Heute legen wir das Fundament für eine wirtschaftsstarke und nachhaltige Zukunft: Mit den Renergiewerken schaffen wir die Grundlage dafür, dass Gablingen unabhängig von fossilen Energien wird und setzen die Wärmewende vor der eigenen Haustür um – für unsere Gemeinde und für kommende Generationen“, sagt Karina Ruf, Erste Bürgermeisterin von Gablingen. Die Gemeinde hat sich mit 50 Prozent an den Renergiewerken beteiligt.
Die Wärmeversorgung wird durch eine Großwärmepumpe erfolgen. Ein Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 84 Kubikmetern wird dafür sorgen, dass die Wärme dann erzeugt und gespeichert wird, wenn viel Strom aus erneuerbaren Energien im Netz und der Strompreis somit günstig ist. Diese Entkoppelung von Erzeugung und Nutzung macht den Einsatz der Wärmepumpe besonders effizient. Ein Gas-Kessel kann bei sehr hohem Wärmebedarf zur Abdeckung der Spitzenlasten ebenfalls eingesetzt werden.
„Mit Projekten wie dem in Gablingen zeigen wir, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen können. Das Nahwärmenetz schafft regionale Wertschöpfung, senkt langfristig die Energiekosten und reduziert gleichzeitig den CO₂-Ausstoß – ein Gewinn für alle Beteiligten“, betont Gerhard Rohde, Geschäftsführer bei GP JOULE WÄRME.
Tobias Hofer, Projektleiter von GP JOULE freut sich ebenfalls über den Baustart: „Klimafreundliche Nahwärmenetze sind ein wichtiger Baustein der Wärmewende. Gablingen geht den richtigen Weg zur richtigen Zeit.“