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Technische Lösungen mit Öko-Effekt - durch EDA möglich

(PresseBox) (Hannover, )
Optimistische Stimmen in Richtung des Klimaschutzes waren auf dem siebten edaForum in Dresden zu hören. Zu der vom edacentrum Hannover ausgerichteten Veranstaltung trafen sich im Dezember letzten Jahres Entscheidungsträger aus der Industrie und hochrangige Wissenschaftler aus aller Welt. Rund um das Thema Entwurfsautomatisierung im Elektronik-Design (EDA: Electronic Design Automation) wurden aktuelle Herausforderungen für die IT-Branche diskutiert und Lösungen präsentiert.

In einem der technischen Vorträge des edaForums stellte Subhasish Mitra von der Stanford Universität (USA) einen kombinierten Hardware/Software-Ansatz zur Verbesserung der Verlässlichkeit von Entwicklungen auf CMOS-Basis vor. Das Hauptproblem ist heutzutage, dass die einem System unterliegende Hardware nicht mehr generell als fehlerfrei betrachtet werden kann. Verschiedene Fehlerklassen, wie die sog. Soft-Errors, die z.B. durch kosmische Strahlung entstehen können, oder die sog. Wear-Outs (verschleißbedingte Fehler), erfordern höhere Verlässlichkeit von Systemen. Die von Mitra erläuterten Verfahren ermöglichen, derartige Fehler mit minimalem Mehraufwand an Hardware zu beheben. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine 10-fache Reduktion der Soft-Error-Rate auf Chip-Level erreicht werden konnte. Der Leistungsverbrauch stieg dabei lediglich um 7-10%.

Neben diesem Beispiel relativer Energieeinsparung bei enormer Senkung der Fehlerquote, stellte Piet Demeester von der Ghent Universität (Belgien) ein weites Feld künftige EDA-Themen dar: den Zusammenhang zwischen Technik, Wirtschaftlichkeit und CO2-Emission am Beispiel der Informations- und Kommunikationstechnologien. Deren Auswirkungen auf den Klimawandel, wie optische und kabelbasierte Netzwerke, Laptops, Bildschirme, Fernseher, Server, Thin Clients etc., lassen sich über die Freisetzung von CO2 im kompletten Lebenszyklus eines Produktes von der Produktion über den Transport und Betrieb bis zur Verwertung (Life Cycle Assessment) ausdrücken. Der Wissenschaftler rechnet allein für die in den ca. 38 Millionen deutschen Haushalten eingesetzten IKT-Geräte mit einem Verbrauch von bis zu 4,1 Gigawatt und ca. 36 Terawatt-Stunden pro Jahr. Weltweit, schätzt er, dass sich in den nächsten zehn Jahren der Energieverbrauch für die Telekommunikation mehr als verdoppeln wird.

Die Herausforderungen zeigen aber auch die Chancen für die Elektronik, zur Energieeinsparung erheblich beizutragen, unterstrich bereits der Vorstandsvorsitzende des edacentrum, Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel, bei der Eröffnung des edaForum, als er betonte: "Globale Erwärmung und die zu Ende gehenden fossilen Energieträger stellen zwar aktuell große Risiken dar, sie bieten aber auch neue Chancen, nicht nur bei der Entwicklung energiesparender Elektronik, sondern auch durch den verstärkten Einsatz intelligenter Hard- und Softwarelösungen neue Energieeinsparmöglichkeiten zu erschließen."

Weitere Informationen, u.a. über die Vorträge des edaForum finden Sie unter www.edacentrum.de/edaforum.

edacentrum e.V.

Das edacentrum ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Institution zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Electronic Design Automation (EDA). Es initiiert, begutachtet und begleitet industriegeführte und vom BMBF geförderte EDA-F&E-Projekte und bietet ein umfangreiches Spektrum an Dienstleistungen rund um EDA an. Weiterhin unterstützt es die Bündelung vorhandener EDA-Kompetenz an deutschen Forschungseinrichtungen durch die Stimulation von EDA-Clusterforschungsprojekten und von EDA-Netzwerken. Zusätzlich betreibt das edacentrum Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die Entwurfsautomatisierung als zentralen Lösungsgedanken für das Komplexitätsproblem der Mikroelektronik im höheren Firmenmanagement, in der Politik und in der Öffentlichkeit stärker transparent zu machen.

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