Wie gelingt es, dass aus einem Training nachhaltige Veränderungen in der Praxis entstehen?
Entscheidend ist, dass die Teilnehmer/innen möglichst schnell nach dem Seminar mit der Implementierung beginnen. Wenn es nach dem Seminar erstmal drei Wochen in die Sommerferien geht oder gerade Jahresabschluss oder dezentrale Planung anstehen, sind die erlernten Inhalte ganz schnell wieder weg. Die Tools und Techniken sind teilweise komplex und das Wissen setzt sich nachweislich am besten durch Wiederholungen und Trial and Error. Hilfreich ist es auch, wenn die Teilnehmer/innen von vornherein schon eine konkrete Idee haben, was in der Praxis nach dem Seminar umgesetzt werden soll.
Was war dein bisher spannendstes oder erfolgreichstes Support-Projekt?
Alle Projekte machen Spaß. Da ich selber lange operativ gearbeitet habe, weiß ich, wie frustrierend es sein kann, wenn man seine Arbeits- und Lebenszeit mit sinnbefreiten, manuellen Prozessen verschwendet. Viele Kunden wissen gar nicht, was heute alles automatisierbar ist. Es freut mich immer, wenn ich in den Augen der Teilnehmer/innen diese Erkenntnis sehe. Natürlich ist ein Großteil meiner Projekte im Bereich Finanzen/Controlling. Da ist alles dabei. Im Bereich Reporting heute sinnvollerweise mit Power BI. Gefragt sind z.B. Berichte zu Themen wie Bilanz, GuV, CashFlow, BABs, Einzelbuchungsübersichten etc. Oft geht es tatsächlich darum, dass Monatsreporting zu automatisieren. Mit dem Vorteil, dass man dann auch direkt tagesaktuelle Zahlen liefern kann. Es macht einfach keinen Sinn, 30 Tage auf die neue Einzelbuchungsübersicht warten zu müssen. Natürlich haben wir auch regelmäßig Reporting-Projekte aus den angrenzenden Bereichen Einkauf (z.B. Artikelstatistiken, Lieferantenbewertungen, Lagerbestände, …), Vertrieb (z.B. Umsatz- oder Margenanalysen) oder auch Personal (z.B. Fehlzeitenanalyse, Fluktuationsraten, …) Im Bereich Excel gab es gerade wieder ein cooles Projekt zur automatischen Erzeugung und zum automatischen Email-Versand von Vorlagen zur dezentralen Erfassung je KST mit VBA. Da gibt es auch jedes Jahr mehrere Kunden, die schlicht keine Mitarbeiter/innen zur manuellen Erzeugung der Vorlagendateien mehr zur Verfügung haben. Am spannendsten war aber sicherlich ein Projekt aus einem Fitness Studio für Profi-Radsportler. Dort habe ich in Excel die Busniss-Logik zur Berechnung von Fitness-Kennzahlen wie anaerobe Schwelle oder VOmax berechnet. Da hatte ich noch nie was von gehört. Der Prototyp wurde nachher in eine richtige Software überführt. Besonders spannend sind auch immer Projekte im Bereich des Produktionscontrollings oder aus der Immobilienwirtschaft.