Fachkongress "Kraftstoffe der Zukunft 2017" thematisiert Elektromobilität

Zunehmende Diversifizierung der Antriebstechnologien und die Erforschung und Produktion verschiedener erneuerbarer Kraftstoffe als Teil einer nachhaltigen Mobilitätsstrategie

(PresseBox) ( Bonn, )
Für das klimapolitisch angestrebte Ziel einer spürbaren und nachhaltigen Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor ist ein möglichst effizientes Zusammenspiel aller erneuerbaren Antriebs- und Kraftstoffalternativen erforderlich. Die parallele Nutzung und Weiterentwicklung verschiedener Kraftstoffe aus Erneuerbaren Quellen wie Biomasse oder auch nicht biogenen Ursprungs (Power-to-Gas) ist Grundlage für eine erfolgreiche Politik- und Akzeptanzstrategie im Kontext einer Dekarbonisierung des Verkehrssektors bis 2050.

Die zunehmende Diversifizierung der Antriebstechnologien sowie die Erforschung und Produktion verschiedener Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien finden sich im inhaltlich erweiterten Kongressprogramm wieder. Hierzu zählt auch die Aufnahme des Themas „Elektromobilität“ mit einem eigenen Themenblock. Elektromobilität ist ein Schlüssel, neben der Weiterentwicklung erneuerbarer Kraftstoffe, so dass im Sinne einer evolutionären Entwicklung bereits heute ein Beitrag zur Treibhausgasminderung im Verkehr geleistet werden kann.

Elektromobilität umfasst jedoch mehr Bausteine als nur das Elektrofahrzeug und den Antrieb. Viele Komponenten bilden zusammen das System Elektromobilität. Der 14. Internationale Fachkongress für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2017“ bietet daher verschiedene Vorträge zu diesem Themenfeld an:

Prof. Dr. Werner Tillmetz (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung ZSW) stellt sich der grundsätzlichen Frage nach der Zukunft der Elektromobilität. Werden sich langfristig reine Elektroantriebe durchsetzen oder sind Hybrid-Antriebe mit Elektroantrieb und Verbrennungsmotor zumindest mittelfristig leistungs- und reichweitenstärker, bzw. auch langfristig ein wichtiger Baustein?

Johannes Daum (NOW GmbH) stellt den Stand des Infrastrukturausbaus zur Etablierung der Elektromobilität vor. Aus Sicht des Nutzers sind neben dem Wirkungsgrad, die Dauer des Ladevorgangs und eine verbraucherfreundliche Anwendung entscheidend. Gemeint sind das Laden zu Hause, beim Arbeitgeber, am Zielort, mit kurzer oder langer Verweilzeit sowie das Schnellladen unterwegs auf längeren Fahrstrecken. Eine entsprechend flächendeckende Infrastruktur für die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse ist Voraussetzung.

Prof. Dr.-Ing. Dirk Vallée (RWTH Aachen) präsentiert die Inhalte und -ziele des Projektes „SLAM – Schnelladenetz für Achsen und Metropolen“. Das Ziel des SLAM-Projekts ist es, in ganz Deutschland den Aufbau eines Forschungs-Schnellladenetzes umzusetzen, das durch private Investoren errichtet wird. Auf Basis der aus Kundenbefragungen und Nutzererhebungen gewonnenen Daten sollen Empfehlungen und praktische Erkenntnisse für den flächendeckenden Aufbau eines Schnelladenetzes gewonnen werden.

Prof. Dr.-Ing. Oliver Hall (Hochschule Ostwestfalen-Lippe) beschreibt die Synergieeffekte der Nutzung von Elektromobilität und erneuerbaren Energien im ländlichen Raum am Beispiel des Kreises Lippe. Im Gegensatz zu urbanen Gebieten verfügen ländliche Räume über ausreichend Flächen und Infrastrukturen zur Produktion erneuerbarer Energien, so dass sich besonders hier die Verknüpfung von regenerativer Energieerzeugung und elektromobiler Nutzung anbietet.

Markus Weichel (Lichtblick SE) zeigt die die Verknüpfung von Mobilität und Wohnen auf. Im Forschungsprojekt „3E-Mehrfamilienhaus – Eigenerzeugung, Eigenverbrauch, Elektromobilität“ optimiert LichtBlick ein lokales Energiesystem basierend auf einer erneuerbaren Stromproduktion und variablen Stromnutzung je nach lokalem Lebens- oder Mobilitätsbedarf.
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