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BDG - Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. Mittelstraße 2-10 53175 Bonn, Deutschland http://www.geoberuf.de
Ansprechpartner:in Herr Josua Nowak

Kreativ und explosiv – Rhyolith als Gestein des Jahres 2026

(PresseBox) (Bonn, )
Viele kennen ihn, ohne es zu wissen: In der Form von Obsidian begegnet Rhyolith Millionen Menschen täglich auf dem Bildschirm. Im Computerspiel Minecraft, dem erfolgreichsten Videospiel aller Zeiten mit über 300 Millionen verkauften Lizenzen, ist Obsidian eines der härtesten und begehrtesten Materialien. Er ist dort für seinen besonders hohen Explosionswiderstand bekannt. Was digital fasziniert, hat jedoch einen sehr realen geologischen Ursprung. Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V. kürt Rhyolith zum Gestein des Jahres 2026.

Rhyolith ist ein vulkanisches Ergussgestein, das aus besonders kieselsäurereichem Magma entsteht und von der chemischen Zusammensetzung her dem Granit gleicht. Bekannt ist auch der veraltete Name Quarzporphyr. Kühlt diese Lava schnell ab, bildet sich schwarzes vulkanisches Glas – Obsidian. Genau dieses Material hat es aus der Natur in die digitale Popkultur des Computergames Minecraft geschafft. Doch Rhyolith kann weit mehr als nur Spielwelten prägen.

Man findet Rhyolithe vor allem in Gegenden mit besonders dicker Erdkruste, z. B. in vulkanisch geprägten Gebirgen wie den Anden oder den Rocky Mountains sowie auf Vulkaninseln wie Island oder den Liparischen Inseln, die als Namenspaten für eine weitere Bezeichnung für den Rhyolith stehen (Liparit). In Deutschland kommt Rhyolith in den paläozoischen Gebirgen vor, z. B. im Harz, Odenwald, Thüringer Wald, in Sachsen oder auch im Saar-Nahe-Becken.

Die sehr zähflüssige Rhyolith-Lava führt bei Vulkanausbrüchen zur Verstopfung der Vulkanschlote und bei hohem Gasdruck zu extrem gefährlichen explosiven Eruptionen. Charakteristisch sind die daraus resultierenden Glutwolken, die u. a. zur Zerstörung Pompejis führten.

Rhyolith kann aufgrund seiner attraktiven rötlichen Färbung zur Fassadengestaltung sowie als Straßenpflaster oder als Mauerstein eingesetzt werden.  Ein bekannter deutscher Naturwerkstein aus Rhyolith dürfte der Löbejüner Porphyr aus dem Raum Halle, Saale, sein. Beispielsweiseziert er eine Treppenanlage im Hof der Wartburg, Säulen im Magdeburger Dom und die Außenfassaden moderner Gebäude.

Darüber hinaus kann Rhyolith zu Splitt für den Einsatz in Asphalt und Beton verarbeitet werden und ist als „Schneeflocken-Obsidian“ ein hübscher Schmuckstein.

„Vom virtuellen Obsidianblock zur realen Vulkanlandschaft: Rhyolith zeigt eindrucksvoll, wie spannend, relevant und allgegenwärtig Geowissenschaften sind“, so der BDG.

Gestein des Jahres 2026

Mit der Nominierung zum Gestein des Jahres 2025 soll insbesondere der Rhyolith einer breiten Öffentlichkeit nahegebracht und allgemein auf die Bedeutung der Geowissenschaften und der Gesteine für das tägliche Leben hingewiesen werden. Das „Gestein des Jahres“ wird seit 2007 von einem Fachkuratorium des BDG ausgewählt.

Im Rahmen von Veranstaltungen und Publikationen wird die Öffentlichkeit ein Jahr lang über das ausgewählte Gestein, seine Geologie, seine Funktion im Naturraum, seine Verwendung, sowie über die Gewinnung informiert. Veranstaltungen zum diesjährigen Gestein des Jahres werden auf der Website des BDG (www.geoberuf.de) bekannt gegeben.

Website Promotion

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BDG - Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.

Der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e. V. (BDG) vertritt seit mehr als 40 Jahren die Interessen des Berufsstandes der deutschen Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler. Der BDG ist damit zentraler Ansprechpartner für Menschen, die in den Bereichen Umwelt, Baugrund, Geoenergie und Geothermie, Rohstoffe und Wasser tätig sind oder sich dafür interessieren. Der BDG äußert sich zu allen berufsständischen Belangen der verschiedenen Geo-Branchen, wie beispielsweise Umweltgeologie, Geotechnik, Rohstoffgeologie, Hydrogeologie, Schadstofferkundung, geophysikalische Erkundung, Geothermie, Wissenschaft oder Abfallwirtschaft. Derzeit hat der BDG etwa 2.000 Mitglieder, darunter mehr als 140 Firmen und Unternehmen aus allen Bereichen der Geowissenschaften.

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