Die neuen Produkte nutzen die Long-Range-Funktechnologie (LoRa) zum Senden und Empfangen von Daten. Typische Anwendungsbereiche sind das Messen und Verarbeiten von Verbrauchsdaten und generell Daten aus automatisierten IoT-Prozessen, die drahtlos über große Entfernungen übertragen werden, beispielsweise in der Agrartechnik. Sie eignen sich auch für öffentliche Versorgungsunternehmen, kommunale Infrastruktur, Fernwärme- und Wassernetze, Gebäude- und Facility-Management sowie Industrieanlagen, in denen eine Verkabelung schwierig oder kostspielig ist.
Einsatzbeispiele sind die Zählerdatenerfassung und Pumpenüberwachung, Messungen von Umweltdaten sowie Energieverteilungssystemen. Das Gehäuse mit Schutzart IP 65 schirmt die neuen LoRaWAN-Geräte von akYtec gegen Umwelteinflüsse ab, sie können in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +70 °C betrieben werden.
CI200-LW und CI201-LW – Impulszähler für den Außeneinsatz
Die beiden Impulszähler CI200-LW und CI201-LW von akYtec lesen Verbrauchsdaten von Zählern aus und übertragen diese über das LoRa-Funknetzwerk (Unterstützung für LoRaWAN 1.0.4) an Gateways. Der Vorteil: Sie erfassen Daten von entfernten Standorten, ohne dass Kabel verlegt oder eine konstante externe Stromversorgung bereitgestellt werden muss – eine typische Herausforderung in Versorgungsunternehmen, in der Landwirtschaft oder in dezentralen Infrastrukturen.
Der Impulszähler CI200-LW überwacht den Status von bis zu vier verdrahteten diskreten Eingängen (Impulszählung oder Notfall-Signalerfassung), die Messwerte können gespeichert und übertragen werden. Das Gerät ist batteriebetrieben und kann optional an eine externe Gleichstromquelle angeschlossen werden. Betreiber können auf diese Weise die Zählerablesung automatisieren, ungewöhnliche Ereignisse frühzeitig zu erkennen und manuelle Inspektionen reduzieren – besonders nützlich für Pumpstationen, Reservoirs, Wärmeübergabestationen, Brunnen oder abgelegene Gebäude.
Der ebenfalls batteriebetriebene Impulszähler CI201-LW wurde speziell für die Verwendung mit Gaszählern der Serie Honeywell Elster Metronica BD entwickelt. Er wird an die Standardbuchse des Gaszählers angeschlossen und dient als Verbindung zu einem LoRa-Netzwerk. Gasversorger können mechanische Zähler digitalisieren, ohne sie zu ersetzen, und profitieren so von Fernablesungen. Ein integrierter Hall-Sensor erkennt Versuche, die Messung zu manipulieren oder zu beeinflussen – eine wichtige Anforderung in Gasmess- und Abrechnungssystemen.
LoRaWAN-Geräte mit Schnittstellen für M-Bus und MODBUS
Mit den beiden neuen Produkten IC200-MBUS-LW und IC200-MRTU-LW ist es möglich, bis zu 10 Messgeräte oder Sensoren und Zähler über die M-Bus- oder MODBUS-Schnittstellen in ein LoRa-Netzwerk zu integrieren und mit einer Fernsteuerung zu verbinden. Dies ist besonders nützlich für die Nachrüstung bestehender Anlagen, bei denen eine kabelgebundene Kommunikation kostspielig oder unmöglich ist – beispielsweise in großen Gebäudekomplexen, Industrieanlagen und weit verteilten kommunalen Infrastrukturen.
Der IC200-MBUS-LW ist für den Anschluss an Verbrauchszähler für Wasser, Wärme, Strom oder Gas konzipiert, die das M-Bus-Protokoll verwenden. Bei Zählern, die MODBUS verwenden, stellt der IC200-MRTU-LW die LoRaWAN-Verbindung über eine MODBUS-RTU-Schnittstelle (RS-485) her. Zusätzlich zur Flexibilität bei der Stromversorgung unterstützen die Geräte LoRaWAN 1.0.4 mit Klasse-A- und Klasse-C-Betrieb, was entweder eine energiesparende periodische Übertragung oder einen nahezu kontinuierlichen Downlink-Empfang in Anwendungen ermöglicht, die schnellere Reaktionszeiten erfordern. Sie können über ABP oder OTAA aktiviert werden, und die NFC-gestützte Inbetriebnahme vereinfacht die Installation vor Ort, insbesondere bei der Konfiguration mehrerer Zähler in großen Wohn- oder Industriekomplexen.
Die lokale Konfiguration erfolgt über eine mobile App mit Bluetooth LE, die Parameteränderungen, Diagnosen und Gerätestatusprüfungen ermöglicht, ohne das Gehäuse öffnen zu müssen. Beide Modelle haben einen digitalen Eingang für die Status- oder Impulsüberwachung und einen digitalen Open-Collector-Ausgang, der für Fernsteuerungsaufgaben wie die Aktivierung von Relais, Ventilen oder Alarmen verwendet werden kann. Mit Unterstützung für bis zu 10 M-Bus- oder MODBUS-Slave-Geräte können die Module Daten von mehreren Zählern oder Sensoren aggregieren: Das reduziert die Anzahl der benötigten Gateways und vereinfacht die Netzwerkarchitektur. Sie eignen sich ideal für Fernwärmenetze, Mehrfamilienhäuser, gewerbliche Einrichtungen und kommunale Wasserversorgungssysteme.
Die neuen Geräte sind voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 verfügbar.