Frag Arti! Augmented Reality Sprach-Assistenzsysteme im Arbeitsschutz

Durch die Nutzung moderner Sprachassistenzsysteme gelingt es Sicherheitseinweisungen im Arbeitsschutz zu modernisieren und ihre Effizienz maßgeblich zu steigern

Sicherheitseinweisung über einen virtuellen Avatar
(PresseBox) ( Kassel, )
Laut nüchterner Statistik erleben jedes Jahr mehr als 800.000 Beschäftigte ein nicht selten folgenschweres Ereignis: einen Arbeitsunfall. Eine genauere Betrachtung zeigt, dass es Bereiche und Umstände gibt, die durch ein erhöhtes Unfallaufkommen gekennzeichnet sind. So ist in der Produktion der Umgang mit Maschinen und Anlagen eine hervorstechende Gefahrenquelle. Unfälle ereignen sich dabei mehrheitlich durch Bedienungsfehler.

Unternehmen sowie Hersteller von Produktionsanlagen und Maschinen investieren gezielt in deren Sicherheit und Bedienerfreundlichkeit. Dabei geht es natürlich auch um die Verantwortung gegenüber Kunden und deren Angestellten, nicht zuletzt erzeugt jeder Arbeitsunfall jedoch auch Kosten für das betroffene Unternehmen. Es kommt zu unerwarteten Standzeiten und personeller Ausfall muss kurzfristig ersetzt werden, was zusätzliche Kosten erzeugt. Laut Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gehen der deutschen Volkswirtschaft so jährlich mehr als 100 Mrd. Euro an Bruttowertschöpfung verloren.

Neben der elementaren Sicherheitsausstattung sind Schulung und Einweisung in den sachgerechte Umgang mit Anlagen und Maschinen die wichtigste Maßnahme in der Unfallverhütung. Verschiedene Faktoren erweisen sich hier als zusätzliche Herausforderung. Das Arbeiten mit ungelernten Kräften, immer kürzere Produktlebenszyklen, wachsende Produktvielfalt oder häufige Jobwechsel erfordern hohe Flexibilität durch veränderte Produktionsabläufe und erhöhen so den Schulungsaufwand.

„Die Anforderungen an Sicherheitseinweisungen wachsen“, weiß Martin Benderoth, Geschäftsführer der ad-artists GmbH. „Gleichzeitig zeigt sich, dass klassische Schulungsmethoden diesen Anforderungen kaum mehr gewachsen, wenig effizient, unflexibel und letztlich teuer sind, ohne die Unfallzahlen signifikant zu senken.“

Das Unternehmen hat in einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Projekt, gemeinsam mit dem Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH), ein System zur Sicherheitseinweisung entwickelt, das auf der Verwendung von Augmented Reality (AR) basiert. So können zum Beispiel Schulungen vor Ort, in Produktionseinrichtungen, direkt an den betroffenen Anlagen durchgeführt werden. Die Bedienung einer Maschine sowie ihre detaillierte Funktionsweise werden anhand einer grafischen Darstellung, die optisch über die reale Anlage gelegt wird, dreidimensional und im tatsächlichen Arbeitsumfeld erklärt. Durch die Kombination der Realität mit grafischen Elementen, Videos, Bildern oder Texten können beliebige Informationen deutlich anschaulicher, unterhaltsamer und damit einprägsamer vermittelt werden. Damit ist die moderne Sicherheitseinweisung dem klassischen Frontalunterricht anhand von Charts oder Modellen deutlich überlegen.

In einem weiteren Schritt kombiniert ad-artists die Sicherheitseinweisung via AR mit einem Sprachassistenzsystem. Vergleichbar den bekannten Vertretern aus dem heimischen Umfeld, können Nutzer Inhalte abrufen, Fragen stellen und so die Informationstiefe nach Belieben ausweiten. Ein virtueller Avatar ersetzt in diesem Szenario den „Lehrer“, begleitet den Anwender durch die Sicherheitseinweisung und steht für Rückfragen zur Verfügung.

„Mit dem Förderprojekt vom BMWi haben wir eine wesentliche Unterstützung erhalten, um uns in diesem Bereich weiterzuentwickeln“, erklärt Benderoth. Im Rahmen des geförderten Projekts entwickelt ad-artists das intelligente Sprach-Assistenzsystem kontinuierlich weiter und erschließt neue Anwendungsbereiche. Neben der Sicherheitseinweisung stehen bei ad-artists weitere Entwicklungen an, um Mitarbeiter besser und erlebbarer bei der Arbeit zu unterstützen.
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