Energieverbrauch im grünen Bereich

Passivhauskomponenten sind auch für Bestandsgebäude interessant

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Wer jetzt saniert, sollte besonders energiesparende Bauteile verwenden. Umfrage ergab: Sanierungsbegleitung durch Energieberater bringt mehr Einsparung.

Passivhäuser haben sich in den letzten 20 Jahren zu einem immer gängigeren Standard für Neubauten entwickelt. Inzwischen ist diese äußerst energiesparende Bauweise auch bei der Sanierung von Altbauten im Einsatz. "Angesichts steigender Energiepreise sollte eine energetische Sanierung heute möglichst über die heutigen Mindestanforderungen hinausgehen", empfiehlt Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. "Ein gutes Beispiel für vorausschauendes Sanieren ist die Verwendung von Passivhauskomponenten." Bei einer Komplettsanierung mit Passivhauskomponenten können Altbauten ihren Primärenergiebedarf bis zu 90 Prozent senken. Das ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern erhöht den Wohnkomfort und treibt den Klimaschutz voran. Ist eine Komplettsanierung in einem Bauabschnitt zu aufwendig, lohnt sich auch der Einsatz einzelner Passivhauskomponenten wie etwa eine deutlich verbesserte Wärmedämmung im Dach oder an den Außenwänden.

Auskunft gibt es beim kostenfreien Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Ein Aspekt sollte aber bedacht werden: "Passivhauskomponenten zu nutzen ist reizvoll, jedoch knifflig. Wer ohne fachliche Beratung saniert, riskiert Fehler und nicht erschlossene energetische Einsparpotenziale", sagt Rainer Schüle von der Energieagentur Regio Freiburg. Die Baubegleitung solle deshalb wie bei jeder Sanierung von zertifizierten Gebäudeenergieberatern ausgeführt werden. Wer sie hinzuziehe, bekomme am Ende eine bessere Qualität.

Das hat jüngst auch eine repräsentative Umfrage ergeben: Mit Energieberatung fällt die Energieeinsparung bei energetischen Sanierungen fast doppelt so hoch aus wie ohne, ermittelte im Juni 2012 das Sozialforschungsinstitut forsa im Auftrag des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen. Hausbesitzer, die eine unabhängige Energieberatung eines Gebäudeenergieberaters in Anspruch genommen hatten, kamen auf Einsparungen von durchschnittlich 27 Prozent. Ohne Energieberater lag der Mittelwert bei 16 Prozent. Ein weiterer Vorteil von Energieberatern ist die höhere finanzielle Förderung durch den Bund: Bis zu 4.000 Euro zahlt die KfW für eine Baubegleitung durch einen Gebäudeenergieberater.

Passivhäuser sind Gebäude, die so gut gedämmt sind, dass zur Beheizung keine konventionelle Heizung mehr nötig ist. Das sowieso erforderliche Lüftungsgerät reicht zum Heizen aus. Die Effizienzhäuser zählen zu den sparsamsten Gebäuden. Sie benötigen zum Heizen nur noch 15 Kilowattstunden Wärme pro Quadratmeter und Jahr. Zum Vergleich: Ein typischer Altbau benötigt 150 bis 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Auch bestehende Wohngebäude können dieses Niveau inzwischen erreichen. "Fünf Maßnahmen müssen dafür umgesetzt werden", erklärt Rainer Schüle. "Eine besonders gute, wärmebrückenfreie Wärmedämmung, Passivhausfenster und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sind nötig. Die Gebäudehülle muss zudem luftdicht sein, damit der Einsatz der Lüftungsanlage sinnvoll ist. Auch eine passive Nutzung der Sonne etwa durch Südfenster ist wichtig."

Können nicht alle Maßnahmen umgesetzt werden, lohnt es sich, auch einzelne Komponenten für Passivhäuser in den Altbau einzubauen. Das ist günstiger als das Komplettpaket und trotzdem energiesparender als eine Standardlösung. Zugleich besteht weiter die Möglichkeit, später ganz auf den Passivhausstandard umzurüsten. Ein Sanierungsfahrplan des Energieberaters sollte aufzeigen, wie dieses Ziel erreichbar ist.
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