ITHEC findet erstmals online und an drei Tagen statt

Aktuelle Ansätze zur Fertigung mit Thermoplasten auf Internationalem Fachkongress

(PresseBox) ( Bremen, )
ITHEC goes digital: Von Dienstag bis Donnerstag, 13. bis 15. Oktober 2020, findet die International Conference and Exhibition on Thermoplastic Composites (ITHEC) in Bremen erstmals online und an drei statt zwei Tagen statt. „Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir beschlossen, den Kongress und die begleitende Ausstellung dieses Mal virtuell zu veranstalten und somit auch die Struktur anzupassen“, sagt Daniel Schäfer, neuer Projektleiter der ITHEC bei CONGRESS BREMEN. Ursprünglich sollte der Fachkongress, der alle zwei Jahre stattfindet, in Halle 4 der MESSE BREMEN abgehalten werden. Nun läuft die „ITHEC 2020 – Virtual Edition“ auf www.ithec.de.

Experten zeigen großes Interesse an der digitalen ITHEC

Über 500 Spezialisten aus Industrie und Forschung (2018: 400) erwarten die Organisatoren der fünften ITHEC, um über neueste Erkenntnisse zu den Leichtbauwerkstoffen zu diskutieren, denen Experten großes Potenzial attestieren. Das Programm umfasst in diesem Jahr 50 Vorträge und 40 Poster-Präsentationen zu den Anwendungsbereichen Luft- und Raumfahrt sowie Automotive und neue Technologien. Zudem werden erneut Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der begleitenden Fachausstellung ihre aktuellen Entwicklungen zeigen. Mehr als 50 Aussteller haben sich bereits dafür angemeldet (2018: 50). „Eine finale Zahl für die digitale ITHEC können wir aktuell nicht nennen, da die Anmeldungen noch laufen“, so Schäfer. „Wir können aber schon so viel verraten, dass die Aussteller ihre Exponate und Maschinen live und interaktiv direkt aus den Laboren präsentieren können – dank unserer virtuellen Plattform.“

Thematische Schwerpunkte: Von 3D-Druck bis Autorücksitze

„Zu den großen inhaltlichen Schwerpunkten gehören dieses Jahr unter anderem Flugzeugstrukturen und der 3D-Druck“, sagt Schäfer. Dabei stehen Produktionsprozesse und ihre Optimierung im Vordergrund. So hat sich ein Team vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit der äußerst anspruchsvollen Aufgabe der Imprägnierung von Faserbündeln mit hochflüssiger Schmelze in additiver Fertigung beschäftigt. Die Gruppe hat ein Verfahren entwickelt, mit dem auf kleinem Bauraum eine hohe Imprägnierqualität erreicht werden kann: mithilfe von hochfrequenten Schallwellen. Mögliche Anwendungsszenarien reichen von der Herstellung endlosfaserverstärkter Halbzeuge bis hin zur Integration in einen 3D-Druckkopf. „Der 3D-Druck mit Ultraschall wird fortlaufend von Unternehmen und Forschungseinrichtungen untersucht und weiterentwickelt und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen“, so Schäfer.

Struktur eines Autorücksitzes: aus einem Guss in nur einer Minute

Ein weiteres Thema sind Faserverbundkonstruktionen bei Automotiven. So arbeitet ein Expertenteam des Automobilzulieferers Faurecia und der Forschungseinrichtung IRT Jules Verne aus Frankreich am Einsatz faserverstärkter Verbundstoffe. Dies ermöglicht, die Struktur eines Autorücksitzes aus einem Guss zu produzieren. Dabei wird die Struktur des Rücksitzes mit einem Schuss auf einer Spritzgießmaschine hergestellt. Gegenüber konventionellen Metallkonstruktionen spart dieses, durch den Einsatz von Carbonfasern hergestellte, Strukturteil nicht nur fast ein Drittel an Gewicht, sondern auch höhere Materialkosten. Die Herstellungszeit beträgt dabei weniger als eine Minute.

Das gesamte Kongressprogramm der ITHEC 2020 ist auf der Website zu finden. Aktuelle Informationen zur digitalen Ausgabe der Veranstaltung finden Interessierte ebenfalls demnächst online.

Mehr Informationen: www.ithec.de
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