VSE: Der Abschluss eines bilateralen Stromabkommens ist wichtig

(PresseBox) ( Aarau, )
Der VSE begrüsst das Bekenntnis von Bundesrätin Doris Leuthard und EU-Kommissar Günther Oettinger zu einem möglichst raschen Abschluss des bilateralen Stromabkommens zwischen der Schweiz und der EU. Der Branchendachverband betont die Notwendigkeit des Abkommens für den Umbau der Energieversorgung und dessen Nutzen für die Versorgungssicherheit und die Elektrizitätswirtschaft.

Der VSE begrüsst das starke Bekenntnis von Bundesrätin Doris Leuthard und EU-Kommissar Günther Oettinger, das bilaterale Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU im Jahr 2014 abzuschliessen. Der Branchendachverband unterstreicht erneut die Bedeutung des Abkommens. «Eine stärkere Integration der Schweiz in den europäischen Strommarkt wäre für beide Seiten von Vorteil», sagt VSE-Präsident Kurt Rohrbach. «Es ist geradezu absurd: Die Schweiz hat bereits frühzeitig einen Verbund mit Deutschland und Frankreich im Stromsektor gegründet und war stets ein verlässlicher Marktpartner. Das Stromabkommen ist die logische Weiterentwicklung dieser Zusammenarbeit und gerade auch aufgrund der zentralen Lage der Schweiz und ihrer Wasserkraftwerke für beide Seiten relevant.»

Die Einbindung unseres Landes im europäischen Strombinnenmarkt und die Mitgestaltung beim Netzausbau sind die Voraussetzungen dafür, dass die Schweiz die Rolle als Batterie Europas und europäische Stromdrehscheibe weiterhin wahrnehmen kann. Der VSE betont, dass das Abkommen auf dem europäischen Strommarkt und beim Stromtransit für gleich lange Spiesse mit den internationalen Partnern sorgt. «Das stärkt die schweizerische Elektrizitätswirtschaft», sagt VSE-Direktor Michael Frank. «Wir brauchen ein Abkommen, das Stärken bewahrt, neue Chancen eröffnet und zum Vorteil der Wirtschaftszentren beidseits der Alpen und beidseits des Rheins ist.» Letztlich erhöht sich die Versorgungssicherheit Europas.

Michael Frank betont: «Das Abkommen ist ein unverzichtbares Vehikel, um den Umbau der Energieversorgung erfolgreich durchzuführen. Ein baldiger Abschluss ist im Interesse der einheimischen erneuerbaren Energien, insbesondere der Wasserkraft.» Der Grund: In einem offenen, funktionierenden Markt kann die Schweizer Wasserkraft ihren Trumpf der Flexibilität ausspielen, um das Gleichgewicht zwischen dem zunehmend schwankenden Stromangebot und der Stromnachfrage zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten.

EU-Kommissar Günther Oettinger und Bundesrätin Doris Leuthard haben am Stromkongress die zentrale Bedeutung des Zustandekommens der Marktöffnung für das Stromabkommen unterstrichen. In diesem Zusammenhang bekräftigt der VSE, dass er zur vollständigen Strommarktöffnung steht. «Wir bejahen die zweite Stufe der Marktöffnung», sagt Michael Frank. Dafür brauche es aber unter anderem ausreichende

Übergangsfristen, wie die Erfahrungen aus der Teilmarktöffnung gezeigt hätten. Die vollständige Marktöffnung ist im Strom-Versorgungsgesetz (StromVG) vorgesehen. Es ist auf die Bedürfnisse der Konsumenten ausgerichtet, welche künftig ihren Stromversorger frei wählen können.
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