Neue Stiftungsprofessur Designforschung an der Universität der Künste Berlin

Prof. Dr. Gesche Joost hält ihre Antrittsvorlesung

(PresseBox) ( Berlin, )
Die UdK Berlin verstärkt ihr Forschungsprofil: Am heutigen Donnerstag stellte sie die neu eingerichtete Stiftungsprofessur Designforschung vor. Hierfür kooperiert die UdK Berlin erstmals mit den Telekom Laboratories, der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Deutschen Telekom, einem An-Institut der TU Berlin. Für die Professur konnte die UdK Berlin eine der profiliertesten Vertreterinnen der jungen Disziplin Designforschung gewinnen: Prof. Dr. Gesche Joost ist seit dem Wintersemester 2010/11 Professorin der Universität der Künste Berlin und hält heute um 14 Uhr ihre Antrittsvorlesung im UdK-Gebäude am Einsteinufer.

"Fragen des Designs stehen heute im Zentrum, wenn nicht sogar am Anfang technologischer Innovationsprozesse; und ihre Bedeutung wird in Zukunft noch wachsen. Ich freue mich sehr, dass wir uns mit der Professur Designforschung nun noch intensiver diesen Fragestellungen widmen können. Mit Prof. Dr. Gesche Joost hat die Universität der Künste Berlin eine Wissenschaftlerin gewinnen können, die die Reflexion über aktuelle Aufgaben und Praktiken des Designs sowohl theoretisch als auch experimentell-praktisch vorantreibt", sagte UdK-Präsident Prof. Martin Rennert bei der Vorstellung. "Die Stärkung der Forschungskompetenz auch in der Gestaltung ist für die UdK Berlin schon seit mehreren Jahren ein vorrangiges Ziel. Denn in der Verbindung des Analytischen mit dem Experimentellen liegt ein Schlüssel für den Erfolg unserer Studierenden in der globalen Wirtschaft der Zukunft."

Teil der Stiftungsprofessur ist die schon bisher von Prof. Dr. Gesche Joost geleitete Forschungsgruppe "Design Research Lab" mit gegenwärtig neun wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Organisatorisch sind Professur und Forschungsgruppe dem Institut für Produkt- und Prozessgestaltung (IPP) an der Fakultät Gestaltung der UdK Berlin zugeordnet, das von dem international renommierten Entwerfer Prof. Axel Kufus geleitet wird. "Mit der Professur Designforschung gewinnen auch die Studierenden interdisziplinäre Erfahrungen und Kompetenzen, vor allem, weil sie sich selbst mit experimentellen Entwurfsarbeiten an innovativen Prozessen beteiligen und gleichzeitig von theoretischen und methodischen Erkenntnissen profitieren," sagt Prof. Axel Kufus, dessen grenzüberschreitende Projekte "Design Reaktor", "Schwarm-Labor" oder "Kollisionen" der UdK Berlin hohe Anerkennung eingebracht haben.

Prof. Dr. Gesche Joost leitet seit 2005 das Design Research Lab an den T-Labs der Deutschen Telekom in Berlin. Gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt sie Forschungs- und Lehrprojekte zu den Themen Human-Computer-Interaction, zu Gender- und Diversity-Aspekten in der Technologie-Entwicklung und zur audio-visuellen Rhetorik der Medien.

2008 erhielt sie den Nachwuchs-Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Vom Wintersemester 08/09 bis zum Sommersemester 2010 war sie Juniorprofessorin für "Interaction Design & Media" an der TU Berlin. Prof. Dr. Gesche Joost ist Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF).

Die Forschungsgruppe "Design Research Lab" arbeitet zu technologischen, sozialen und theoretischen Aspekten von Design. Zielsetzung ist es seit dem Start 2005, Brücken zwischen technologischen Innovationen und realen Alltagsbedürfnissen der Menschen zu schlagen. Aktuelle Projekte befassen sich unter anderem mit neuartigen taktilen Interaktionsformen mit Endgeräten und Textilien, mit geschlechts- und altersspezifischen Anforderungen an Kommunikationsgeräte, mit Konzepten gegenseitiger Unterstützung in der Nachbarschaft und mit alternativen, von der Gebärdensprache inspirierten Kommunikationsformen.

Die Deutsche Telekom Laboratories mit Hauptsitz in Berlin sind die zentrale Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Deutschen Telekom. Zugleich sind sie ein An-Institut der Technischen Universität Berlin. Dort und an weiteren Standorten in Darmstadt, Los Altos (USA) und Beer Sheva (Israel) arbeiten rund 360 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt an Informations- und Kommunikationstechnologien der Zukunft.
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