Das Formel 1 Team von McLaren Racing wendet die Additive Fertigung von Stratasys an, um die Leistung seiner Rennwagen 2017 zu verbessern

Minneapolis, USA, und Surrey, Großbritannien, (PresseBox) - .

Stratasys FDM und PolyJet 3D-Drucklösungen werden benutzt, um gebrauchsfertige, renntaugliche 3D-gedruckte Teile für den neuen Rennwagen McLaren MCL32 sowie Produktionshilfsmittel für eine verbesserte Herstellung zu fertigen

Zudem wird der 3D-Druck auch an der Rennstrecke benutzt, um Teile und Werkzeuge nach Bedarf zur sofortigen Auswertung während der Testfahrten und Rennen herzustellen

Damit sollen neue Fahrzeugentwicklungen früher bereitstehen und der Zeitraum von der Idee zur fertigen Komponente abgekürzt warden

McLaren Racing erweitert die Anwendung von Stratasys (Nasdaq: SSYS) 3D-Druck, um Komponenten für seinen Formel-1-Rennwagen MCL32 für 2017 herzustellen. Damit sollen Designänderungen beschleunigt und das Gewicht für eine verbesserte Leistung reduziert werden.

Zu den 3D-gedruckten Teilen, die zur verbesserten Leistung entworfen und im neuen Rennwagen für 2017 verwendet worden sind, gehören u. a. Folgende:


Halterung für Hydraulikleitung


McLaren Honda hat eine 3D-gedruckte Halterung hergestellt, um die Hydraulikleitung im Rennwagen MCL32 zu befestigen. Dazu wurde die FDM-Technologie von Stratasys verwendet, konkret die Produktion eines Fortus 450mc 3D-Druckers mit kohlenfaserverstärktem Nylonmaterial (FDM® Nylon 12CF).  Die Halterung wurde in nur vier Stunden gefertigt, im Gegensatz zu den ca. zwei Wochen, die bisher bei herkömmlichen Herstellungsverfahren erforderlich waren.


Flexible Buchsen für Funkkabel


Kürzlich wurde in den Rennwagen MCL32 ein neues 2-Wege-Kommunikations- und Datensystem eingebaut, dessen Kabel sich jedoch als Ablenkung für den Fahrer erwies. McLaren nutzte die Fähigkeit des Stratasys-3D-Druckers J750, mit flexiblen Materialien zu drucken, und entwarf eine gummiartige 3D-gedruckte Buchse, in der die Kabel für das Kommunikationssystem zusammengefügt sind. An einem einzigen Tag wurden drei verschiedene Designs iteriert und 3D-gedruckt. Die endgültige Komponente wurde dann in nur zwei Stunden 3D-gedruckt und damit konnte die komfortable Funkkabelbuchse bereits beim ersten Rennen des Grand Prix 2017 verwendet werden.


Bremskühlleitungen aus Kohlenstofffaser


Für eine effiziente Temperaturregelung der Bremskomponenten wurden für McLaren Honda 3D-gedruckte Sacrificial-Tools für hohle Bremskühlleitungen aus Verbundstoff hergestellt. Diese löslichen Kerne wurden mit dem Material ST-130 3D-gedruckt, das speziell für diese Anwendung entwickelt wurde. Der Kern wird mit kohlenstofffaserverstärktem Verbundmaterial umhüllt und bei hohen Temperaturen im Autoklav-Verfahren ausgehärtet. Das Endergebnis ist eine Röhrenstruktur mit einem sehr glatten Innenflächenfinish, mit dem der erforderliche Luftfluss zu den Bremsen unter Beibehaltung der maximalen Aerodynamik und Fahrzeugleistung gewährleistet ist.


Heckklappe


Mit einem 3D-gedruckten Schichtwerkzeug wurde auf dem FDM-basierten Fortus 900mc 3D-Produktionsdrucker eine große Heckklappenverlängerung zur Verstärkung des rückwärtigen Abtriebs aus kohlenstofffaserverstärktem Verbundmaterial hergestellt. Das Team produzierte in nur drei Tagen mit 3D-Druck die 900 mm breite, mit einem Autoklav ausgehärtete Verbundmaterialstruktur für hohe Temperaturen (>350 °F/177 °C) und sparte damit in einer kritischen, zeitlich beschränkten Testphase viel Zeit.

„Wir verändern und verbessern die Designs unserer Formel-1-Rennwagen ständig. Deshalb ist es von wesentlicher Bedeutung, dass wir neue Designs schnell testen können, um den Wagen leichter zu machen und - was noch wichtiger ist - die Zahl der konkreten Iterationen mit einer verbesserten Fahrzeugleistung zu steigern. Wenn Neuentwicklungen im Wagen ein Rennen früher verwendet werden und wir damit also in wenigen Tagen von der neuen Idee zum neuen Teil übergehen können, wird die Wettbewerbsfähigkeit des McLaren MCL32 wesentlich verbessert. Wir reduzieren unsere Vorlaufzeiten und steigern die Komplexität der Teile, indem wir die Anwendung des 3D-Drucks von Stratasys bei unseren Herstellungsverfahren noch weiter ausbauen. Dazu zählen endgültige Fahrzeugkomponenten, Verbundschichtformen sowie Sacrifical-Tools, Schneidevorrichtungen und vieles mehr“ erklärte Neil Oatley, Leiter der Abteilung Design und Entwicklung bei McLaren Racing Limited.

Um die Design- und Herstellungszyklen zusätzlich zu beschleunigen, wird McLaren Honda einen Stratasys uPrint SE Plus an der Rennstrecke einsetzen für Rennstreckentests. So ist das Team in der Lage, nach Bedarf Teile und Werkzeuge herzustellen.

„Die Formel 1 ist einer der weltbesten Prüfstände für unsere additiven Fertigungslösungen. Als offizielle Lieferanten von 3D-Drucklösungen für das Formel-1-Team von McLaren-Honda arbeiten wir eng mit ihnen zusammen, um ihre Designanforderungen in der Werkstatt, im Windtunnel und an der Rennstrecke zu lösen. Wir glauben, dass sich dadurch die Möglichkeit ergibt, neue Materialien und Applikationen zu entwickeln, die McLaren Racing und anderen Automobildesignern und -Herstellern neue Effizienz und Potentiale bringen werden“ meinte Andy Middleton, Präsident von Stratasys EMEA.

Über McLaren:

Das McLaren-Team wurde 1963 vom neuseeländischen Rennfahrer Bruce McLaren gegründet. In Monaco feierte McLaren 2016 das 50. Jubiläum als Teilnehmer der Formel 1. Seit 1966, dem Jahr der ersten Teilnahme an einem Formel-1-Rennen, hat McLaren 20 Weltmeistertitel und über 180 Grand-Prix-Titel gewonnen. Das Team gilt derzeit weltweit als eines der erfolgreichsten im Rennsport sowie als eine der weltweit ruhmreichsten Hochtechnologiemarken.

Die McLaren Technology Group wurde erweitert, um mehr als nur Formel-1-Rennen abzudecken: McLaren baute in den 1990er Jahren den Supersportwagen McLaren F1, und mit der Gründung von McLaren Automotive wurden später eine Reihe von Hochleistungswagen hergestellt, darunter der legendäre McLaren P1™.

McLaren Applied Technologies entwickelt strategische Geschäftspartnerschaften, die auf dem Know-how in den Bereichen Hochleistungsdesign, Performancemanagement und Simulationssystemen beruhen. Außerdem entwickelt das Unternehmen Steuereinheiten für die gesamte Formel 1, Indy Car- und NASCAR-Rennen, baut und wartet diese.

Das McLaren-Honda-Team bestreitet die FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2017 mit dem zweifachen Weltmeister Fernando Alonso und dem belgischen Neuling Stoffel Vandoorne, der 2016 beim Großen Preis von Bahrain mit seinem Renndebüt für McLaren-Honda in einem einmaligen Rennen punkten konnte.

Stratasys ist eine eingetragene Marke von Stratasys Ltd. und/oder deren Vertragspartnern bzw. Tochtergesellschaften.

Stratasys GmbH

Seit mehr als 25 Jahren ist Stratasys Ltd. (NASDAQ:SSYS) innovativer Pionier und einer der Branchenführer für 3D-Druck und Additive Fertigung - shaping the way things are made. Das Unternehmen mit Firmensitzen in Minneapolis, Minnesota und Rehovot, Israel, stellt Kunden aller Branchen die nötige Technologie bereit, um Design- und Produktionsparadigmen neu zu definieren. Mit seinen Technologielösungen bietet das Unternehmen seinen Kunden eine unerreichte Freiheit beim Design und höchste Flexibilität bei der Produktion. Das Ergebnis sind eine schnellere Markteinführung, niedrigere Entwicklungskosten, bessere Designs und ein effizienterer Informationsfluss. Zu den Tochterunternehmen von Stratasys gehören MakerBot, Solidscape und das Stratasys-Ökosystem mit 3D-Druckern für Prototyping und Produktion; einer großen Auswahl an 3D-Druckmaterialien; strategischen Beratungs- und professionellen Dienstleistungen über Partner; und den Thingiverse- und GrabCAD-Communitys mit mehr als 2 Millionen druckbaren 3D-Dateien und kostenlosen Designs. Stratasys beschäftigt mehr als 2.700 Mitarbeiter, verfügt weltweit über 1.200 Patente und Patentanmeldungen für Additive Fertigungsverfahren und hat bereits mehr als 30 Auszeichnungen für seine Technologien und Führungseigenschaften erhalten.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.