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Pressemitteilung BoxID: 641192 (ETOGAS GmbH)
  • ETOGAS GmbH
  • Industriestraße 6
  • 70565 Stuttgart
  • http://www.etogas.com
  • Ansprechpartner
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  • +49 (761) 380968-23

ETOGAS mit Energy Award ausgezeichnet

Power-to-Gas überzeugt als innovatives Geschäftsmodell

(PresseBox) (Stuttgart, ) Energy Academy kürt Stuttgarter Anlagenbauer. Preisverleihung in Berlin.

Am 14. November 2013 hat der Stuttgarter Anlagenbauer ETOGAS GmbH den Energy Award gewonnen. Das Unternehmen wurde in der Kategorie "Energie- Startup des Jahres" für seine Verdienste um die Ökostromspeichertechnologie Power-to-Gas ausgezeichnet. ETOGAS konnte die Jury insbesondere mit seiner Kreativität, der wirtschaftlichen Perspektive und dem langfristigen Potenzial der Geschäftsidee überzeugen. Der Energy Award wird jährlich von dem Expertenforum der Energy Academy für außerordentliche Leistungen auf dem Feld der Energiewirtschaft vergeben. Initiatoren des Think Tanks sind Unternehmen wie General Electric, die Deutsche Post und das Handelsblatt.

Die Gründer und Geschäftsführer Gregor Waldstein und Dr. Karl Maria Grünauer nahmen den Preis bei der Siegerehrung in Berlin entgegen. "Wir sind stolz darauf und freuen uns sehr, dass das Potenzial von ETOGAS durch diesen Preis erkannt und gewürdigt wird", so Waldstein und Grünauer.

Seit vier Jahren befasst sich ETOGAS mit der Entwicklung und Industrialisierung von Power-to-Gas-Anlagen. Audi greift seit kurzem für Mobilitätszwecke auf die Technologie zurück: Für den Autobauer hat ETOGAS die weltweit größte industrielle Power-to-Gas-Anlage mit 6,3 Megawatt Leistung im niedersächsischen Werlte errichtet. Die Anlage ging im Herbst 2013 vollständig in Betrieb. Das erneuerbare synthetische Methan, von Audi e-gas genannt, ist für Kunden des neuen A3 g-tron vorgesehen. Mit diesem Treibstoff können Autofahrer mit einer CO2-Bilanz von 20 Gramm pro Kilometer nahezu kohlendioxid-neutral fahren. Die Gasmenge aus Werlte versorgt 1.500 A3 g-tron mit einer jährlichen Fahrleistung von jeweils 15.000 Kilometer - insgesamt sind das 22,5 Millionen km pro Jahr.

Die Anlage für den Ingolstädter Konzern verfügt über eine 25-mal so große Eingangsleistung wie die bislang weltweit größte Power-to-Gas-Anlage. Diese ging bereits im Oktober 2012 beim Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff- Forschung Baden-Württemberg (ZSW) - dem F&E-Partner von ETOGAS - in Stuttgart im Rahmen eines vom BMU geförderten Projekts in Betrieb. Beim dortigen Forschungsbetrieb wird die Industrialisierung der Technologie vorbereitet. Die dabei gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse kommen nun der neuen Anlage in Werlte zu Gute.

Am Ziel sehen sich die Gründer Waldstein und Grünauer jedoch noch lange nicht: "Ein geeigneter Rechtsrahmen kann das wirtschaftliche Potenzial von Power- to-Gas voll zur Geltung bringen. Damit wird der wirtschaftliche Betrieb netzgebundener Speicher ermöglicht und eine zielkonforme Versorgung mit erneuerbaren Kraftstoffen erreicht. Wir sind zuversichtlich, dass dieser Rechtsrahmen in der neuen Legislaturperiode geschaffen wird", so Grünauer.

In einer Power-to-Gas-Anlage wird überschüssiger Strom aus Wind- und Solaranlagen in erneuerbares Erdgas umgewandelt und ins Erdgasnetz eingespeist. Der Strom zerlegt in einem ersten Schritt Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) (Elektrolyse). In einem zweiten Schritt wird der gewonnene Wasserstoff zusammen mit Kohlendioxid (CO2) katalytisch zu Methan (CH4) umgesetzt (Methanisierung). Als CO2-Quelle dienen unter anderem Biogasanlagen.

Das entstandene Methangas (CH4) kann als synthetisches Erdgas uneingeschränkt direkt in das Erdgasnetz eingespeist und dort gespeichert werden. Blockheizkraftwerke, Autos und die Industrie können das erneuerbare Gas nutzen. Die Technik der ETOGAS GmbH sorgt dafür, dass stark fluktuierende Energiequellen wie Wind und Sonne zuverlässig in die bestehende Energieinfrastruktur integriert werden können - erneuerbarer Strom wird langfristig speicherbar und überall beziehbar.

ETOGAS GmbH

Die ETOGAS GmbH entwickelt, baut und verkauft Anlagen zur Umwandlung von überschüssigem Ökostrom in Wasserstoff und Methan. Kunden können damit Strom aus Windkraft bei Sturm und aus PV-Anlagen zu Mittag, der nicht zur Lastdeckung benötigt wird, einer gesicherten Vermarktung über das bestehende Gasnetz zuführen. Der Stuttgarter Anlagenbauer ist führend in der Entwicklung der Power-to-Gas-Technologie.