Bosch-Chef Denner: Erfolgreiche Kooperation zwischen der Universität Jena, Trumpf und Bosch sichert Innovationsvorsprung Deutschlands

Nominierung für Zukunftspreis als gutes Beispiel

(PresseBox) ( Ditzingen/Stuttgart, )
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- Ultrakurze Laserpulse sind neues Werkzeug für den Maschinenbau
- 30 Millionen Produkte bei Bosch bis Ende 2013 - Verdreifachung mittelfristig absehbar
- Zusammenarbeit über fachliche Grenzen hinweg

Öffentlich geförderte Verbundprojekte zwischen Unternehmen und Universitäten sind eines der besten Mittel, um die Innovationskraft Deutschlands zu erhalten und zu steigern. Davon sind Bosch-Chef Volkmar Denner und Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung von Trumpf, überzeugt. "So ein Weg kann für die deutsche Industrie entscheidend sein", betonte Denner am Mittwoch in Ditzingen bei Stuttgart. Die Kooperation biete die gute Möglichkeit, Forschungsergebnisse schneller in innovative Produkte umzusetzen und den wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland zu sichern.

Positives Beispiel: Mitarbeiter von Bosch, Trumpf und der Universität Jena sind gemeinsam für den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten nominiert. Die drei Partner haben ultrakurze Laserpulse von der Grundlagenforschung zu einem neuen Werkzeug für die industrielle Massenfertigung entwickelt. Mit den energiereichen Pulsen lassen sich zum Beispiel feinste Löcher in härteste Metalle bohren oder auch Saphir oder Diamant schneiden.

Die energiereichen Laserpulse treffen dafür rund 800 000 Mal in der Sekunde auf den Werkstoff und verdampfen feinste Bereiche daraus. So entstehen Löcher oder Schnitte. Trumpf liefert die derzeit stärksten industriell einsetzbaren Laser auf diesem Gebiet. Bosch hat diese Technik erstmals in der industriellen Serienproduktion eingesetzt. Grundlagen des Verfahrens entstanden zu großen Teilen an der Universität Jena. Die Beteiligten präsentierten die Technologie am Mittwoch von Journalisten. Die Entscheidung über die Vergabe des Preises fällt am 4. Dezember in Berlin, zwei weitere Teams sind im Rennen um die renommierte Auszeichnung des Bundespräsidenten.

"Bei Bosch ist diese Technologie jetzt auf dem Sprung in die ganz großen Stückzahlen", sagte Bosch-Laserexperte Jens König vor Journalisten. Bis Ende 2013 würden damit allein bei Bosch 30 Millionen Produkte gefertigt. "Eine Verdreifachung ist mittelfristig absehbar." Zu den besonders erfolgreichen Produkten gehört eine kraftstoffsparende Benzin-Direkteinspritzung, die mit bis zu 20 Prozent weniger Benzin auskommt. Die Laserpulse schneiden aber auch härteste Gläser für Smartphones oder formen Medizinprodukte wie Stents.

Denner und Leibinger betonten einhellig, dass viele der Grundlagen vor Jahren in zwei vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekten namens "PRIMUS" und "PROMPTUS" gelegt wurden. Voraussetzung für eine solche Förderung ist, dass Beteiligte verschiedener Fachrichtungen zusammenkommen und über die fachlichen Grenzen hinweg kooperieren, ergänzten sie. Das trage entscheidend dazu bei, neue Ideen für innovative Produkte zu schaffen. "Diese Innovationskraft ist von zentraler Bedeutung für unser Land - Politik, Gesellschaft und Unternehmen sollten sich dessen bewusst sein", sagte Denner. "Die gemeinsame Nominierung für den Zukunftspreis ist ein besonders gutes Beispiel für diese Kooperation."
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