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Pressemitteilung BoxID: 378882 (PROLINK internet communications GmbH)
  • PROLINK internet communications GmbH
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Sicherheit als Webservice ?

(PresseBox) (Freiburg, ) Neue, innovative Angebote versprechen ein Umdenken beim Schutz vor Viren, Würmern und Co : reine netzbasierte Schutzdienste wie "Cloud Security" oder auch "Security as a Service" wollen die Kosten reduzieren, welche für IT-Sicherheit aufzubringen sind. Dabei werden vereinfacht gesagt die Virenscanner nicht mehr auf dem PC, sondern als Internetdienst angeboten. Diese lassen sich dann im Emailprogramm oder dem Webbrowser hinterlegen, so dass der Emaildienst und das Web sicher werden sollen.

Dabei entstehen zwar erstmal zusätzliche Kosten in Form eines Dienste-Abonnements, doch die Einsparung soll ja dann erfolgen, wenn man auf die ansonsten üblichen Massnahmen verzichtet, wie z.B. eine Firewall oder Lizenzen für Antivirusprogramme.

Ein solcher Verzicht jedoch ist schlicht unverantwortlich. Die Idee, auf lokale Massnahmen verzichten zu können beruht ja auf der Annahme, dass alle Gefahren über die per "Cloud Service" geschützten Transportwege kommen müssen, und diese Annahme ist nicht haltbar. So schützt man zwar sein Emailprogramm und den Webbrowser, doch die unendlich vielen Angriffspunkte daneben bleiben ungeschützt.

Der aktuell diskutierte Schädling "Stuxnet" beispielsweise wurde per USB-Stick eingebracht. Auch auf CDs/DVDs, Disketten und anderen Datenträgern wie Foto-Speicherkarten können sich Viren und Würmer verbreiten. Und das Internet besteht ja aus wesentlich mehr, als nur Email und Web: ein klassischer Wurm nutzt Internetdienste von PCs, von denen die PC-Besitzer meisst gar nichts wussten. So wurden in der Vergangenheit Wurmattacken über SQL-Datendienste verbreitet, die auf vielen Computern erreichbar sind, weil z.B. eine Videodatenbank installiert ist. Diese Infektionswege bleiben aber bei reinen netzbasierenden Diensten völlig unberücksichtigt.

Auch die alteingesessenen Hersteller wie F-Secure, Symantec usw. bieten einen Online-Virencheck - wohlgemerkt nur zum Zwecke der Schnellüberprüfung. Als alleiniger Schutz sind diese aber nicht zu gebrauchen. So ist ein Online-Virenscanner nur dann wirksam, wenn eine Firewall vor Ort sicherstellt, dass keine Email oder sonstige Datei am Scanner vorbeigehen kann.

Internetdienste können und werden unsere IT-Sicherheit verbessern, z.B. durch Reputationsdienste. Doch der Glaube, man könne heute dadurch Geld sparen ist ein Irrglaube - ein gefährlicher.