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Pressemitteilung BoxID: 146580 (Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V.)
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NABU begrüßt Kennzeichnung gentechnikfreier Produkte Tschimpke: Beitrag zum Natur- und Verbraucherschutz

(PresseBox) (Bonn, ) Der NABU hat die gestern Abend von der Koalition beschlossene Kennzeichnung von gentechnikfrei erzeugten Eiern, Milch und Fleisch begrüßt. Mit der im neuen Gentechnikgesetz verankerten neuen Kennzeichnungsregelung "ohne Gentechnik" können die Verbraucher künftig bereits auf den ersten Blick erkennen, ob die Tiere mit gentechnisch verändertem Mais oder Soja gefüttert worden sind.

"Das ist ein wichtiger Beitrag zum Natur- und Verbraucherschutz, weil erstmals erheblicher Druck auf Produzenten ausgeübt wird, keine gentechnisch veränderten Futtermittel einzusetzen. Der Verbraucher kann künftig entscheiden, ob er das Hähnchen kauft, das ohne Gen-Futter aufgewachsen ist oder das mit Gen-Soja aus Argentinien aufgezogen wurde", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland lehnen genmanipulierte Lebensmittel ab. Deutsche Produzenten, die bislang mit einem natürlichen Image warben, werden es künftig schwerer haben, ihre Produkte an den Kunden zu bringen, wenn der Zusatz "ohne Gentechnik" fehlt.

Weltweit werden über 100 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Ein Großteil davon wandert in europäische und damit auch deutsche Futtertröge. Der NABU hofft, dass diese Kennzeichnung auch in anderen Ländern Europas Schule macht.

Nach wie vor ist das von Union und SPD verhandelte Gentechnikgesetz gerade mit Blick auf den Schutz von ökologisch sensiblen Gebieten unzureichend. In dem neuen Gesetz fehlt immer noch eine Abstandsregelung von Gen-Äckern zu Schutzgebieten ebenso wie ein wirksamer Schutz von Imkern. Der NABU fordert mindestens 1000 Meter Abstand zwischen Feldern von Genbauern und Schutzgebieten. Auch der beim Genmais-Anbau beschlossene unterschiedliche Sicherheitsabstand von 150 Metern zu konventionell angebautem Mais und 300 Metern zu Öko-Mais ist aus NABU-Sicht zu gering. Die wirtschaftliche Existenz des Ökolandbaus als umweltverträglichste Variante der Landwirtschaft ist damit weiter nicht hinreichend gesichert.

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