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Pressemitteilung BoxID: 336788 (MPDV Mikrolab GmbH)
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Kennzahlenmonitor zur neuen VDMA-Norm

(PresseBox) (Mosbach, ) Eine wichtige Grundlage für kontinuierliche Verbesserungsprozesse in der Fertigung ist die Nutzung von Kennzahlensystemen, mit denen produktionsrelevante Kenngrößen gemessen, auf Sollwerte hin überwacht und Vergleiche zwischen Maschinen, Abteilungen und Werken vorgenommen werden können.

Da es bisher nur rudimentäre Ansätze für eine sinnvolle Standardisierung von Kennzahlen für Fertigungsbetriebe gab, hat sich der VDMA (Verband Deutscher Maschinen­ und Anlagenbau e.V.) der Thematik angenommen. Ende 2007 wurde ein spezieller Arbeitskreis gebildet, der jetzt das neue VDMA­Einheitsblatt 66412­1 mit den wichtigsten Kennzahlen und deren Berechnung veröffentlicht hat.

Die neue VDMA­Norm beschreibt neben bereits bekannten Kennzahlen wie Beleggrad, Rüstgrad, Mitarbeiterproduktivität, Effektivität, Maschinen­ und Prozessfähigkeitsindex oder Qualitätsrate auch relativ neue Messgrößen wie den OEE­Index (Overall Equipment Effectiveness), den NEE­Index (Net Equipment Effectiveness), First Pass Yield (FPY) und viele andere. Die Norm regelt jedoch nicht nur die Kennzahlenberechnung, sondern sie macht auch deutlich, dass Fertigungsunternehmen idealerweise ein MES nutzen sollten, um verlässliche und reproduzierbare Basiswerte zu erhalten.

Viele der im VDMA­Einheitsblatt veröffentlichten Kennzahlen waren bereits in früheren Versionen der MES­Lösungen von MPDV verfügbar. Darüber hinaus wurden jetzt neue Kennzahlenberechnungen gemäß der VDMA­Definitionen ergänzt und mit dem Kennzahlenmonitor ein neues Funktionspaket geschaffen, das seit September 2009 verfügbar ist.

Der Kennzahlenmonitor ist so konzipiert, dass sich der Anwender die gewünschten Kennzahlen auf dem Bildschirm in Echtzeit oder für definierbare Zeiträume anzeigen lassen und über Drilldown­Funktionen in weitere Details verzweigen kann. Außerdem sind Korrelationen zwischen den Kennzahlen erkennbar und es können Rückschlüsse auf gegenseitige Abhängigkeiten vorgenommen werden.

MES-Normen VDI kontra VDMA ?

Auf internationaler Ebene gibt es im Automatisierungsumfeld viele technisch geprägte Normen, die für die IT­Architektur, das Design und die Entwicklung von MES­nahen Komponenten interessant sind, dem Anwender jedoch nur wenig weiterhelfen. Mehr Unterstützung bietet hier die VDI­Richtlinie 5600, mit der auf nationaler Ebene eine Definition existiert, die ein MES anhand der zu erfüllenden Aufgaben beschreibt. Sie gibt daher den Fertigungsunternehmen ein Entscheidungshilfsmittel an die Hand, inwieweit MES im Unternehmen erforderlich ist und welchen Nutzen es bringt.

Ende 2007 gründete der VDMA (Verband Deutscher Maschinen ­ und Anlagenbau e.V.) einen Arbeitskreis, der sich mit der Normierung des Begriffes MES (Manufacturing Execution System) beschäftigt. Neben MPDV sind v.a. Anbieter von MES­Komponenten und ­Softwarehäuser vertreten. Da mit der VDI­Richtlinie 5600 bereits eine umfassende funktionsbezogene Definition von MES existiert, hat MPDV im VDMA­Arbeitskreis mitgearbeitet, um ergänzend und aufbauend auf der VDI­Richtlinie 5600 eine nutzenorientierte Norm zu MES­Kennzahlen auszuarbeiten. Mit dem VDMA­Einheitsblatt 66412­1 liegt das erste Ergebnis des Arbeitskreises nun vor.

Die Aktivitäten des VDMA­Arbeitskreises sind in das organisatorische Umfeld der nationalen und internationalen Normungsgremien wie folgt einzuordnen: Der MES­Arbeitskreis ist Teil des Normungsausschusses Maschinenbau (NAM) mit der Bezeichung NA­60­30­05. Als solcher ist er ein Bestandteil des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und somit automatisch auf internationaler Ebene der International Organization for Standardization (ISO) zugeordnet.

MPDV Mikrolab GmbH

Die MPDV Mikrolab GmbH (www.mpdv.de) ist ein führendes Systemhaus, das sich seit über 30 Jahren mit der Erfassung und Verarbeitung von Unternehmensdaten im Fertigungs-, Personal und Qualitätsbereich beschäftigt. Weltweit sind über 160 Mitarbeiter an zehn Standorten in Deutschland, Frankreich, Singapur, der Schweiz und den USA für MPDV tätig.

Die MES-Lösungen von MPDV schaffen die notwendige Transparenz in Fertigungsunternehmen aller Branchen und Unternehmensgrößen und decken Verbesserungspotenziale auf. So sind Sie jederzeit über die IST-Situation informiert, können schnell reagieren und Ihre Planung darauf ausrichten. So kann die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens durch die Verbesserung der Prozesse signifikant gesteigert werden. Für jeden Einsatzzweck und Anwender bietet MPDV die richtige MES-Lösung: Ob als eigenständiges System (HYDRA-MES), vollständig in SAP integriert (xMES) oder als Kennzahlensystem (MES-Cockpit).

Als integriertes, modular strukturiertes MES-System bietet HYDRA leistungsfähige Funktionen in den Bereichen: BDE / Auftragsdaten, Leitstand, Maschinendaten, Material- / Produktionslogistik, Werkzeugdaten / DNC, Qualitätsmanagement / CAQ, Tracking & Tracing (Traceability), Prozessdaten, Personalzeit / PEP, Leistungslohnermittlung, Zutrittskontrolle.

Mit xMES bietet MPDV Anwendern eine vollständig in SAP integrierte MES-Lösung an. xMES setzt direkt auf der Composite Application MII (Manufacturing Integration and Intelligence) der SAP AG auf bzw. nutzt deren Tools und ist vollständig in die Infrastruktur auf Basis des SAP NetWeaver eingebettet.

Als Complementary Software Partner der SAP AG kann MPDV auf weitreichende Erfahrungen aus über 270 realisierten Projekten im SAP-Umfeld verweisen. Anwender werden dabei unterstützt, MES-Funktionen im Zusammenwirken mit den SAP-Funktionen optimal einzusetzen und damit die Lücke zwischen den Fertigungsprozessen und der Managementebene zu schließen.

Neben der Entwicklung von Systemlösungen beschäftigt sich MPDV im Rahmen der Initiative MPDV Campus (www.mpdvcampus.de) verstärkt mit Fragen der Wirtschaftlichkeit im modernen Fertigungsumfeld, fördert neue Ideen und stellt innovative Lösungsansätze und Methoden vor.