PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 454005 (Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V.)
  • Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V.
  • Gerhard-Koch-Straße 2
  • 73760 Ostfildern/Scharnhauser Park
  • http://www.iste.de
  • Ansprechpartner
  • Sabine Keller
  • +49 (711) 32732-124

14. Baustoff-Recycling-Tag in Filderstadt-Bernhausen

(PresseBox) (Ostfildern/Scharnhauser Park, ) Politik und Gesellschaft fordern den schonenden Umgang mit Ressourcen und eine konsequente Kreislaufwirtschaft. Doch die so genannte "Mantelverordnung" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die den Boden- und Grundwasserschutz regeln soll, lässt seit Jahren auf sich warten. Das verunsichert die Branche. Wie sich das in der Praxis auf die Unternehmen auswirkt, wurde auf dem größten alljährlichen Branchentreff der Steine- und Erden-Industrie im Südwesten, dem Baustoff-Recycling-Tag, mit Vertretern aus Bundes- und Landespolitik diskutiert.

Die Verwertungsquote von Bau- und Abbruchabfällen beträgt derzeit rund 70 Prozent. Damit belegt Deutschland weltweit einen Spitzenplatz. Dennoch kann Recyclingmaterial nur ungefähr zu zehn Prozent "Primärrohstoffe" wie Sand und Kies und Naturstein ersetzen.

Deshalb ist die Gleichberechtigung der Baustoffe bei Ausschreibungen wichtig. Die am besten geeignete Gesteinskörnung soll eingesetzt werden - ohne dass ein Material bevorzugt wird und ohne politische Quoten- Vorgabe.

Dass die Sekundärbaustoffe über eine vergleichbare Qualität wie die primären Stoffe verfügen, dafür sorgt in Baden-Württemberg seit vielen Jahren das Qualitätssicherungssystem QRB. Ungefähr 100 von rund 400 Recyclingbe-trieben in Baden-Württemberg haben sich dem QRB angeschlossen. Politik und Verwaltung wünschen sich deshalb, dass viel mehr Firmen dem QRB beitreten.

Um das Baustoffrecycling effektiv zu nutzen, sind jedoch zuverlässige gesetzliche Rahmenbedingungen dringend nötig. Ob die neue Mantelverordnung diese Bedingungen schaffen wird, ist unter Experten umstritten. Während die Ersatzbaustoffverordnung umfassend wissenschaftlich begleitet wurde, fehlt dieses Fachwissen bei der Bodenschutzverordnung. Die Unternehmen fürchten deshalb, dass aufgrund zu strenger Grenzwerte Einzelfall-prüfungen die Regel sein werden. Abgesehen von dem großen Verwaltungsaufwand weckten individuell angewandte Kriterien bei den betroffenen Unternehmen den Verdacht auf Willkür.

Vor allem im Straßenbau können RC-Baustoffe eingesetzt werden, aber auch im Waldwegebau findet das Material Verwendung. Hier ist es besonders wichtig, dass keine Altlasten oder schlicht Abfall zum Einsatz kommen. . Der Verband der Teilnehmergemeinschaften Baden-Württemberg plädiert deshalb für ständige Kontrolle und begrüßt das QRB-Zertifikat für hochwertige Produkte. Bei einer Kuh könne man zuverlässig und lückenlos die Herkunft anhand ihrer Ohrmarke bestimmen. Beim Baustoff ist dies nicht so einfach. Deshalb seien Systeme wie das QRB für die Kunden unverzichtbar.

Auch in diesem Jahr nutzten über 260 Teilnehmer die Gelegenheit, sich auf dem überregional ausgerichteten Baustoff-Recycling-Tag zu informieren und auszutauschen. Auf der Veranstaltung referierten Experten aus Bundes- und Landesministerien, Verwaltung, Verbänden und der Wissenschaft.

Eingeladen hatten der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) und das Qualitätssicherungssystem Recycling-Baustoffe Baden-Württemberg e.V. (QRB) zusammen mit der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e.V. (BRB) und der Fédération Internationale du Recyclage (FIR).

Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V.

Derzeit werden rund 70 Prozent der Bau- und Abbruchabfälle wieder verwertet.

Recycling-Baustoffe sind vielseitig einsetzbar. Sie können bis zu 10 Prozent der Primärrohstoffe wie Naturstein, Sand und Kies ersetzen und schonen auf diese Weise die natürlichen Ressourcen. Durch konsequente Kreislaufwirtschaft sind weniger Deponien nötig.

Das Qualitätssicherungssystem Recycling-Baustoffe Baden-Württemberg e.V. (QRB) stellt sicher, dass keine Altlasten, sondern geprüfte, umweltfreundliche Produkte verwendet werden. Die Mitgliedsunternehmen werden regelmäßig von unabhängigen Fremdüberwachungsinstituten überwacht.

Informationen: www.iste.de; www.qrb-bw.de

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.