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Pressemitteilung BoxID: 86879 (HIS Hochschul-Informations-System eG)
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Informationsverhalten und Entscheidungsfindung bei der Studien- und Ausbildungswahl

(PresseBox) (Hannover, ) Wie entstehen bei Schülerinnen und Schülern Entscheidungen zu ihrem künftigen Studium, zu ihrer Berufsausbildung? Und wie gut fühlen sich die Studienberechtigten durch die verschiedenen beratenden Institutionen in ihrer Entscheidung unterstützt? Das sind Fragen, die die HIS Hochschul-Informations-System GmbH im aktuellen Heft der Reihe „Forum Hochschule“ thematisiert - aus Sicht von Schü­le­rin­nen und Schü­lern, die im Schul­jahr 2004/05 an all­ge­mein­bil­den­den oder be­ruf­li­chen Schu­len die Fach­hoch­schul­rei­fe oder das Abi­tur er­wor­ben ha­ben. Die Er­geb­nis­se ba­sie­ren auf ei­ner auf Bun­des- und Land­es­ebe­ne re­prä­sen­ta­ti­ven Un­ter­su­chung, die als Pi­lot­s­tu­die von HIS erst­mals be­reits vor Er­werb der Stu­di­en­be­rech­ti­gung durch­ge­führt wur­de.

An­ge­hen­de Stu­di­en­be­rech­tig­te mehr­heit­lich un­in­for­miert

Die Hälf­te der Stu­di­en­be­rech­tig­ten 2005 (54 %) hat vor oder mit Ein­tritt in die gymnasiale Oberstufe oder die zur Hoch­schul­rei­fe füh­ren­de berufliche Schu­le mit der nach­schu­li­schen Bil­dungs­pla­nung be­gon­nen. Da­von fühlt sich je­doch le­dig­lich ein knap­pes Vier­tel (24 %) um­fas­send in­for­miert und 7 % der Stu­di­en­be­rech­tig­ten ha­ben sich ein hal­bes Jahr vor dem Schul­ab­schluss noch gar nicht mit den nach­schu­li­schen Qua­li­fi­ka­ti­ons­op­ti­o­nen aus­ei­nan­der­ge­setzt.

Ar­beits­markt­ent­wick­lung als Hauptprob­lem der Ent­schei­dungs­fin­dung

Der Mehr­heit (51 %) der Stu­di­en­be­rech­tig­ten be­rei­tet die nur schwer ab­seh­ba­re Ent­wick­lung auf dem Ar­beits­markt Prob­le­me bei der nach­schu­li­schen Aus­bil­dungs­wahl. Un­si­cher­hei­ten re­sul­tie­ren da­rü­ber hi­naus aus der Schwie­rig­keit ab­zu­schät­zen, wel­che Qua­li­fi­ka­ti­o­nen und Kom­pe­ten­zen in Zu­kunft wich­tig sein wer­den (26 %). Zwei von fünf Be­frag­ten (38 %) füh­len sich von der schwer über­schau­ba­ren Zahl der Mög­lich­kei­ten über­for­dert. Ein knap­pes Vier­tel (23 %) stuft die un­be­frie­di­gen­de Vor­be­rei­tung auf die Aus­bil­dungs­wahl in der Schu­le als prob­le­ma­tisch ein.

Breit ge­fä­cher­te Nut­zung von In­for­ma­ti­ons­quel­len als Indiz für enor­men In­for­ma­ti­ons­be­darf

Die hohe Nut­zungs­häu­fig­keit vie­ler In­for­ma­ti­ons­quel­len und der Rück­griff der Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf zu­meist meh­re­re Quel­len wei­sen auf ei­nen ho­hen In­for­ma­ti­ons­be­darf der an­ge­hen­den Stu­di­en­be­rech­tig­ten hin. All­er­dings er­wei­sen sich bei Wei­tem nicht alle Quel­len als in ho­hem Maße er­trag­reich für die Vor­be­rei­tung auf die Stu­di­en- und Aus­bil­dungs­ent­schei­dung.

Po­si­ti­ve Ein­schät­zung von In­ter­ne­tan­ge­bo­ten als Quel­le der Ent­schei­dungs­fin­dung

Me­di­en ver­schie­dens­ter Art (In­ter­net, Bü­cher, Zeit­schrif­ten, TV) er­wei­sen sich als gut zu­gäng­li­che, häu­fig ge­nutz­te Quel­len. Ins­be­son­de­re das In­ter­net wird von na­he­zu al­len Stu­di­en­be­rech­tig­ten zur In­for­ma­ti­ons­be­schaf­fung he­ran­ge­zo­gen und trägt in be­son­de­rer Wei­se zur Kom­plex­itäts­re­duk­ti­on bei der Ent­schei­dungs­fin­dung bei.

Kri­ti­sche Be­wer­tung pro­fes­si­o­nel­ler Be­ra­tungs- und In­for­ma­ti­ons­diens­te

Ne­ben der in­ten­si­ven Nut­zung von Me­di­en und der sehr häu­fi­gen eher in­for­mel­len In­for­ma­ti­ons­be­schaf­fung über Per­so­nen des di­rek­ten per­sön­li­chen Um­felds, stel­len pro­fes­si­o­nel­le Be­ra­tungs­diens­te zent­ra­le In­for­ma­ti­ons­quel­len dar. Drei von vier Stu­di­en­be­rech­tig­ten (74 %) ha­ben sich bei Ar­beits­agen­tu­ren oder Be­rufs­in­for­ma­ti­ons­zen­tren (BIZ) über Aus­bil­dungs- und Stu­di­en­mög­lich­kei­ten in­for­miert – wo­bei le­dig­lich jede(r) drit­te(r) Nut­zer­In (31 %) die so er­hal­te­nen In­for­ma­ti­o­nen als er­trag­reich ein­stuft.

Star­ke Nut­zung von In­for­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten der Hoch­schu­len

Un­ab­hän­gig von der tat­säch­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­ons­ab­sicht ha­ben 86 % der Stu­di­en­be­rech­tig­ten, die sich ein hal­bes Jahr vor dem Ver­las­sen der Schu­le be­reits mit der nach­schu­li­schen Ent­schei­dungs­fin­dung aus­ei­nan­der­set­zen, In­for­ma­ti­ons­ma­te­ri­a­lien der Fachhochschulen und Universitäten herangezogen – gut jede(r) Zweite davon (53 %) mit positivem Effekt.

Studien- und Ausbildungswahlvorbereitung als fester Bestandteil der schulischen Lehrpläne ist eine Ausnahme

Ausbildungswahlvorbereitung findet in den Schulen häufig in Form außerunterrichtlicher Informationsveranstaltungen statt. Ein Drittel der SchülerInnen (34 %), die diese Option hatten, stufen sie als in hohem Maße ertragreich für die Entscheidungsfindung ein. Zwar ist die Werdegangs­planung oftmals Gesprächsthema im Unterricht (56 %) – als fester Unterrichtsbestandteil – etwa über die Einbettung berufskundlichen Unterrichts in andere Schulfächer – kann sie jedoch nur selten gewährleistet wer­den (22 %).

Die gesamte Publikation steht als PDF-Download kostenlos zur Verfügung unter http://www.his.de/Service/Publikationen/FH/Pdf/fh-200603.pdf. Eine Printversion von „Informationsverhalten und Entscheidungsfindung bei der Studien- und Ausbildungswahl“ können Interessenten gegen eine Schutzgebühr von 10 € direkt bei HIS bestellen.

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