Zahl der Handwerksunternehmen nimmt weiter zu

(PresseBox) ( Mainz, )
Die Zahl der Handwerksunternehmen in Rheinhessen steigt weiter an. Bis zum 30. September konnte nach den Worten von HWK-Hauptgeschäftsführer Günther Tartter vor der Presse in Mainz eine Zunahme auf insgesamt 6.711 Unternehmen verzeichnet werden.

Davon waren, so Tartter, 630 Neugründungen und 76 Übernahmen. Bereinigt um die Zahl der Löschungen habe sich seit Januar dieses Jahres ein Plus von 252 Betrieben ergeben.

Das Gros der Betriebe zähle nach wie vor zu den zulassungspflichtigen Handwerken (4.064 Betriebe), gefolgt von den handwerksähnlichen Gewerken (1.525 Betriebe) und den zulassungsfreien Berufen (1.122 Betriebe).

Betrachte man die Entwicklung der letzten Jahre, so Tartter, sei auch während der konjunkturell angespannten Zeiten der Gründungswille im rheinhessischen Handwerk ungebrochen gewesen. So habe sich zwischen Januar 2004 und Oktober 2006 die Betriebszahl im rheinhessischen Handwerk um 810 gesteigert.

Die 6.711 Betriebe im rheinhessischen Handwerk beschäftigen nach Darlegung von Tartter rund 42 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und machen einen Umsatz von etwa 1,8 Milliarden Euro. Vor allem die Meisterbetriebe seien nach wie vor die Stütze der Ausbildung. Aktuell seien rund 3.219 Ausbildungsverhältnisse in die Lehrlingsrolle eingetragen.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Carsten Kühl unterstrich, Existenzgründer seien nicht nur kreativ und innovativ, sondern schafften auch neue Arbeitsplätze. Die Förderung von Existenzgründern mit dem Ziel, die Selbstständigenquote zu erhöhen, sei deshalb ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Der Erreichung dieses Ziels diene die Gründeroffensive Rheinland-Pfalz.

Kühl und Tartter betonten die Notwendigkeit, vor der Gründung einer eigenen Existenz das umfangreiche Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen. Kühl: "Eine Existenz im Handwerk zu gründen ist nach wie vor die richtige Entscheidung, bei der allerdings vieles bedacht werden muss. Sonst kann der Traum vom eigenen Unternehmen schnell zum Alptraum werden. Bei allen Fragen helfen die Gründungsberater der Handwerkskammern bis hin zur Beratung in rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten. Weitere wichtige Ansprechpartner für Existenzgründer sind die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz sowie - was den Kontakt zur Verwaltung angeht - der neue Mittelstandslotse der Landesregierung."

Tartter verwies in diesem Zusammenhang auch auf den speziellen Qualifizierungs- und Beratungsservice der Kammern für Unternehmer, die sich in einem zulassungsfreien Gewerbe selbstständig machen wollen, denen es aber an den notwendigen kaufmännischen und rechtlichen Grundkenntnissen mangelt.

Ein Blick auf die Qualifikation der neu eingetragenen Unternehmen in Berufen ohne Meisterpflicht mache nämlich die Auswirkungen der Lockerung des Zugangs zur Selbstständigkeit im Handwerk deutlich. Drei von vier Unternehmern verfügten über keinerlei berufliche Ausbildung. Nur wenige hätten eine Gesellenprüfung. Diese Entwicklung betrachte das Handwerk mit Sorge, da fehlende Qualifikation oft zum Scheitern am Markt führe.

Übernahme statt Neugründung ist nach Darlegung von Kühl eine "interessante Alternative" zur Gründung eines Unternehmens. 30 Prozent der rheinhessischen Handwerksbetriebe seien älter als 55 Jahre. Die traditionelle Übergabe der Betriebe an Familienmitglieder werde zunehmend schwierig.

Kühl und Tartter nannten in diesem Zusammenhang das gemeinsame Projekt von HWK Rheinhessen und Arbeitsagentur, über das durch aktive Beratungs- und Vermittlungstätigkeit durch die Kammer Betrieb und Interessent für eine Übernahme zusammengebracht werden sollen.

Von großer Bedeutung sei auch die Existenzgründung von Frauen. Dieses Potenzial sei noch lange nicht ausgeschöpft, sind Kühl und Tartter überzeugt. Mit einem Unternehmerinnenabend am 27. Oktober wolle die Handwerkskammer diese Thematik erneut in den Fokus rücken, so der HWK-Hauptgeschäftsführer.
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