Schadsoftware 'Dorifel' verbreitet sich in Europa

Hauptziel ist das Abgreifen von Bankdaten

London, (PresseBox) - Die Malware 'Dorifel' (auch bekannt als 'XDocCrypt') hat inzwischen mehr als 3.500 Computer befallen und verbreitet sich über Email-Anhänge und infizierte USB-Sticks rasant in Europa und weltweit. Ursprüngliches Hauptziel der Schadsoftware waren öffentliche Einrichtungen in den Niederlanden, wo insbesondere Regierungsstellen und Krankenhäuser betroffen sind.

Sobald ein Gerät mit Dorifel infiziert ist, wird im Hintergrund der Hermes-Trojaner heruntergeladen. Das Programm umgeht dabei klassische, signatur-basierte Sicherheitsvorkehrungen und zielt auf den Diebstahl von Bank- und Finanzdaten ab.

James Todd, Technical Lead für Europa bei FireEye kommentiert die Bedrohung:

"Die rasche Verbreitung von Dorifel zeigt, wie schwierig es ist, ausgeklügelte und gezielte Attacken auch mit hervorragenden Antivirenscannern und Intrusion Detection Systemen zu erkennen. Die meisten dieser Lösungen suchen nach bereits bekannten Bedrohungen - und trotz regelmäßiger Updates und umfangreichen IP-Blocklisten kann die Sicherheitslücke nicht vollständig geschlossen werden. Hier setzen dann die neuen, gezielten Angriffe an.

Dorifel ist vordergründig ein getarntes Programm zum Verschlüsseln oder Verstecken von Daten - um auf diese wieder zugreifen zu können, muss man meistens eine Art Lösegeld bezahlen. Allerdings ist es möglich, dass diese Bedrohung nur als Ablenkung dient, während an anderer Stelle der Hermes-Trojaner aktiv wird und Bankdaten des Opfers abgreift. Dieser sehr gezielte Angriff verbreitet sich rasend schnell weiter. Für Unternehmen sollte dies ein Alarmruf sein, dass ihre Sicherheitslösungen möglicherweise auf derart fortschrittliche Angriffe nicht vorbereitet sind. Wichtig wäre es hier, bereits bei verdächtigen Aktivitäten im Netzwerk aktiv zu werden, bevor ein Schaden entstehen kann. Dafür müssen noch unbekannte Bedrohungen isoliert und analysiert werden, bevor es zu Datendiebstahl oder einer großflächigen Infektion im Netzwerk kommt."

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