Kraftwerk der Zukunft wird in Wilhelmshaven gebaut

(PresseBox) ( München, )
Der Standort für das im Rahmen der E.ON-Technologie-Initiative „innovate.on“ geplante Steinkohlekraftwerk der Zukunft steht fest: Der Prototyp mit einem bislang nicht erreichbaren Wirkungsgrad von über 50 Prozent wird in Wilhelmshaven gebaut.

Um die angestrebte Wirkungsgradverbesserung zu erzielen, werden völlig neue Werkstoffe zum Einsatz kommen. Sie müssen einer Dampftemperatur von 700 °C und einem Druck von 350 bar standhalten. Einzelne Bauteile aus derartigen Werkstoffen hat E.ON bereits erfolgreich im Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen getestet. Bis sie in einer Großanlage eingesetzt werden können, sind noch weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten nötig. E.ON will diese zügig abschließen und bereits 2010 mit dem Bau des Kraftwerks in Wilhelmshaven beginnen. 2014 soll die Anlage mit einer Leistung von 500 Megawatt in Betrieb gehen.

Mit dem Wirkungsgrad von über 50 Prozent wird das Kraftwerk dann neue Maßstäbe bei der Einsparung von Brennstoffen und bei der Verringerung von CO2-Emissionen setzen. Derzeit liegt der durchschnittliche Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken europaweit bei 36 Prozent. Im Vergleich dazu wird die Anlage in Wilhelmshaven rund 30 Prozent weniger CO2 abgeben. Kraftwerke mit optimierten Wirkungsgraden sind die Grundvoraussetzung, um in weiteren Schritten technisch und wirtschaftlich machbare Konzepte zur CO2-Abscheidung und -speicherung zu entwickeln.

Für das Projekt investiert E.ON rund eine Milliarde Euro. Der Küstenstandort Wilhelmshaven ist für eine derartige Anlage besonders gut geeignet. Zum einen können die nötigen Kühlwassermengen jederzeit der Nordsee entnommen werden, zum anderen können große Seeschiffe die Importkohle direkt anliefern.

Zu dem Kraftwerksprojekt erklärte Bernhard Fischer, Technikvorstand von E.ON Energie: „Mit diesem Innovationskraftwerk will E.ON einen Quantensprung in der konventionellen Kraftwerkstechnik verwirklichen. Kohle wird auch in Zukunft für die Stromerzeugung unverzichtbar sein. Umso wichtiger ist es, sie noch umweltschonender als heute möglich zu nutzen. Unser Projekt in Wilhelmshaven wird die Grundlagen für die zukünftige weitere Nutzung der Kohle schaffen.“
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