Stuttgart fördert die Erneuerung alter Kessel

Austauschpflicht für alte Heizungen - das Energieberatungszentrum Stuttgart e.V. berät

Stuttgart, (PresseBox) - Besitzer betagter Heizungsanlagen können aufatmen: Seit 2014 gilt zwar die Austauschpflicht für alle Heizungen, die älter sind als 30 Jahre, doch Unterstützung ist in Sicht. So fördert die Stadt Stuttgart Immobilienbesitzer mit Pauschalen von 1.000 und 1.500 Euro, wenn sie ihre alten Heizungen durch neue Brennwertkessel bzw. Brennwerttechnik ersetzen. Wie man die Fördergelder richtig beantragt, weiß das Energieberatungszentrum Stuttgart e.V. (EBZ).

Ein Mensch gilt mit 30 Jahren noch als jung. Nicht so bei Heizungsanlagen: Sie sind im selben Alter technisch längst überholt. Die Oldies verbrauchen große Mengen Brennstoff und sind sehr wartungsanfällig. Daher schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) seit 2014 den Austausch von Heizungsanlagen vor, die länger als drei Jahrzehnte in Betrieb sind. 2017 betrifft dies laut einer Studie des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft rund eine Million alte Gas- und Ölheizungen.

Rechtzeitig umrüsten und Geld sparen

„Zeit für einen Wechsel“, meint Ulrich König, Geschäftsführer des EBZ, und hat gleich eine gute Nachricht für alle Betroffenen: „Wer seinen zentralen Heizkessel gegen einen neuen Brennwertkessel austauscht und gleichzeitig eine thermische Solaranlage installiert, bekommt von der Stadt Stuttgart pauschal 1.500 Euro dazu.“ So sparen Immobilienbesitzer gleich doppelt, denn moderne Brennwertkessel verbrauchen bis zu 25 Prozent weniger als ihre betagteren Kollegen. 1.000 Euro pauschal gibt es zudem für Eigentümer, die ihre Etagen- oder Elektroheizungen durch Brennwerttechnik ersetzen. Die EnEV gilt dabei ab dem Moment, in dem die Heizungsanlagen ihr 30. Jahr überschreiten.

Die Energiewende mitgestalten

Ein paar Ausnahmen gibt es dennoch: „Die Regelung gilt für Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung von vier bis 400 Kilowatt. Brennwert- und Niedertemperaturkessel sind nicht betroffen“, erklärt König. Auch Hauseigentümer, die bereits seit 2002 oder länger in ihrem Eigenheim wohnen, sind von der Regelung ausgenommen. Wer sich dazu entscheidet, seine Heizungsanlage auszutauschen, muss dabei das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) beachten. Demnach müssen nach einer Heizungserneuerung künftig 15 Prozent der Heizenergie aus erneuerbaren Energien stammen – beispielsweise durch Solarthermie, Holz, Biogas, Bioöl oder Erdwärme (Wärmepumpen). Auch hierzu berät das EBZ: „Um die Auflagen zu erfüllen, stehen etliche Zusatzoptionen zur Wahl“, betont der Geschäftsführer. Dazu zählen die Gebäudedämmung, der Einsatz von Photovoltaik, die Kraft-Wärme-Kopplung und ein umfassender Sanierungsfahrplan fürs Gebäude.

Wer sich informieren will, kann sich jederzeit an die Experten des EBZ wenden. Der gemeinnützige Verein berät zu Themen rund um die energetische Sanierung von Gebäuden und dient allen Stuttgarterinnen und Stuttgartern, die mit ihrer Immobilie zur Energiewende beitragen wollen, als zentrale Anlaufstelle. Mehr Infos sowie die Anmeldung zur kostenlosen Erstberatung finden Interessierte auf der Website des EBZ unter http://www.ebz-stuttgart.de

Energieberatungszentrum Stuttgart e. V. (EBZ)

Als die lokale Energieagentur in Stuttgart und Regionalpartner der Deutschen Energie-Agentur (dena) gilt das Energieberatungszentrum Stuttgart e. V. als gelungenes Beispiel für die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Verwaltung und privaten Gruppen. Seit seiner Gründung 1999 wirkt das EBZ aktiv bei der Umsetzung der Energiewende in Stuttgart mit und bietet als gemeinnütziger Verein eine unabhängige und kompetente Anlaufstelle für alle, die eine Modernisierung eines Gebäudes planen.

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