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Pressemitteilung BoxID: 124502 (Emsisoft GmbH)
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Bundestrojaner: Emsi Software bezieht Stellung

„Wir werden auf keinen Fall bewusst eine Lücke in unsere a-squared Produktreihe einbauen, um einen staatlichen Trojaner oder ähnliche Software gewähren zu lassen“

(PresseBox) (Oberndorf, ) Emsi Software, Hersteller von Sicherheitssoftware, bezieht Stellung zu der aktuellen Bundestrojaner Diskussion. In einem Artikel auf der Emsi Software Website beschreibt der Anti-Malware Spezialist die geschichtliche und juristische Entwicklung der Online-Durchsuchung, die eigentlich durch verschiedene Gerichtsurteile bereits verboten wurde: Ein PC kann lediglich konfisziert werden, um den Festplatteninhalt genau zu durchleuchten.

„Umstritten bleibt jedoch, ob die Onlinedurchsuchung als geheimdienstliche Maßnahme zulässig ist. So soll nach Ansicht des Bundesinnenministeriums die heimlichen Durchsuchungen von PCs für den Verfassungsschutz, den Militärischen Abschirmdienst (MAD) und den Bundesnachrichtendienst (BND) erlaubt sein“, so Christian Mairoll, Geschäftsführer von Emsi Software.

Aber so leicht ist der Zugriff auf einen Rechner nicht. Dazu müssten die Behörden entweder eine passende Sicherheitslücke auf dem Zielsystem ausnützen, per E-Mail einen Trojaner einschleusen oder einen Keylogger Offline installieren. Für den dritten Fall ist ein Hausdurchsuchungsbefehl Voraussetzung, da sich der Beamte direkten Zugriff auf den Rechner verschaffen muss. Der heimlich installierte Keylogger sammelt daraufhin die angefragten Daten und übermittelt sie, sobald der Rechner Online ist.

„Aber: Sowohl Trojaner als auch Keylogger werden von a-squared über die Verhaltensanalyse sofort erkannt und gestoppt“, erklärt Mairoll. „Der Keylogger ist hierbei die wahrscheinlichere Variante, da dieses Verfahren über einen konkreten Durchsuchungsbefehl einfacher durchsetzbar ist.“

Ebenso juristisch machbar ist es, die Leitung der Zielperson am Provider-Knoten zu kontrollieren. So lassen sich allerdings nur E-Mails und Chats überwachen, verschlüsselte Dateiübertragungen können über diesen Weg nicht festgestellt werden.

In der Diskussion um die Ausnutzung einer Sicherheitslücke sorgte die Aussage einiger Sicherheitssoftwarehersteller, mit staatlichen Organen im Zweifelsfall durchaus zu kooperieren, für Unsicherheit. Eine kleine Umfrage von Emsi Software in der Antiviren-Branche zeigte jedoch: Der administrative und technische Aufwand, für jede Regierung dieser Welt spezielle Abänderungen an der Software vorzunehmen, endet entweder in einem Rechts- und Klage-Chaos oder vervielfacht durch den Mehraufwand die Produktpreise. Der allgemeine Tenor aus der Security-Branche lautet: Kunden, die ihre Privatsphäre durch den Kauf von Sicherheitssoftware schützen möchten, haben Anspruch auf den bestmöglichen Schutz - ohne Kompromisse.

„Wir als Hersteller von Sicherheitssoftware möchten an dieser Stelle ganz klar Stellung beziehen und versichern, dass wir auf keinen Fall bewusst eine Lücke in unsere a-squared Produktreihe einbauen, um einen staatlichen Trojaner oder ähnliche Software gewähren zu lassen“, beruhigt Mairoll. „Sollte es irgendwann einmal zu einem Gesetzbeschluss oder Gerichtsurteil kommen, welches uns dazu zwingt, so werden wir die Nutzer unserer Software umgehend darüber informieren.“

Den gesamten Artikel zum Bundestrojaner finden Sie in der ständig erweiterten Emsi Wissensdatenbank unter:
http://www.emsisoft.de/de/kb/articles/tec070820/

Weitere Informationen über Emsi Software finden Sie unter:
http://www.emsisoft.de

Emsisoft GmbH

Emsi Software GmbH wurde 2003 in Oberndorf, Österreich von dem Gründer und Kopf des Unternehmens Christian Mairoll gegründet. Der Sicherheitsspezialist konzentriert sich im IT-Security Umfeld auf die verhaltensbasierte Malware-Abwehr. Das Verhaltensanalyse-Modul des Hauptproduktes a-squared Anti-Malware beobachtet hierzu alle aktiven Programme in Echtzeit. Dazu schaltet sich die Software zwischen Betriebssystem- und Programm-Ebene und überwacht so das Verhalten aller gestarteten Programme. Bei Verdacht auf schädliche Aktionen, wird ein Alarm ausgegeben und die Malware kann gestoppt werden. Mit Mamutu brachte Emsi Software 2007 einen reinen Behavior Blocker auf den Markt.

Während a-squared Anti-Malware mit dem "Doppelten Echtzeitschutz"
Schädlinge anhand ihres Verhaltens und aufgrund von Signaturen bekämpft, konzentriert sich "Mamutu" rein auf die Verhaltensanalyse und enthält keinen Viren-Scanner.Ziel ist es, im Bereich der Verhaltensanalysetechnologie zur Abwehr von Schädlingen ein führender Anbieter in Europa zu werden.