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Pressemitteilung BoxID: 598034 (embedded brains GmbH)
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Europäisches Weltraumteleskop "Herschel" beendet wissenschaftliche Mission und hält mehr als 35.000 wissenschaftliche Beobachtungen fest

Größtes satellitengestütztes Fern-Infrarot-Observatorium beschert eine Vielzahl neuer Erkenntnisse

(PresseBox) (Puchheim, ) Das von der European Space Agency (ESA) in den Weltraum gesendete europäische Teleskop Herschel beendet seinen erfolgreichen Einsatz, nachdem das Helium zum Kühlen der Messinstrumente wie geplant nach 3 Jahren verbraucht ist.

Das am 14. Mai 2009 ins All transportierte Teleskop gilt mit einem 3,5 Meter messenden Hauptspiegel als besonders leistungsstark. Mit Kameras und Instrumenten hat es inzwischen mehr als 35.000 wissenschaftliche Beobachtungen festgehalten. Herschel blieb noch für einige Zeit mit seinen Bodenstationen und der ESA Einsatzzentrale in Darmstadt in Funkkontakt, um nach dem Ende des kühlenden Heliumvorrats einige letzte technische Tests umzusetzen. Nun wird das Teleskop auf eine langfristig stabile Umlaufbahn um die Sonne befördert.

Die beiden wichtigsten Computer an Bord, die Command and Data Management Unit (CDMU) und der Attitude Steuerrechner (ACC) gehören zur RUAG Space Management Unit (SMU). Das SMU-Prozessor-Modul wurde um einen SPARC V7 Prozessor, den TSC695F, und einen anwendungsspezifischen I/O IC gebaut.

Die CDMU und ACC von Herschel werden unter anderem mittels des Open Souce Echtzeitbetriebssystems RTEMS 4.5.0 gesteuert. Die quelloffene Systemplattform stützt sich auf eine weltweite Entwickler- und Support-Community und wird in Europa von den Systementwicklern der embedded brains GmbH aus Puchheim betreut. Aufgrund seiner Zuverlässigkeit eignet sich RTEMS ideal für Anwendungen, die für hohe Sicherheitsanforderungen nach der IEC-Norm 61508 oder dem US-Standard DO-178 B der Luftfahrtbehörde FAA zertifiziert sind.

"Herschel hat uns einen neuen Blick auf bisher Verborgenes im Universum eröffnet und uns zum ersten Mal das Entstehen von Sternen und Galaxien gezeigt und es uns ermöglicht, den Weg des Wassers durch das Universum zu verfolgen, von Molekülwolken zu neugeborenen Sternen und ihren Planeten bildenden Scheiben und Kometengürteln. Herschel hat alle Erwartungen übertroffen und uns eine unglaubliche Fülle an Daten beschert, mit deren Auswertung die Astronomen noch mehrere Jahre lang beschäftigt sein werden ", sagt Göran Pilbratt, ESA-Herschel-Projektwissenschaftler. Begeisterung auch beim Max-Planck-Institut: Herschel habe seinen einzigartigen Blick nicht nur auf ferne Galaxien und Sterne gerichtet, "die Mission hat auch neue und überraschende Erkenntnisse über unser Sonnensystem ermöglicht". So sei etwa ein Komet identifiziert worden, dessen Wasser dem der Erde stark ähnle.

Eines der künftigen Weltraumteleskope, das Herschels Beobachtungen weiterverfolgen kann, wird das "James Webb Space Telescope" (JWST) der Nasa sein, das 2018 ins All starten soll. Die ESA hofft außerdem an einem zukünftigen Fern-Infrarot Teleskop Projekt namens SPICA teilnehmen zu können. Es handelt sich um ein japanisches Unternehmen, das in den frühen 2020er Jahren starten könnte.

Europa wird wesentliche Komponenten, wie die primären Spiegel und einem Spektrographen dazu beisteuern. Im Gegensatz zu Herschel wird SPICA voraussichtlich eine mechanische Kühlung verwenden.

embedded brains GmbH

Die embedded brains GmbH mit Hauptsitz in Puchheim bei München ist ein inhabergeführtes Unternehmen, das auf maßgeschneiderte Soft- und Hardwareentwicklung für leistungsstarke Single- und Multicore-Systeme spezialisiert ist. embedded brains steht den Kunden auch als Berater zur Seite und versetzt sie in die Lage, ihr Projekt selbständig umzusetzen. Ihre umfangreiche Expertise ermöglicht es den Experten von embedded brains, Technologien, die sie in einem Bereich etablieren konnten, in einen anderen Bereich zu übertragen, egal ob Telekommunikation, Industrieautomation, Consumerprodukte, Automotive, Luft- und Raumfahrt. Die Consulting-Leistung reicht von der Konzepterarbeitung, über die Erarbeitung von technischen Lösungsmöglichkeiten bis zu deren Umsetzung.

Das Unternehmen wurde 2005 von den Diplom-Ingenieuren der Elektrotechnik, Peter Rasmussen und Thomas Dörfler, gegründet. Beide verfügen über mehr als 20 Jahre Erfahrung und fundierte technische Expertise in der Systementwicklung. Zuvor waren beide für Unternehmen wie Dornier, Eurocopter, Siemens, Alcatel Siemens, Thomson, Telenorma und Hilf Microcomputer-Consulting als Berater und Mitarbeiter tätig.

Die Geschäftsführer und ihr Entwicklerteam beraten und begleiten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen über den ganzen Entwicklungsprozess hinweg und übernehmen mit Hilfe von Partnerunternehmen nach Abschluss der Prototypenentwicklung auch die Serienüberführung und Fertigung.

Zu den Kunden von embedded brains zählen unter anderem BMW, E&K Automation, Bang & Olufsen, Fraunhofer ESK und Fraunhofer ITWM, Tyco Electronics, MAN Diesel & Turbo sowie Bosch Rexroth AG.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.embedded-brains.de