europaticker: Deutsche Post vor Verkauf ihrer Mülltochter VfW

SULO-Chef Rauen: Wir befinden uns unmittelbar vor einem Abschluss

(PresseBox) ( Möser, )
Die Deutsche Post AG könnte für den geplanten Verkauf ihrer Kölner Entsorgungsfirma VfW einen attraktiven Preis erlösen. Nach unbestätigten Meldungen will die Deutsche Post 60 bis 70 Mio. Euro für die Tochtergesellschaft haben, welche im Zuge der Übernahme des britischen Logistikkonzerns Exel übernommen worden war. Es gäbe mehrere Interessenten für eine Übernahme von VfW, wobei die Deutsche Post drei in die engere Auswahl genommen haben soll. Unter ihnen befindet sich auch der von den Private-Equity-Unternehmen Blackstone und Apax geführte Hamburger Abfallkonzern Sulo, berichtet das Branchenmagazin europaticker.
Die Deutsche Post AG hatte Anfang Oktober „im Zuge ihres kontinuierlichen Portfolio-Managements entschieden, sich von ihrer Beteiligung an der Vfw AG zu trennen.“ Der Kölner Rücknahmedienstleister zähle nicht zum deutschen Kerngeschäft des Bonner Logistikkonzerns. Die Deutsche Post hat die Frankfurter Investmentbank Metzler exklusiv mit der Veräußerung betraut.
Clemens Reif, Vorstandsvorsitzender der Vfw AG, begrüßt die Entscheidung der Deutschen Post. Ziel ist es, mit einem neuen Partner die sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre fortzuschreiben, hatte er nach bekannt werden der Verkaufsabsichten erklärt.
Mehr als 1500 Kunden nutzen die Dienstleitstungsangebot der Vfw AG mit ihren rund 75.000 Rücknahmestellen und über 540 Logistik-, Rücknahme- und Verwertungspartnern, heißt es aus dem Unternehmen. Die Vfw AG sei Pionier auf dem Gebiet der kostengünstigen Reverslogistik für die Rückführung und Verwertung von Verpackungen und Produkten. Seit 1991 ist das Unternehmen am Markt. Es werden verschiedene Branchenlösungen sowohl für Verkaufsverpackungen wie auch für Transportverpackungen und Produkte angeboten.
“Wir befinden uns unmittelbar vor einem Abschluss in Deutschland. Im nächsten Frühjahr wird noch eine Übernahme im europäischen Ausland folgen”, sagte Sulo-Chef Jürgen Rauen in Hinblick auf den geplanten Kauf. Für die Entsorgungsbranche sieht Sulo-Chef Rauen im kommenden Jahr eine weitere Konsolidierungswelle.
Derweil wollen sich die Sulo-Anteilseigner Apax und Blackstone wohl erst im kommenden Jahr von ihrer Beteiligung trennen. Ursprünglich war über einen Verkauf schon für Ende 2006 spekuliert worden. Für den Ausstieg ist offenbar der Gang auf das Börsenparkett vorgesehen, aber auch der Verkauf an einen strategischen Investor würde weiterverfolgt, heißt es aus Unternehmenskreisen.
Wieder holt hatte sich die Berliner ALBA – Gruppe als möglicher Käufer von SULO ins Gespräch gebracht. Im September hatte die im Familienbesitz befindliche Gesellschaft sogar schon eine Finanzierungszusage durch die Westdeutsche Landesbank kundgetan. In Branchenkreisen wird allerdings kolportiert, dass die Übernahme für ALBA wohl mehrere Nummern zu groß sei. SULO-Chef Rauen hatte sogar öffentlich erklärt, dass umgekehrt eher ein Schuh daraus werden könnte.
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