Ein B2B-Facebook für die neue Netzwerk-Ökonomie!

Was man von Facebook für B2B lernen kann und wo Handlungsbedarf besteht!

(PresseBox) ( Frankfurt, )
Am kommenden Freitag geht es los. Facebook geht an die Börse und soll dabei eine Marktbewertung zwischen 93 und 104 Mrd. Dollar realisieren. Was aber begeistert 900 Millionen Nutzer so sehr, dass es den Erfolg von Facebook erklärt und eine solche Marktbewertung rechtfertigt? Darüber haben SPIEGEL, FAZ und viele andere Leitmedien in den vergangenen Wochen umfangreich ohne Anspruch auf Vollständigkeit spekuliert.

Sicher ist aber auf jeden Fall, dass zwei komplementäre menschliche Grundbedürfnisse Treiber des Facebook Erfolgs sind, insbesondere bei den jüngeren Nutzern von Facebook: An erster Stelle das fundamentale Bedürfnis, sich der Welt oder zumindest seinem Netzwerk umfassend vom "Gefällt mir"-Button über Kommentare bis hin zu Foto-Galerien mitzuteilen, und dazu passend das fundamentale Bedürfnis, die Welt oder zumindest sein Netzwerk beobachten zu können. Mitteilungsbedürfnis und Neugierde sind also als Bedürfnis-Paar wichtige Treiber für Wachstum und Aktivität bei Facebook (neben Anwendungen wie Online-Spiele). Kooperatives Verhalten beschränkt sich hingegen zumeist auf wechselseitiges Kommentieren, echte gemeinsame Ergebnisse werden hingegen selten "sozial" entwickelt.

Was können Unternehmen, "Professionals" und B2B-Plattformen von diesen erfolgreichen privaten Nutzungen von Facebook & Co lernen und wo besteht spezifischer Bedarf im B2B? Die Einfachheit von Facebook sollte auch Leitprinzip für die Interaktion im B2B-Kontext sein, nicht umsonst hat auch das Business-Netzwerk Xing das Pinnwand-Prinzip übernommen. Auch nutzen Unternehmen und Professionals heute schon erfolgreich Facebook & Co für "Mitteilungen" bzw. Social Marketing / Recruiting und Beobachtung bzw. Social Monitoring.

Das aber vernachlässigt - wie z.B. Frau Professor Sandra Sieber von der IESE in einer Verlags-Beilage der FAZ vom 11. Mai feststellt - das große ungehobene Potenzial im B2B: "Social B2B" muss sich von der einfachen, "direkten Kommunikation" hin zu echter "Kollaboration" weiterentwickeln, die komplexe Wertschöpfung unterstützt. Projektbezogene Kommunikation könne als Serie von Blogs oder Wikis oder eine Kombination von beiden realisiert werden, so Sieber in ihrem Beitrag (FAZ, 11. Mai 2012, Beilage Mittelstand, S. 1).

Hier zeichnet sich eine Vision für ein B2B-Facebook ab, die auch einen anderen Fokus als die existierenden Business-Networks hat, die heute vor allem gemeinsame "Adressbücher", Status-Meldungen, Gruppen-Diskussionen und Stellen als Kern-Applikationen anbieten. So wie Zuckerbergs Facebook das "soziale" Leben einer Universität umfassend abbilden wollte, müsste auch ein B2B-Facebook die Wertschöpfung von Unternehmen / Netzwerken umfassend abbilden und soziale Plattformen mit kollaborativen Werkzeugen kombinieren.

Hier reichen aber nicht einfache "Kommentare" oder "Status-Meldungen", vielmehr müssen vielfältige und komplexe Kommunikationsformate unterstützt werden. Zudem müssen an Stelle einer einzelnen Pinnwand dann für verschiedene kooperative Kontexte (Projekte) multiple Pinnwände/Boards realisiert werden, die auch untereinander vernetzt werden. Nur so wird man der Unternehmens-Wirklichkeit und ihrer Komplexität gerecht. Im Ergebnis entstehen durch solche gemeinsamen und vernetzten Wissensbasen, Wiki-Boards, Roundtables, Blogs, Termin-/Planungs-Boards und Projekträume umfassende Wissens- und Kommunikations-/Koordinations-Netzwerke im Internet oder Unternehmens-Intranet. Aktiv sind in diesem Netzwerk nicht nur "statische" Kompetenz-Gruppen, sondern vor allem "dynamische" Projektteams, die einem wohldefinierten Projektziel verbunden sind. So kann auf Basis solcher B2B-Facebooks eine duale Organisation der Kompetenz-Netzwerk-Ökonomie (echte New Economy) entstehen, bei der nicht das Internet oder Technik die Innovation darstellen, sondern die übergreifende Vernetzung von Kompetenzen, Zielen und Aktivitäten.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.