Bechtle AG: Ergebnissituation im zweiten Quartal verbessert

(PresseBox) ( Neckarsulm, )
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- Umsatz liegt mit 322,6 Mio. € rund 6 Prozent unter Vorjahr
- Vorsteuerergebnis beträgt 6,8 Mio. €
- EBT-Marge im Vergleich zum ersten Quartal verbessert
- Cashflow im ersten Halbjahr mit 19,4 Mio. € deutlich über Vorjahr

Das unverändert schwierige wirtschaftliche Umfeld prägte auch im zweiten Quartal 2009 die Geschäftsentwicklung des Bechtle-Konzerns. Mit 322,6 Mio. € lag der Konzernumsatz von April bis Juni 2009 um 6,3 Prozent unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 344,5 Mio. €). Das Vorsteuerergebnis verringerte sich zwar um 40,6 Prozent auf 6,8 Mio. € (Vorjahr: 11,5 Mio. €), die EBT-Marge konnte jedoch im Vergleich zum ersten Quartal verbessert werden. Auf Basis von 20,8 Mio. Aktien (Vorjahr: 21,2 Mio. Aktien) betrug das Ergebnis je Aktie 0,23 € gegenüber 0,40 € im Vorjahr.

"Ungeachtet der immer noch angespannten wirtschaftlichen Lage hat sich unsere Ergebnissituation im zweiten gegenüber dem ersten Quartal verbessert. Auch wenn wir auf Ebene einzelner Geschäftsfelder und Ländermärkte eine heterogene Entwicklung im Konzern verzeichnen, sind erste Anzeichen einer konjunkturellen Bodenbildung erkennbar. Das Geschäftsjahr 2009 bleibt aber insgesamt herausfordernd", sagt Dr. Thomas Olemotz, Vorstandssprecher der Bechtle AG.

Systemhäuser verzeichnen Wachstum bei öffentlichen Auftraggebern

Im Segment IT-Systemhaus und Managed Services erzielte Bechtle im zweiten Quartal 2009 einen Umsatz von 216,0 Mio. € (Vorjahr: 220,1 Mio. €). Bei einem Rückgang von nur 1,9 Prozent und vor dem Hintergrund der Investitionszurückhaltung im Industriesektor wirkte vor allem die Nachfrage der öffentlichen Hand nach IT-Projekten stabilisierend. Hier verbuchte der Konzern im Berichtsquartal ein Wachstum von 21,5 Prozent.

Während sich durch die Einbeziehung der österreichischen Systemhäuser der Auslandsumsatz im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent auf 68,7 Mio. € steigern ließ, verzeichneten die inländischen Systemhäuser einen Umsatzrückgang von 1,7 Prozent auf 354,6 Mio. €. Der organische Umsatz im Segment IT-Systemhaus & Managed Services fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent geringer aus.

Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment IT-Systemhaus & Managed Services sank im zweiten Quartal 2009 um 47,5 Prozent auf 3,8 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €). Die EBIT-Marge beläuft sich somit auf 1,8 Prozent (Vorjahr: 3,3 Prozent). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene durchschnittliche Mitarbeiterzahl bei gleichzeitig geringerer Auslastung zurückzuführen. Im Vergleich der beiden ersten Quartale 2009 wird deutlich, dass die Ertragskraft im Systemhausgeschäft wieder leicht zunahm. Das EBIT stieg von 3,0 Mio. € im ersten Quartal auf aktuell 3,8 Mio. € und entsprechend verbesserte sich auch die EBIT-Marge im Jahresverlauf 2009 von 1,5 Prozent auf 1,8 Prozent.

Investitionszurückhaltung und Preisdruck belasten Handelsgeschäft

Der Handel mit Hard- und Software war von der angespannten konjunkturellen Situation im Vergleich zum dienstleistungsorientierten Systemhausbereich stärker betroffen. So sanken die Erlöse im E-Commerce-Segment im zweiten Quartal 2009 um 14,2 Prozent auf 106,6 Mio. € (Vorjahr: 124,3 Mio. €). Bereinigt um den Preisverfall in der Branche ist es Bechtle jedoch gelungen, den E-Commerce-Umsatz volumenbezogen etwa auf Vorjahresniveau zu halten. Organisch betrug der Umsatzrückgang in diesem Segment 11,9 Prozent.

Das EBIT im Segment E-Commerce ging im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3,7 Mio. € auf 2,7 Mio. € zurück. Die EBIT-Marge lag damit bei 2,6 Prozent nach 3,0 Prozent im Vorjahr, was neben dem geringeren Umsatzvolumen auch auf einen erhöhten Margendruck zurückzuführen ist. Bechtle konnte das operative Ergebnis im zweiten Quartal auf dem Niveau des ersten Quartals halten, die EBIT-Marge verbesserte sich leicht von 2,5 Prozent auf 2,6 Prozent.

Solide Eigenkapitalquote und hohe Finanzkraft

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 65,5 Prozent (31. Dezember 2008: 62,8 Prozent). Die liquiden Mittel einschließlich der kurzfristig veräußerbaren Wertpapiere sowie Festgeldanlagen belaufen sich zum 30. Juni 2009 auf 71,5 Mio. € und liegen damit trotz der Dividendenzahlung von 12,4 Mio. € nur leicht unter dem Niveau vom 31. Dezember 2008 mit 77,6 Mio. €. Bechtle verfügt in Verbindung mit nicht genutzten Kreditlinien in Höhe von 40,7 Mio. € weiterhin über eine komfortable Liquiditätsreserve von 112,1 Mio. €.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist im zweiten Quartal um 51 Prozent auf 6,0 Mio. € angewachsen. Kumuliert hat sich der operative Mittelzufluss im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt und belief sich auf 19,4 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €). Hauptgrund hierfür sind Veränderungen im Nettovermögen.

Mitarbeiterzahl leicht gesunken

Der Bechtle-Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2009 insgesamt 4.395 Mitarbeiter, davon 263 Auszubildende. Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich demnach im zweiten Quartal um 49 Beschäftigte. Schwerpunkt der angesichts des wirtschaftlichen Umfelds notwendigen Maßnahmen zur Kostensenkung war in der ersten Jahreshälfte der Einsatz von Kurzarbeit. Gleichwohl investiert die Bechtle AG auch unter den aktuell schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in die qualifizierte Ausbildung des Nachwuchses. So konnte beispielsweise im ersten Halbjahr allen erfolgreichen Absolventen am Firmensitz in Neckarsulm ein Arbeitsvertrag angeboten werden. Darüber hinaus starten im September rund 80 junge Menschen ihre berufliche Zukunft bei der Bechtle AG.

Konjunkturaussichten bleiben unsicher

Obwohl einige Indikatoren auf eine erste vorsichtige Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation hinweisen, ist die Unsicherheit in Bezug auf die weitere konjunkturelle Entwicklung unverändert hoch. "Wir setzen auch in der zweiten Jahreshälfte auf differenzierte Maßnahmenprogramme, die sowohl auf die Kosten- als auch die Erlösseite gerichtet sind. Gerade in schwierigen Zeiten gewinnen die leistungsbezogene Verlässlichkeit und finanzielle Solidität von Bechtle aus Sicht der Kunden an Bedeutung. Die sich daraus ergebenden Chancen müssen wir beherzt nutzen", erklärt Dr. Thomas Olemotz.
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