Kontakt
QR-Code für die aktuelle URL

Pressemitteilung Box-ID: 1122196

Bayerischer Ziegelindustrie-Verband e.V. Beethovenstraße 8 80336 München, Deutschland https://www.bzv.bayern
Logo der Firma Bayerischer Ziegelindustrie-Verband e.V.
Bayerischer Ziegelindustrie-Verband e.V.

Gute Klimapolitik braucht Technologieoffenheit

Fördermittel: Bayerischer Ziegelindustrie-Verband kritisiert neue Förderrichtlinie

(PresseBox) (München, )
Der Vorstandsvorsitzende des Bayerischen Ziegelindustrie-Verbandes, Johannes Edmüller, zeigt sich angesichts der neuen Bayerischen Förderrichtlinie Holz enttäuscht: „Wir begrüßen ausdrücklich Förderprogramme der Staatsregierung für klimafreundliches und soziales Bauen, gerade in Zeiten wie diesen ist das sehr wichtig. Aber dieses Förderprogramm wird dem erklärten Ziel der Nachhaltigkeit überhaupt nicht gerecht. Edmüller fordert deshalb, „dass alle nachhaltigen, vor allem langlebigen Bauweisen in die Förderung miteinbezogen werden.“

Stein des Anstoßes ist für den Verband der sogenannte Kohlenstoffzuschuss: Jede verbaute Tonne aus Holzwerkstoffen oder anderen definierten kohlenstoffhaltigen Materialien in kommunalen Bauten und Mehrgeschosshäusern wird von der Staatsregierung mit 500 Euro belohnt. Der Knackpunkt: Dies gilt nur für Gebäude, deren Tragwerke aus Holz errichtet wurden. Wird also zum Beispiel ein Ziegelhaus mit ebenso vielen nachwachsenden Materialen gebaut, gibt es dafür keine Förderung. Die Fördersumme kann bis zu 200.000 Euro je Baumaßnahme betragen.

Neue Förderrichtlinie verzerrt Wettbewerb

Doch mit Blick auf die Nachhaltigkeit, moniert Johannes Edmüller im Kern: „Die Politik schafft jetzt Rahmenbedingungen, die eben nicht alle nachhaltigen Bauweisen fördern. Wir als Verband stehen für einen technologieoffenen, fairen Wettbewerb. Auch wir Ziegelhersteller brauchen Holz und Holzwerkstoffe am Bau, genauso wie Ziegel. Jeder Baustoff hat seine Daseinsberechtigung“, unterstreicht der Verbandschef. Doch verzerre die neue Förderrichtlinie die Wettbewerbsbedingungen einseitig zugunsten eines Baustoffes.

Ziegelhaus mit Holz-Dachstuhl nicht förderwürdig?

Edmüller macht das an einem Beispiel konkret deutlich: „Wenn man heute in Bayern in einem Ziegelhaus einen Holz-Dachstuhl einbaut, dann wird dieser mit null Euro gefördert. Hat man aber als Bauherr– nach der neuen Bauförderung – den gleichen Dachstuhl auf einem Holzrahmenhaus errichten lassen, kann man bis zu 200.000 Euro vom Freistaat bekommen. Das ist unlogisch und eindeutig wettbewerbsverzerrend.“ Genauso sieht es mit anderen Materialien aus: Holzdämmung oder OSB-Platte im Holzhaus erhält eine Förderung, im Ziegelhaus nicht.

Am 11. Juli hatten Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber und Bauminister Christian Bernreiter das neue Förderprogramm vorgestellt. Die Staatsregierung stellt dafür über 8 Mio. Euro aus Steuergeldern allein für dieses Jahr bereit. Es subventioniert Bauherren, die ab sofort mehrheitlich mit Bauelementen aus Holz kommunale Gebäude oder mehrgeschossige Wohngebäude neu errichten, ausbauen oder aufstocken.

Auch der Nachhaltigkeit wegen setzen Bauherren, Baufachleute und Investoren schon lange auf mineralische Baustoffe, wie etwa den Ziegel. „Sie profitieren über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes von einer sehr guten CO2-Bilanz, von der Gesundheitsverträglichkeit, niedrigen Heiz- und Unterhaltskosten sowie einer langen Nutzungsdauer von 80 Jahren und mehr“, sagt der Verbandschef.

Ebenso ist der Rohstoff Lehm und Ton regional verfügbar und praktisch unbegrenzt vor Ort vorhanden. Ebenso sind bereits die ersten Ziegel aus Recyclingmaterial im Sinne der Kreislaufwirtschaft entwickelt worden.

Forderung: Förderprogramm noch einmal nachbessern

Edmüller fordert die bayerische Staatsregierung auf, das neue Förderprogramm grundlegend nachzubessern: „Gute Klimapolitik braucht Technologieoffenheit. Alle nachhaltigen Bauweisen und Baustoffe müssen bei der Vergabe von staatlichen Fördermitteln gleichberechtigt berücksichtigt werden.“

Bayerischer Ziegelindustrie-Verband e.V.

Der Bayerische Ziegelindustrie-Verband, gegründet im Jahre 1906, ist die Branchenvertretung für die Ziegelindustrie in Bayern.

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.
Wichtiger Hinweis:

Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.

unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH 2002–2022, Alle Rechte vorbehalten

Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.