GPC Biotech präsentiert neue klinische Daten aus zwei Pharmakokinetik-Studien mit Satraplatin auf der ASCO-Konferenz

(PresseBox) ( Martinsried/München und U.S.-Standorte in Waltham/Boston, Mass., und Princeton, N.J., )
Die GPC Biotech AG (Frankfurt: GPC; TecDAX; NASDAQ: GPCB) berichtete heute über die Präsentation neuer klinischer Daten von Satraplatin, dem führenden Krebsmedikamentenkandidaten des Unternehmens, auf der ASCO-Konferenz (American Society of Clinical Oncology) in Atlanta, USA. Satraplatin befindet sich derzeit in einer vollständig rekrutierten Phase-3-Zulassungsstudie.

Ein Poster mit dem Titel "Phase 1 Study of the Effects of Hepatic Impairment on the Pharmacokinetics (PK) and Safety of Satraplatin in Patients with Refractory Non-Hematologic Cancer" zeigte Studienergebnisse von 19 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren und unterschiedlich stark eingeschränkter Leberfunktion. Die Studie soll die Auswirkungen einer eingeschränkten Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Satraplatin bei der Behandlung von fortgeschrittenen Krebserkrankungen zeigen. Die meisten Patientinnen und Patienten in der Studie waren stark vorbehandelt. Da die Studie noch nicht abgeschlossen ist, werden die präsentierten Daten als vorläufig betrachtet. Satraplatin scheint bei leichter und mittlerer Beeinträchtigung der Leberfunktion gut verträglich zu sein. Wie erwartet, betrafen die häufigsten Nebenwirkungen das Blutbild: Anämie, Verminderung der Blutplättchen und der weißen Blutkörperchen. Andere Nebenwirkungen, wie Durchfall, Appetitlosigkeit und Müdigkeit, traten bisher nur in milder Form auf. Es wurden bislang keine signifikanten toxischen Wirkungen auf Herz, Leber oder Nerven beobachtet.

Ein zweites Poster mit dem Titel "Phase 1 Study of the Effects of Renal Impairment on the Pharmacokinetics and Safety of Satraplatin in Patients with Refractory Non-Hematologic Cancer" zeigte Studienergebnisse von 24 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren und unterschiedlich stark eingeschränkter Nierenfunktion. Die Studie soll die Auswirkungen einer eingeschränkten Nierenfunktion auf die Pharmakokinetik von Satraplatin bei der Behandlung von fortgeschrittenen Krebserkrankungen zeigen. Da die Studie noch nicht abgeschlossen ist, werden auch hier die präsentierten Daten als vorläufig betrachtet. Satraplatin scheint bei dieser Patientengruppe gut verträglich zu sein. Wie erwartet, betrafen die häufigsten Nebenwirkungen das Blutbild: Anämie und Verminderung der Blutplättchen. Andere häufige Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Müdigkeit und Appetitlosigkeit, traten bisher nur in milder Form auf. Es wurden bislang keine signifikanten toxischen Wirkungen auf Herz, Nieren, Leber oder Nerven beobachtet.

Da bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen Patienten häufig eine eingeschränkte Leber- und/oder Nierenfunktion haben, ist es wichtig zu verstehen, wie diese Organschwächen die Verarbeitung eines Medikaments im Körper beeinflussen. Die Ergebnisse aus diesen beiden Studien sollen Ärzten helfen, die Verträglichkeit und geeignete Dosierung von Satraplatin bei Krebspatienten mit beeinträchtigter Leber- oder Nierenfunktion zu verstehen.

Über Satraplatin
Der Medikamentenkandidat Satraplatin gehört zur Medikamentenklasse der Platinderivate, die in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem wichtigen Bestandteil moderner Chemotherapien bei der Behandlung unterschiedlicher Krebserkrankungen wurden. Im Gegensatz zu den derzeit verfügbaren Vertretern dieser Wirkstoffklasse, die alle intravenös verabreicht werden müssen, können Patienten Satraplatin als Kapsel zu Hause einnehmen.

Im Dezember 2005 schloss GPC Biotech die Patientenrekrutierung für die Phase-3-Zulassungsstudie (SPARC-Studie) ab. Die SPARC-Studie untersucht Satraplatin in Kombination mit Prednisone als Zweitlinien-Chemotherapie bei Patienten mit hormonresistentem Prostatakrebs. Ebenfalls im Dezember 2005 begann GPC Biotech mit der schrittweisen Einreichung des Zulassungsantrags (Rolling NDA) bei der US-Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) und schloss einen Entwicklungs- und Lizenzvertrag mit der Pharmion GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Pharmion Corporation, für die Vermarktung von Satraplatin in Europa und bestimmten anderen Gebieten ab.

Satraplatin wurde in verschiedenen Tumorarten untersucht. Bei hormonresistentem Prostatakrebs, dem kleinzelligen Lungenkarzinom sowie Eierstockkrebs wurden klinische Studien der Phase 2 abgeschlossen. Verschiedene weitere Studien, welche Satraplatin in Kombination mit Bestrahlungstherapie, in Kombination mit anderen Krebstherapien und in einer Reihe von anderen Krebsarten untersuchen, werden derzeit durchgeführt oder sind geplant. Satraplatin wurde im Jahr 2002 von Spectrum Pharmaceuticals, Inc. einlizenziert. Weiterführende Informationen zu Satraplatin sind in der Rubrik "Anti-Krebs-Programme" auf der Webseite des Unternehmens unter www.gpc-biotech.com abrufbar.
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