Dresden als weltgrößtes 3D-Stadtmodell im Internet für Google Earth freigeschaltet

LandXplorer-Technologie der 3D Geo GmbH ermöglicht einfache 3D-Modellerstellung und Transfer ins Internet. Sehr umfangreiche Modelle problemlos möglich. Datenhoheit bleibt bei Kommune. Vielfältige Anwendungsgebiete für Stadtmodell

(PresseBox) ( Potsdam, )
Dresden ist jetzt als virtuelles 3D-Stadtmodell vollständig interaktiv und sehr wirklichkeitsnah für Jedermann in Google Earth begehbar. Das 3D-Stadtmodell ist mit mehr als 150.00 Gebäuden das größte seiner Art im internationalen Vergleich. Dresdens 2. Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung Herbert Feßenmayr schaltete zusammen mit dem Leiter des Städtischen Vermessungsamtes Helmut Krüger am 9. Juli den virtuellen Nachbau der sächsischen Landeshauptstadt für den virtuellen Globus „Google Earth“ für die Öffentlichkeit frei. Die interaktive Echtzeitumgebung erlaubt dem Betrachter die freie Bewegung im virtuellen Raum und das Betrachten der Elb-Metropole aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Internetnutzer können das Modell unter www.dresden.de/3d starten, um es dann auf der Visualisierungsplattform Google Earth zu betrachten. Englischsprachige Nutzer starten das Modell unter www.dresden.de/3d-model.

Die Stadtväter legten bei der Modellerstellung Wert auf eine vollständige Abbildung der Stadt. So wurde das komplette Stadtgebiet der sächsischen Landeshauptstadt im Modell nachgebaut. Berücksichtigt wurden dabei all jene Gebäude, die in der Realität größer als 25 Quadratmeter sind – insgesamt sind das rund 154.000 Gebäude. Dresden übertrifft damit den First-Mover Berlin, der mit seinem 3D-Stadtmodell mit 44.000 Gebäude-Modellen im März online gegangen ist. Rund 30 Gebäudemodelle des Dresdener Stadtmodells präsentieren sich dem Betrachter sogar hochdetailliert. Sie verfügen über eine exakte Darstellung der Fassadenelemente sowie hochkomplexer und stadtbildbestimmender Gebäude- und Dachgeometrien.

Gebündeltes Know-how Die eingesetzte Technologie für das Dresdener 3D-Stadtmodell entwickelten Wissenschaftler des Hasso Plattner Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) der Universität Potsdam. Für die Software, den realitätsnahen Eindruck sowie die Präsentationstechniken in Google Earth sorgt das Potsdamer Unternehmen 3D Geo GmbH, ein Spin-off des HPI.

Kernelement bei der Erstellung des Modells ist die von 3D Geo entwickelte 3D-Software „LandXplorer“. Diese ist in der Lage, große Datenmengen automatisiert zu verarbeiten und die zweidimensionale Abbildung der Wirklichkeit so elegant in die dritte Dimension zu bringen. Aus zweidimensionalen Kartendaten können automatisiert Klötzchenmodelle generiert, auf die dann von spezialisierten Dienstleistern zugelieferte Fassaden gelegt werden. Die Überführung des Stadtmodells in das Google Earth-Format KML realisierte der Ersteller des Dresdener Stadtmodells und 3D Geo-Vertriebspartner Virtualcitysystems GmbH aus Chemnitz mit dem „3D Geo KML-Creator“, ein bislang einzigartiges Produkt von 3D Geo. Der „3D Geo KML-Creator“ transferiert 3D-Inhalte automatisch und gesichert in das Google Earth Format KML. Neben dem kompletten Nachbau von Städten können die Nutzer auch kleinere Integrationen vornehmen. Mit der Software können Anwender zum Beispiel bestehende oder geplante Gebäudekomplexe in 3D zu Präsentations- oder Vermarktungszwecken in Google Earth darstellen. Eigene Formate, wie Shape-Files, Gebäudedaten in den gängigen Formaten 3DS oder X3D, oder aber auch gebäudereferenzierte Fachinformationen als HTML-Tags – wie etwa lokale Werbung –, lassen sich mit dem 3D Geo KML-Creator automatisiert in das Google Earth-eigene KML-Format transformieren.

LandXplorer übertrifft bei der Erstellung von Städten und größeren Ballungsräumen die Softwaresysteme Google Earth Professional und Sketchup: Google Earth Professional stellt lediglich untexturierte graue Klötzchenmodelle bereit. Zudem brach das System bereits bei einem Testlauf mit rund 6.000 Gebäuden zusammen. Google Sketchup wiederum kann lediglich einzelne Gebäude nicht automatisiert texturieren und ist aus diesem Grund für den Einsatz bei Kommunen ungeeignet. Für das Autorenwerkzeug LandXplorer hingegen stellt selbst ein Datensatz von acht Millionen Gebäuden kein Problem dar. Es texturiert effizient und automatisch großflächigste Stadtmodelle für Google Earth. Der LandXplorer versteht im Gegensatz zu Google Earth Professional auch alle GIS-Formate und kann diese nach Google Earth exportieren. Zudem kann er die Daten für ein Streaming aufbereiten.

Hohes Maß an Sicherheit

„Das Dresdener Stadtmodell stützt sich auf neueste LandXplorer-Sicherheitsmechanismen, ein wichtiger Aspekt beim aktuellen Google Earth-Hype“, betont Marc Hildebrandt, Geschäftsführer der 3D Geo GmbH. Die Daten verbleiben auf dem Server der Kommune und wechseln nicht den Besitzer. Der Internet-Nutzer greift nicht auf die Gebäuderohdaten, sondern nur auf die grafischen 3D-Repäsentanten zu. Diese werden beim Datenexport automatisch durch Watermarking und weitere Schutzmechanismen versehen – der Stadtmodellbetreiber bleibt also stets Herr seiner Daten.

Viele Nutzergruppen

Mit Hilfe der LandXplorer Server Technologie, die zukünftig auch eine direkte Verbindung zu ARC SDE von ESRI, dem Marktführer für Geinformationssysteme, beinhaltet, können aus amtlichen Daten und Planungsumgebungen situationsbezogen vollautomatisch 3D Stadtinformationsräume für Systeme Dritter, wie Google Earth, erstellt werden. Dies stellt eine völlig neue Qualität in der Vermittlung von geobezogenen Inhalten für Bürger dar.

Die Stadtväter von Dresden wollen mit dem 3D-Stadtmodell die bestehende kommunale Geodaten-Infrastruktur weiteren Nutzergruppen zugänglich machen. Seit einigen Jahren nutzt die Kommune bereits ein Bestandsmodell, das seit 2005 mit LandXplorer-Technologie erweitert und aktualisiert wird. In das Modell integriert sind neben den digitalen Höhendaten auch Angaben über Vegetation und Straßenmöblierung, Bebauungspläne und weitere Daten. Durch die Einbindung in das 3D-Stadtmodell können Planungs- und Verwaltungsprozesse modernisiert und transparenter gehalten werden. Das Umweltamt der Stadt Dresden nutzt das Modell zur Erfüllung der neuen EU-Umgebungslärm-Richtlinie. Projektplaner können sehr einfach und realitätsnah Entwürfe wie die Waldschlösschenbrücke im Stadtmodell visualisieren. Simulationen der Infra- und Verkehrsstruktur für Stadtplanungsanwendungen werden ebenso erleichtert wie Aufgaben im Bereich des Standortmarketings und der Umweltanalyse. Durch die große Verbreitung der Visualisierungsplattform Google Earth haben ab sofort auch Internetnutzer weltweit die Möglichkeit, mit ihrem Computer virtuell an der Semperoper und der Frauenkirche zu flanieren.
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