Panel von goetzpartners im Rahmen der Medientage München

Smartphones, Tablets, E-Readers / Die neuen Heilsbringer der Verlags- und Medienhäuser?

(PresseBox) (München, ) Die Verbreitung von Smartphones, Tablets und E-Readers sorgt dafür, dass Bücher, Zeitungen und Magazine in Zukunft auch elektronisch konsumiert werden. Im Mittelpunkt der Paneldiskussion auf den Medientagen München von goetzpartners stand die Frage, welche elektronischen Formate sich auf welchen Endgeräten durchsetzen werden und wie Verlags- und Medienhäuser von diesem Transformationsprozess profitieren können.

Klaus Driever, Jörg Dörnemann, Thomas Feinen, Donata Hopfen und Christophe Maire stimmten im Rahmen der Podiumsdiskussion dahingehend überein, dass mobile Endgeräte künftige Wachstumsfelder für die Verlagshäuser eröffnen. Jedes der von ihnen vertretenen Unternehmen hat bereits begonnen, Inhalte für Smartphones, Tablets oder E-Readers anzubieten beziehungsweise Plattformen für deren Verbreitung aufzubauen.

"Das iPad ist allerdings so wenig ein Heilsbringer der Verlage wie der iPod ein Heilsbringer der Musikindustrie war. Neue Endgeräte ändern nichts an den ökonomischen Gesetzen, die die Geschäftsmodelle der Verlage in der digitalisierten Welt aus den Angeln gehoben haben", so Felix Dohna, Director bei goetzpartners CORPORATE FINANCE und verantwortlich für Electronic Media. "Wenn Menschen die Wahl zwischen identischen kostenpflichtigen und kostenfreien Inhalten haben, werden sie sich immer für die kostenfreien entscheiden."

Es wird jedoch auch neue Geschäftsansätze geben, so die einhellige Meinung der Panelteilnehmer
- die Dynamik im Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt ist derzeit hoch. Für welche Verlage sich diese als "Heilsbringer" erweisen werden, bleibt jedoch abzuwarten. Zumindest in diesem Aspekt gingen die Meinungen im Rahmen der Diskussion auseinander: Während manche Verlage bereits erste positive Ergebnisbeiträge sehen, stellen die neuen Aktivitäten für andere eine Investition dar, deren finanzielle Tragfähigkeit sich in der Zukunft erst noch zeigen muss.

"Die von den Verlagen eigens geschaffene "Gratiskultur" im stationären Internet, d. h. der Fokus auf werbefinanzierte Geschäftsmodelle, ist nicht zurückzudrehen. Die Frage ist, wie sich die Zahlungsbereitschaft auch für redaktionelle Inhalte auf mobilen Endgeräten aufrechterhalten lässt", fasst Dr. Henrietta Schmidt-Wilke, Managing Director bei goetzpartners CORPORATE FINANCE und Moderatorin des Panels, das Ergebnis der Diskussionsrunde zusammen. "Verlage werden aber durch Applikationen punkten können, die speziell auf die Endgeräte und Anwender zugeschnitten sind."

Teilnehmer des Panels waren:

- Dr. Klaus Driever, Geschäftsführer Verlagsgruppe Weltbild
- Dr. Jörg Dörnemann, Geschäftsführer epubli.de/Holtzbrinck-Gruppe
- Dr. Thomas Feinen, Head of Business Development, DirectGroup Bertelsmann
- Donata Hopfen, Geschäftsführerin BILD digital, Axel Springer
- Christophe Maire, Co-Founder txtr

Den Einführungsvortrag und die anschließende Podiumsdiskussion finden sich unter folgendem Link: http://www.goetzpartners.com/...

goetzpartners

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