Düsseldorfer Erklärung für Speicherausbau wird auf Energy Storage Europe 2016 und IRES verabschiedet

Fachmesse wächst um über 60 Prozent auf mehr als 3.000 Besucher, Termine für 2017 + 2018 stehen fest

(PresseBox) (Bonn, ) Mit der Verabschiedung der „Düsseldorfer Erklärung“ enden heute die Fachmesse und Konferenz Energy Storage Europe 2016 (ESE) sowie die 10. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2016) von EUROSOLAR. Im Mittelpunkt der Erklärung stehen Forderungen an die Bundes- und Landespolitik zur Fortführung der Energiewende und zum dafür benötigten Speicherausbau. Über 3.000 Besucher aus 54 Ländern haben die diesjährige Fachmesse besucht. Auf den Konferenzen mit wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Schwerpunkten informierten sich über 650 Experten. Damit hat sich die Zahl der Messebesucher um mehr als 60% gegenüber dem Vorjahr gesteigert und bestätigt damit erneut die Position der Fachmesse, der IRES-Konferenz und der Energy Storage Europe Conference als weltweit führende Fachveranstaltungen rund um alle Speichertechnologien – von Batteriespeichern über thermische und mechanische Speicher bis zu Power2Gas.

Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf: „Die Energy Storage Europe ist weiter auf Wachstumskurs. Das Aussteller- und das Besucherwachstum zeigen, dass die Ausrichtung auf das gesamte Spektrum der Speichertechnologien und das Angebot verschiedener Konferenzen gebündelt in einem Event den Nerv der Branche treffen. Deswegen werden wir für die nächstjährige Energy Storage Europe, die vom 14. bis zum 16. März 2017 stattfindet, zusätzliche  Ausstellungsflächen bereitstellen.“

Prof. Dirk Uwe Sauer, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der IRES: „Die Energy Storage Europe zeigt, dass Industrie und Forschung die sektorenübergreifende Bedeutung von kombinierten Lösungen für Strom-, Wärme- und Gasspeicher wahrgenommen haben und aktiv Lösungen dafür vorbereiten oder schon anbieten. Die hohe Zahl von 140 Ausstellern belegt, dass sich nun auch für Unternehmen Möglichkeiten bieten, die in den vergangenen Jahren in Forschung und Entwicklung vorbereiteten Lösungen in den Markt zu bringen."

Urban Windelen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Energiespeicher: „Energiespeichertechnologien sind reif für den Markt, das belegt wieder eindrucksvoll die diesjährige Energy Storage Europe. Einzig die Rahmenbedingungen stolpern hinterher und behindern noch die sinnvolle Einführung von netzdienlichen Speichern. Hier ist der Forderung von Minister Remmel auf der Konferenz unbedingt zuzustimmen, den rechtlichen Rahmen endlich anzupassen. Dies wird auch hohe Zeit. Ohne einen heimischen Markt ist es für die heimische Industrie schwierig zu bestehen im internationalen Wettbewerb.“

Innovative Produkte werden auf der Energy Storage Europe auch in diesem Jahr von verschiedenen Unternehmen präsentiert.  Die H-TEC SYSTEMS GmbH, eine Tochter der GP JOULE GmbH, zeigt erstmals ihren skalierbaren Power2Gas PEM-Elektrolyse Stack mit Leistungen von bis zu 1 MW. Der Stack ist für die Massenfertigung ausgelegt und verfügt bei kompakter Bauweise über eine hohe Leistungsdichte. Sein Preissenkungspotenzial für die Wasserstofferzeugung optimiert das Zusammenspiel zwischen der erneuerbaren Energieerzeugung, der Mobilität und anderen Industriesektoren.

Die MBS Naturstromspeicher GmbH stellt ihre innovativen thermischen Naturwärmespeicher in Form von Pools unterschiedlicher Größe und Form, Brunnen oder natürlich aussehender Teiche vor. Mit Speicherleistungen von 5 kW bis über 300 kW und Durchmessern ab 2,4 m bereichern sie durch ihr hochwertiges Design die Umgebung von Gebäuden. Für die Speicherfunktion führen besonders leise Lüfter dem Wasser Umgebungswärme zu oder im Winter ab. Mit Hilfe einer Wärmepumpe wird die gespeicherte Energie dann zum Heizen oder Kühlen verwendet.

Neben jungen Technologieunternehmen zeigen auch Industriekonzerne wie Siemens AG und ABB Switzerland LtD. sowie neue Player wie die Daimler-Tochter Deutsche Automotive GmbH & Co. KG ihre Lösungen auf der Messe.

Prof. Brian Vad Mathiesen, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der IRES: „Ich bin davon überzeugt, dass eine weltweite 100-prozentige erneuerbare Energieversorgung machbar ist. Wissenschaftliche Analysen deuten klar darauf hin. Der Schlüssel für den kosteneffizienten Umbau der Energieversorgung  liegt im Verständnis der Aufgaben der Energiespeicherung, flexiblen Verbrauchern, effizienter Energieumwandlung und neuen Arten des Energieverbrauchs. Die letzten drei Konferenztage haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Industrie nach Jahren der Forschung dafür bereit ist, den Speichermarkt zu bedienen. Nun ist es an der Politik, den Kurs richtig zu setzen.“

Dr. Andreas Hauer, Bereichsleiter Energiespeicher des ZAE Bayern, der für 2017 die Position von Prof. Eicke R. Weber als Chairman der Energy Storage Europe Conference übernimmt: „Im Hinblick auf den Bedarf an Wärme und Kälte,  der bei 60 % unseres Gesamtenergiebedarfs liegt,  können thermische Energiespeicher einen wesentlichen Beitrag zur Flexibilisierung des Strommarkts  (z.B. durch Power-to-Gas) und zur Steigerung der Energieeffizienz (z.B. durch Abwärmenutzung) leisten.“

Zusammenfassung der Düsseldorfer Erklärung

Die Düsseldorfer Erklärung fordert einen klaren, regulatorischen Rahmen für die Markteinführung von Speichern. Als wichtige Flexibilitätsoption müssen Speicher sowohl auf Netz- als auch auf Erzeugerseite gleichberechtigt mit den anderen Flexibilitätsoptionen im Markt agieren können. Speicher können eine Vielzahl von systemdienlichen Dienstleistungen zur Verfügung stellen - Dienstleistungen zur Förderung der Integration der Erneuerbaren Energien, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Stabilisierung der Netze. Die Technologien stehen bereit für den Markt. Und der Markt ist der größte Innovationstreiber um den Einsatz von Speichern für die Energiewende weiter voranzubringen.

Die Erklärung fordert ferner, Barrieren zwischen den Strom-, Wärme-, Gas- und Kraftstoffmärkten abzubauen und die Sektorenkopplung zu ermöglichen. Wichtige Zukunftstechnologien wie Power to X werden ohne einen Abbau der starren Sektorengrenzen stark behindert. Von der Politik erfordere das ein klares Bekenntnis zu Speichern. Um einen fairen Wettbewerb zu schaffen, dürften Speicher zudem nicht als Letztverbraucher eingestuft werden. Dann könne Deutschland auch mit anderen europäischen Staaten mithalten, in denen keine oder wesentlich geringere Netzentgelte für Speicher gezahlt werden müssen.

Über die Fachmesse sowie die Konferenzen ESE und IRES

Die Energy Storage Europe 2016 ist die Fachmesse mit dem weltgrößten Konferenzprogramm zu Energiespeichern. Die Konferenz besteht aus der 5. Energy Storage Conference (ESE) und der 10. International Renewable Energy Storage Conference (IRES 2016). Schwerpunkte sind Wirtschaft und Finanzen (ESE) sowie Wissenschaft und Gesellschaftspolitik (IRES). Zeitgleich finden die Side-Events 5. OTTI-Conference Power-to-Gas und der 9. Storage Day auf dem Messegelände in Düsseldorf statt.

Die nächsten Termine für die Energy Storage Europe stehen bereits fest:

Energy Storage Europe 2017  ̶  14.3.-16.3.2017
Energy Storage Europe 2018  ̶  13.3.-15.3.2018

www.energy-storage-online.com
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