Trotz 100.000 € Anreiz Signatur nicht geknackt

(PresseBox) (Bremen/Bochum, ) Die Aufgabe "CryptoChallenge 13" (CC13) des Mystery Twister Wettbewerbes wurde erwartungsgemäß nicht gelöst. Die Aufgabe CC13 war von der CITS Forschungsgruppe an der Fakultät für Mathematik der Ruhr-Universität Bochum und bremen online services GmbH & Co. KG (bos KG) ausgeschrieben worden. Bei der schwierigsten Aufgabe des Wettbewerbs ging es darum, eine elektronische Signatur zu fälschen, wozu es nötig gewesen wäre, eine 1024 Bit RSA-Verschlüsselung zu knacken. Der Wettbewerb startete am 18. Mai und endete am 31. Dezember 2005. In diesem Zeitraum ist es 10.000 Teilnehmern weltweit nicht gelungen, den privaten Schlüssel der elektronischen Signaturkarte des bos KG Geschäftsführers Dr. Stephan Klein zu errechnen. Damit hat sich gezeigt, wie sicher derzeitige Signaturverfahren sind, die auf einer 1024 bit RSA Verschlüsselung basieren.

Das hohe Preisgeld war ein großer Anreiz, sich mit der Aufgabe zu befassen und trotz der schlechten Aussichten die Lösung zu finden. Dabei galt es, die beiden Primzahlen zu ermitteln, die miteinander multipliziert eine rund 309 Ziffern lange Dezimal-Zahl ergaben. Mehr als 10 hoch 100 verschiedene Kombinationen hätten ausprobiert werden müssen, um die richtigen Primzahlen zu finden. Selbst mit den besten zurzeit bekannten Verfahren zum Faktorisieren wäre der Aufwand enorm. Das Knacken dieses Codes war damit praktisch unmöglich.

Die Aufgabe CC13 war die einzige Aufgabe des Mystery Twister Wettbewerbes, bei der nicht zu erwarten gewesen war, dass es gelingen würde sie zu lösen. Diese Aufgabe war gestellt worden, um zu zeigen, dass ein 1024 bit RSA Code derzeit nicht geknackt werden kann. Um diese Aufgabe zu lösen wäre ein Durchbruch in der Kryptografie nötig.

Dr. Stephan Klein: "Wir haben uns natürlich genau überlegt, ob wir es riskieren können, die Summe von 100.000 Euro aufs Spiel zu setzen. Uns war jedoch klar, dass es nach bisherigen Erkenntnissen schlicht unmöglich sein würde, die elektronische Signatur zu knacken. Aber es war den Versuch wert. Wäre es einem der zahlreichen Teilnehmer gelungen, den Wettbewerb zu gewinnen, hätten nicht nur wir, sondern große Teile der IT-Branche, die auf die Sicherheit von elektronischen Signaturen setzen, ein ernsthaftes Problem gehabt."

MysteryTwister ist ein international stattfindender Kryptologie-Wettbewerb, der von der CITS Forschungsgruppe der Ruhr Universität in Bochum organisiert und geplant wird. Im Vordergrund steht der Spaß, Neues zu entdecken und den Geheimnissen der Verschlüsselung auf die Spur zu kommen.

Den Mystery Twister Wettbewerb finden Sie im Netz unter folgendem Link:
www.mystery-twister.com

Governikus GmbH & Co. KG

Die Governikus KG ist ein seit 1999 etablierter IT-Lösungsanbieter für Sicherheit und Rechtsverbindlichkeit elektronischer Kommunikation und elektronischer Dokumente. Gegründet als bremen online services im Jahr 1999 beschäftigt sich die Governikus KG intensiv mit dem Schutz personenbezogener Daten. Als Pionier im E-Government- und E-Justice-Bereich liegt der Fokus des Portfolios auf der Unterstützung zur Digitalisierung der Verwaltungsprozesse, die auch im Rahmen der Digitalen Agenda der Bundesregierung gefordert wird.

Das Governikus-Portfolio liefert wichtige Bausteine für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Dokumente und für eine sichere elektronische Kommunikation. Die Lösungen der Governikus KG gliedern sich in die Themenschwerpunkte „Sichere Identitäten“, „Sichere Kommunikation“ sowie „Sichere Daten“. Innerhalb der Suiten liefert die Governikus KG beispielsweise Komponenten, Produkte und Lösungen für die Authentisierung mit dem Personalausweis, den im E-Government etablierten OSCI-Protokollstandard für eine starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in und mit der Verwaltung bzw. im EGVP-Verbund der Justiz, intelligente De-Mail-Integration, Signaturanwendungskomponenten sowie die beweiswerterhaltende Langzeitaufbewahrung gemäß TR-ESOR.

Zahlreiche Komponenten aus dem Gesamtportfolio der Governikus KG stehen dem Bund, den Ländern sowie den meisten ihrer Kommunen mit der Anwendung Governikus u.a. zur Umsetzung der Nationalen E-Government-Strategie als eine von sechs Anwendungen des IT-Planungsrates zur Verfügung. Die Anwendung ist gemäß Common Criteria evaluiert sowie SigG-bestätigt und wird ständig gemäß aktueller nationaler und internationaler Gesetzeslagen und Standards weiterentwickelt.

Weitere Informationen zu Governikus:
http://www.governikus.de

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