Erste Testflüge des Forschungsflugzeuges HALO starten Montag

(PresseBox) (Leipzig, ) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Sommer dieses Jahres die Finanzierung der zweiten Phase eines Programms zur wissenschaftlichen Nutzung des neuen deutschen Forschungsflugzeuges HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) bewilligt. Einer der drei Koordinatoren des Programms ist Prof. Dr. Manfred Wendisch vom Institut für Meteorologie der Universität Leipzig. Ab Montag kommender Woche sind seine Kollegen bei den ersten Testflügen des neuen Forschungsflugzeuges im bayerischen Oberpfaffenhofen dabei. Er selbst wird HALO bei einem großen Expertentreffen im französischen Toulouse präsentieren.

"HALO fliegt bis 15 Kilometer hoch, tausende Kilometer weit und kann tonnenschwere Nutzlast transportieren", beschreibt Wendisch die Vorzüge des modernen Forschungsfliegers, der auch von Wissenschaftlern der Universität Leipzig für Messungen genutzt wird. HALO biete eine neue Flugzeugplattform für die Erdsystemforschung, vor allem für Studien in der Troposphäre und unteren Stratosphäre und zur Fernerkundung von Prozessen an der Erdoberfläche. Über große Entfernungen von mehr als 8000 Kilometern, in großen Höhen und mit Nutzlasten von bis zu drei Tonnen ermögliche HALO einzigartige innovative Forschungsmöglichkeiten.

Das HALO-Schwerpunktprogramm wird neben Wendisch auch von Prof. Joachim Curtius von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Dr. Mirko Scheinert von der Technischen Universität Dresden koordiniert. Es umfasst in der zweiten Förderphase 31 Projekte, die größtenteils in interdisziplinärer Kooperation zwischen Universitäten und Instituten der Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft und Leibniz-Gemeinschaft bearbeitet werden. HALO wird in der deutschen Atmosphärenforschung eine Schlüsselrolle einnehmen, sind sich die Experten sicher.

Für eine Reihe neuer Satellitenmissionen biete es ausgezeichnete Möglichkeiten, Daten aus dem Weltraum mit denen der Atmosphäre zu verbinden sowie Fernerkundungsmethoden zu erproben. Auf HALO soll Erdsystemforschung auf internationalem Spitzenniveau betrieben werden. "Schwerpunkte sind dabei unter anderem Forschungen zur Chemie der Atmosphäre und die Untersuchung von Eiswolken", erklärt Wendisch. Das DFG-Fördervolumen umfasst von 2010 bis 2013 insgesamt 6,5 Millionen Euro.

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