Digitale Identitäten sind kostbar

Virus in Full HD? Mögliche Risiken von Internet-Fernsehern

(PresseBox) (Moskau/Ingolstadt, ) Die IFA 2010 in Berlin steht vor der Tür, die Flachbildfernseher legen wieder in der Diagonale zu und die Preise fallen weiter. Im Innern der Geräte jedoch bahnt sich mehr an: Die so genannte „Konvergenz" der Geräte und Netze – etwa Fernsehen, Stereoanlage, Telefon und Computer – schreitet weiter voran. Der Fernseher wird selbst zum Computer und verbindet sich mit dem Internet. Doch nicht nur hier hält die Konvergenz Einzug. Hinzu kommen die Videokamera in der Haustür, der intelligente Kühlschrank und vieles mehr. Das Heim wird zum „Smart House“, das nicht nur intern komplett steuerbar ist, sondern auch übers Internet zugänglich wird. Das Interesse an der sogenannten Heimvernetzung ist groß: 41 Prozent der Deutschen wollen nach einer BitKom-Umfrage in einem vernetzten Heim leben [1].

Virus in Full HD?

Fängt sich also demnächst der ahnungslose Filmfan den „Virus in Full HD” ein? Öffnet sich die gehackte Haustür des intelligenten Hauses wie von Geisterhand und gewährt Verbrechern Zutritt? Die Antiviren-Hersteller kennen bereits einige Szenarios.

Ähnlich wie bei Smartphones sind die technischen Möglichkeiten zwar schon vorhanden, eine Schadenbilanz gibt es jedoch noch nicht. Kaspersky Lab kennt aktuell für Handys bereits 139 Schädlingsfamilien mit etwa 900 Varianten. Wann gibt es ähnlich viele Viren für internetfähige Fernseher? Und welches Unheil können sie dem Benutzer zufügen? Die Kehrseite der schönen neuen Welt der konvergenten Consumer-Electronic ist die Tatsache, dass es inzwischen weltweit eine Schattenwirtschaft der Computerkriminalität gibt, die wie die normale Wirtschaft arbeitsteilig und professionell strukturiert ist. Es gibt einen Markt für Schadsoftware, Hackerjobs und Diebesgüter. Das wichtigste Diebesgut ist die Identität einfacher Computernutzer, ihre Post-Adresse, der Zugang zu ihrem Bankonto, die Kreditkartennummer und Passwörter für ebay, Amazon und Co.

Digitale Identitäten werden gestohlen. Das Bundeskriminalamt zeigt in seinem Bundeslagebericht 2009 [2] zur „IUK-Kriminalität" (IUK = Information und Kommunikation), dass im Jahr 2009 insgesamt 6.800 Fälle dem digitalen Identitätsdiebstahl zuzuordnen sind. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Beim Online-Banking betrug die durchschnittliche Schadenssumme rund 4.000 Euro. Demnach sollte niemand leichtfertig seine Kreditkartendaten oder das Online-Banking-Passwort preisgeben – erst recht nicht über einen Internet-Fernseher.

Kaspersky Lab auf der IFA 2010

Auf der Pressekonferenz (Donnerstag, 2. September ab 11:00 Uhr) wagt Marco Preuss, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab, einen Blick in die Glaskugel der IT-Sicherheit und berichtet über mögliche Bedrohungen durch Internet-Fernseher und intelligente Häuser. Die Presseveranstaltung findet auf Englisch im ICC-Gebäude (Salon 13/14 Langenbeck) statt. Marco Preuss steht auch für Einzelinterviews zur Verfügung.

Zur Koordinierung von Einzelinterviews und zur Anmeldung zur Pressekonferenz wenden Sie sich bitte an Florian Schafroth, florian.schafroth@essentialmedia.de, Telefon +49 (89)747262-43.

[1] Quelle: http://www.bitkom.org/64726_64722.aspx

[2] Quelle: http://www.bka.de/lageberichte/iuk/bundeslagebild_iuk_2009.pdf

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