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Pressemitteilung BoxID: 698092 (ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH)
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Von Neustadt (Dosse) in die Welt

Mittelständischer Marktführer für Transportanhänger schafft gemeinsam mit einem Hochschulpartner die Grundlagen für einen interaktiven, webgestützten Ersatzteilekatalog

(PresseBox) (Potsdam, ) LKW-Anhänger mit Wechselbehältern dienen zum Transport schwerer Lasten. Sie bilden das Kerngeschäft des Unternehmens Hüffermann Transportsysteme in Neustadt (Dosse), nach eigenem Bekunden Marktführer in Deutschland und stark im Geschäft in zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern. Da Hüffermann seinen Kunden bis zu zehn Jahre nach Kauf und darüber hinaus eine umfassende After-Sales-Betreuung bietet, spielt die Suche und Bestellung von Ersatzteilen eine wichtige Rolle. Um diesen Prozess so effektiv wie
 möglich zu gestalten, hat das Unternehmen mit 
Hilfe der Fachhochschule Brandenburg an der Havel einen interaktiven Ersatzteilekatalog konzipiert.

Stephan von Schwander braucht echte Multitasking-Fähigkeiten. Gerade bekommt er von einem Mitarbeiter Konstruktionspläne erläutert, auf dem Schreibtisch buhlt eine Patentzeichnung um seinen prüfenden Blick und im Vorzimmer wartet bereits ungeduldig der Handelsvertreter aus Holland. "Als innovativer Mittelständler hat man immer viele Baustellen, und meistens gleichzeitig", gibt sich der Geschäftsführer von Hüffermann Transportsysteme gelassen. Eine dieser aktuellen Baustellen bildet die Entwicklung eines interaktiven, webgestützten Ersatzteilekatalogs.

Ersatzteilekatalog beeinflusst Produktentwicklung

Der geplante Online-Katalog soll im Endausbau die gesamte Produktpalette umfassen - neben Eigenfertigungsteilen auch Anpassungen und Anwendungen von Fremdentwicklungen. Denn auch wenn in jedem Transportanhänger "100 Prozent Hüffermann-Wertschöpfung drin ist", kauft das Unternehmen bestimmte Teile wie Achsen, Beleuchtung und Reifen dazu.

Die Nische, die Hüffermann erfolgreich und gegen den Markttrend besetzt, heißt Fertigungstiefe. Seine 
Kunden kommen aus den Bereichen Entsorgung, 
Recycling, Holzwirtschaft und erneuerbare Energien und wissen diese Philosophie durchaus zu schätzen. "Was wir selbst machen können, machen wir auch selbst." Das bedeutet Spezialisierung und Insourcing und bringt eine große Zahl individualisierter Teile mit sich.

Geschäftsführer von Schwander verspricht sich vom Katalog einen effektiveren Personal-einsatz bei der Pflege und virtuellen Aufarbeitung des Ersatzteilbestandes. Und einen Effekt, den er "Iteration" nennt. Wird ein bestimmtes Ersatzteil immer wieder nachgefragt, kann das Unternehmen durch eine Änderung der Konstruktion dafür sorgen, dass ein Problem gar nicht erst auftritt und das ursprüngliche Teil folglich nicht ersetzt werden muss. Der interaktive Ersatzteilkatalog übt somit einen positiven Einfluss auf die Innovationsfähigkeit des Unternehmens aus und macht sich vielleicht eines Tages selbst überflüssig.

Bewährter Partner erstellt Prototypen

Doch bevor der Ersatzteilekatalog, wie vom Hüffermann-Chef angestrebt, bis Ende 2015 online gehen kann, waren umfangreiche Grundlagenarbeiten notwendig. Es mussten Fragen geklärt werden wie: "Ist solch ein Vorhaben grundsätzlich möglich? Wenn ja, wie? Und mit welchen Softwarelösungen?".

Als wissenschaftlicher Sparringspartner bot sich die FH Brandenburg a. d. Havel an, mit der das Unternehmen schon erfolgreich beim Innovationspreis und bei der Gewinnung seines Ingenieurnachwuchses zusammen-gearbeitet hatte. Die FH konnte dank Förderung durch den Großen Innovationsgutschein ein interdisziplinäres Team aus Informatikern, Softwareentwicklern, Konstrukteuren und Betriebswirtschaftlern zusammenstellen. Am Ende der gemeinsamen Aktivitäten stand ein detailliert ausgearbeiteter Prototyp. Dieser 
sah unter anderem vor, das Konstruktionssystem und die Reklamations- und Kulanzdatenbank der 
Firma Hüffermann für den Ersatzteilekatalog zu verknüpfen. Darüber hinaus gab der Prototyp die Struktur für Software und Programmierung vor.

Jetzt ist es an Hüffermann Transportsysteme, die Vorschläge der Fachhochschule mit Hilfe eines IT-Dienstleisters umzusetzen. Dies koste zwar erst einmal sehr viel Geld, so Stephan von Schwander, letztendlich sei der interaktive Ersatzteilekatalog aber eine Investition, die sich rechnen werde.

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