Europäische Konjunktur vor Erholung

Marktmeinung aktuell - Kapitalmarktbericht Eurozone - November 2009

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Die W&W Asset Management GmbH (W&W AM), eine Tochtergesellschaft des Stuttgarter Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, sieht für die europäische Wirtschaft 2010 wieder leichtes Wachstumspotenzial. Es bleibt aber genau zu beobachten, wie nachhaltig sich diese Erholung nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme zeigt und wie viel eigene Kraft die Wirtschaft dann entwickeln kann.



Der durch die globale Wirtschaftskrise ausgelöste Abwärtsstrudel der europäischen Wirtschaft wurde im zweiten Quartal gebremst. So wies die Europäische Währungsunion (EWU) nur noch einen moderaten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal aus, während die deutsche Wirtschaft sogar einen Zuwachs um 0,3 Prozent erzielte.



Konjunktur: 2010 bringt wieder Wachstum

Erste Zeichen setzten zahlreiche Frühindikatoren, die seit dem Frühjahr eine sich zunehmend verbessernde Konjunktureinschätzung und -erwartung seitens der europäischen Unternehmen widerspiegeln. Es folgte eine Bestätigung dieser Signale durch eine anziehende Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal, gestützt vor allem durch Konjunkturprogramme, die zu greifen begannen. So verlangsamte sich beispielsweise im August der Rückgang der Industrieproduktion in der EWU. Die gute Nachricht: Auch die Entwicklung der Auftragslage stützt laut der W&W Asset Management einen aufkeimenden Optimismus. Zur Erholung in Deutschland trugen vor allem auch Bestellungen aus dem Ausland bei. Somit profitieren deutsche Unternehmen nicht nur von den inländischen, sondern auch von den globalen konjunkturellen Fördermaßnahmen. Die Auswirkungen dieser Programme werden die Wirtschaftsleistung in der gesamten EWU nach Auffassung der W&W Asset Management auch in den kommenden Quartalen positiv beeinflussen. Vor diesem Hintergrund erwarten die Experten aus Ludwigsburg für 2010 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um zwei Prozent in Deutschland und um 1,5 Prozent in der EWU. Auf längere Sicht bleibe aber die Frage offen: Kann die Wirtschaft nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme eigenständig auf einen robusten Wachstumspfad zurückkehren?

Inflation: Wieder anziehende Inflationsraten im Winter erwartet

Angesichts der erwarteten leicht anziehenden Wirtschaftsaktivität rechnet die W&W Asset Management im nächsten Jahr mit einem Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland und der EWU. Wesentliche Einflussgröße für die Entwicklung in den kommenden Monaten wird aber zunächst vor allem der Ölpreis sein. So werden Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr, als der Ölpreis im Winter 2008 auf historische Tiefstände nachgegeben hat, für steigende Inflationsraten sorgen.

Der Euro: Aufwertungstrend gegenüber US-Dollar

Erstmals seit 2008 durchbrach die europäische Gemeinschaftswährung im Oktober die Marke von 1,50 US-Dollar. Diese Aufwertung hat der Euro allerdings nicht in erster Linie den erfreulichen Konjunkturdaten aus dem EWU-Raum zu verdanken, sondern vielmehr den zahlreichen Belastungen für die US-Währung, wie das vergleichsweise niedrige US-Zinsniveau und die Sorge um die Tragfähigkeit der hohen Staatsverschuldung der USA. Diese Faktoren werden auch weiterhin ausschlaggebend sein und den US-Dollar laut Einschätzung der W&W Asset Management schwächen, so dass der Euro Ende 2010 voraussichtlich stark bei 1,50 bis 1,55 US-Dollar tendieren wird.

Geldpolitik und Rentenmarkt: Langfristige Zinsen gaben nach

Die Frage nach der Stabilität der aktuell zu beobachtenden Konjunkturerholung beschäftigt auch den Rentenmarkt: Eine durch teils wieder schwächer ausgefallene Daten ausgelöste Skepsis führte im Oktober dazu, dass die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen nach einem Jahreshoch wieder auf 3,1 Prozent nachgaben. Die weitere Entwicklung der langfristigen Zinsen ist laut der W&W Asset Management eng verbunden mit der Nachhaltigkeit der Wirtschaftsbelebung. Eine Rückkehr zu moderatem, aber positivem Wachstum sowie eine allmählich restriktivere Geldpolitik der großen Zentralbanken können wieder zu anziehenden Renditen von Bundesanleihen beitragen. Die EZB werde den Märkten allerdings erst ab 2010 allmählich Liquidität entziehen.

Aktienmarkt: Anstiegspotenzial ist zunächst ausgeschöpft

Die positiven Signale aus der Wirtschaft schürten die Risikofreude bei den internationalen Anlegern. Sie setzten vermehrt auf Aktien und belebten so die internationalen Aktienmärkte: Der Dow Jones EURO STOXX 50 stieg von seinem Tief im März bei 1 810 Punkten auf 2 951 Punkte im Oktober. Nach diesen erfolgten Kursgewinnen bleibe nun nur noch geringes Anstiegspotenzial, so die W&W Asset Management. Es werde zum Ende des Jahres eher eine Gegenbewegung am europäischen Aktienmarkt stattfinden, da die positiven Konjunkturdaten mittlerweile bereits weitestgehend eingepreist sind. Schon in den vergangenen Wochen reagierten die Börsen mit Kursrückgängen auf teils enttäuschend ausfallende Daten.

Über die W&W Asset Management GmbH

Die W&W Asset Management wurde im Jahr 2000 gegründet und hat aktuell rund 25,3 Milliarden Euro Assets under Management. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 120 Mitarbeiter und verwaltet 20 Spezialfonds sowie elf in Deutschland aufgelegte Publikumsfonds und weitere elf Fonds, die über die Tochtergesellschaften in Luxemburg und Irland aufgelegt wurden. Die W&W Asset Management ist Teil der Wüstenrot & Württembergische AG. Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist "DER Vorsorge-Spezialist" für Vermögensbildung, Wohneigentum, Absicherung und Risikoschutz in allen Lebenslagen. Die Kernkompetenzen der W&W Asset Management GmbH liegen im Dachfondsmanagement mit einem Volumen von rund 600 Millionen Euro, im Segment der Unternehmensanleihen sowie in US-Aktien.
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